Latex-Handschuhe und andere Leckereien…

Hier also die Geschichte des Latex-Handschuhs, der sein Leben lassen musste….

Wir mußten länger arbeiten, also hat sich meine Mum bereit erklärt auf unser Monster aufzupassen. Mein Mann hat Muffin nach der Arbeit dort abgeholt und ich kam dann abends gegen 21 Uhr nach Hause.

An der Tür wurde ich freudig begrüßt und ich schmiss meine Jacke von mir, um erstmal gründlich den Wöff durchzuknuddeln. Doch…ääähhhh…iieeehhh….wieso isse denn so nass am Hals?
Muffin sabberte wie ein Wasserfall… hä?????

Sonst war sie putzmunter….also: Göttergatte interviewen. Der konnte sich das auch nicht recht erklären…bis ihm einfiel, was meine Mutter ihm erzählt hatte…

Die war nämlich auf die glorreiche Idee gekommen, einen Latex-Handschuh aufzublasen und den selbstgebastelten Luftballon meinem durchgeknallten Junghund zum Spielen zu geben. Natürlich ist das Ding geplatzt – aber angeblich konnte man alles retten und Muffin die Überreste rechtzeitig abnehmen. Geeeeeenau!

Was ich jedoch da vor mir sah sagte etwas anderes….also schnell die Telefonnummer der Tierklinik rausgesucht und angerufen. Eine halbe Stunde später standen wir dann dort auf der Matte und Muffin bekam eine Spritze…. dann warten…. und wiederum 10 Minuten später kotzte sie sich die Seele und den halben Handschuh aus dem Leib.

Schade, dass sie daraus nix gelernt hat, denn ein paar Tage später…

Warum? Muss das denn sein? Was hat sie davon? Was ist denn jetzt schon wieder???? Diese und ähnliche Fragen stellte ich mir anfangs sehr oft… so auch an diesem Morgen. Es war 4 Uhr früh und mein Hund tippelte unruhig durchs Schlafzimmer.

Grmpf… kurz vor dem Weckerklingeln… das liebe ich besonders! Mein Göttergatte schnarchend… keine Reaktion – sowas wie Mutterinstinkt fehlt ihm völlig. Ich setze mich schlaftrunken auf und machte das Licht an. Muffin bedachte mich mit einem Blick, der mir sagen sollte „Alte – mach schneeeeheeeeelllllleeeeeer“!!!!

Panik! Schnell raus aus dem Bett, Socken drübergezogen, Jacke geschnappt (sowas passiert IMMER im Winter), Halsband angelegt, Leine dran… Haustürschlüssel (ich überlegte kurz, ob ich den überhaupt mitnehme oder zur Strafe meinen Göga später aus dem Bett klingle) und ab die Post!

Treppen runter… zur Haustür rausgestolpert… mich zur Wiese ziehen lassen. Ableinen, rumstehen und frieren… und was macht Muffin????? NIX! Hallo????? Mich aus dem Bett hauen, Panik verbreiten und dann Löcher in die Luft schauen? Geht´s noch????

Zähneknirschend wartete ich noch ein paar Minuten um dann das Mufflon wieder anzuleinen und zurück zum Haus zu gehen. Vor der Haustür angekommen wollte ich gerade den Schlüssel ins Schloß stecken, als mein Monster plötzlich anfing zu würgen… Aha! Das war also der Grund für die Unruhe… Madame hat wieder was gefressen, was nicht für sie bestimmt war *Augenroll*.

Sie würgte und würgte und visierte den Fußabstreifer an… Öha! Das muss ja nicht sein… mit dem Fuß zog ich den Vorleger ein Stück aus der Gefahrenzone… und Muffin folgte prompt. Meine Luxus-Göre hatte sich fest vorgenommen auf den Fußabstreifer zu kotzen.

Nun gut… kannste machen nix – mußt du gucken zu!

Kopfschüttelnd fand ich mich damit ab, dass Muffin soeben den Fußabstreifer vollreiherte. Und was für ein ekliger Brocken irgendwas da raus kam!!! Danach ging´s ihr besser. Ich brachte mein schwanzwedelndes Krötenbein wieder in die Wohnung, wo sich Miss Krötenbein auch gleich wieder ins Bett kuschelte… Ich nicht – ich hatte noch eine Mission zu erfüllen.

Eine Rolle Zewa geschnappt und auf ins Vergnügen! Ganz nebenbei lüftete ich beim beseitigen der Ekelpampe noch ein Geheimnis – ich wußte jetzt, wo der Riemen meines Birkenstock-Schlappens hingekommen war. In einem gut sortierten Haushalt geht halt nix verloren!

Und weil´s so schön ist…. gleich noch eine Story zu dem Thema!

Wir hatten Muffin ein großes altes ausgelutschtes Tuch zum spielen überlassen – ein paar Knöten rein und fertig! Eines Tages fand ich das Tuch in mehreren Teilen in der Wohnung verstreut. Kein Problem, ein bisschen Verlust hat man ja immer.

Am selben Tag waren wir nachmittags bei der Schwiegermum zum Kaffee eingeladen. Muffin war ebenfalls mit von der Partie. Während wir Kaffee tranken und lecker Kuchen aßen, schnüffelte Muffin die Wohnung ab. Von rechts nach links und wieder zurück und schlußendlich hinters Sofa.

Plötzlich hörte ich hinter dem Sofa verdächtige Geräusche – das Mufflon würgt. Ich sprang auf und kam gerade noch rechtzeitig, um das Spektakel anzusehen… Muffin kotzte seelenruhig ein rieeeeeesiges Knäuel von dem Spieltuch auf den Teppich meines Schwiegertigers *uuups!*

O-Ton meiner Schwiemu: Eigentlich hab ich Muffin ganz gern… wenn sie mir nicht gerade auf den Teppich kotzt!

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Kategorien: Geschichten aus der Gruft ...äh... Vergangenheit! | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Latex-Handschuhe und andere Leckereien…

  1. eigenwillig

    *rofl* Näää, watt schön!!! *irrekicher*

  2. Bee

    *schäm* das mit dem Latexhandschuh….öhm…naja…ich….öhm…ich …denke ich war da nicht ganz unschuldig dran. *schlöppe zieh*…aber es war soooooooooooooooooooo witzig….im vorfeld

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