Bitte ein Sauerstoffzelt!

Wir hatten heute Training bei Bianca, das will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Angefangen haben wir mit meinem heutigen Wunsch-Thema: Clickern! Ich bin jetzt nicht wirklich der Mensch, der alles nur über den Clicker aufbaut, aber für bestimmte Dinge find ich den Knackfrosch einfach genial. Leider hab ich als bekennender Grobmotoriker so meine Problemchen mit dem Clicker-Training.

Biscuit weiß zwar „click = Leckerchen“, aber ich hatte so den Eindruck, dass sie es nicht mit ihrem Verhalten verbindet und gar nicht weiß, dass sie durch ihr Verhalten beeinflussen kann, wann es clickt…

Bianca hatte mir vor kurzem am Telefon schon dazu geraten, die 100-Dinge-Box zu clickern. Man nehme einen Karton und packe interessante Dinge rein (in unserem Fall eine Socke, einen Dotti, eine Packung Tempo, einen Handschuh und eine kleine Ente). Man setze dieses Sammelsurium seinem Hund vor und clicke jede noch so winzige Aktion in Richtung Box.

Irgendwie kam ich damit allerdings auch nicht weiter und bat um Nachhilfe. Deshalb schleifte ich heute meinen lustigen Karton mit zum Hundeplatz. Die Diagnose war genau das, was ich erwartet hatte: ich clicke zu wenig. Mit Biancas Hilfe ging das heute ratz-fatz und so blöd, wie ich befürchtet hatte, stell ich mich wohl doch nicht an. Glück gehabt!

Ein weiterer Programmpunkt war heute das Beutespiel – eine sehr schöne Art der Belohnung, wenn Hundi darauf abfährt und man es richtig macht.

Man nehme zwei gleiche Spielzeuge. Ein Spielzeug versteckt man, mit dem anderen wird der Hund heiß gemacht. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sobald der Hund das Spielie Nr. 1 erbeutet hat, lässt man es los und zaubert Spielie Nr. 2 aus dem Hut. Im Idealfall wird der Hund Spielie Nr. 1 los lassen und sich auf Nr. 2 stürzen. Hat der Hund Nr. 2 erwischt, kommt wieder Nr. 1 zum Einsatz.

Da auch sowas gelernt sein will, mußte Muffin als Versuchskaninchen herhalten. Mit Muffin klappte das auch wunderbar! Biscuit hatte jedoch so ihre eigenen Vorstellungen…

Der kleine Keks stieg sofort auf das Spiel ein und hatte schnell den Ball Nr. 1 erbeutet. Ich zauberte Ball Nr. 2 hervor und legte mich ins Zeug. Biscuit war total begeistert und gab sich alle Mühe, Ball Nr. 2 zu erhaschen. Leider sah sie jedoch keine Veranlassung dazu, den Ball Nr. 1 loszulassen. Wo eine Schnur ins Mäulchen passt, hat sicher auch noch eine zweite Platz!

Ok, darauf war ich nicht gefasst… und so mühte ich mich bei strahlendem Sonnenschein mit Nr. 2 ab. Ich ruckelte und zuppelte, ich hüpfte und drehte. Biscuit dachte ja nicht im Traum daran, ihre Beute loszulassen.

Nach wenigen Minuten war ich schweißgebadet und keuchte vor mich hin. Biscuit zeigte keinerlei Ermüdungserscheinungen, die hatte den Spaß ihres Lebens! Wir hätten mit dieser Vorstellung glatt Snickers-Werbung machen können – erinnert ihr euch an den Slogan? „Wenn´s mal wieder länger dauert…!“

Erst als Bianca mir den Tipp gab, den Ball hochzuwerfen und wieder aufzufangen, ließ Biscuit los. Ächz!
(Das hätte Ihnen auch ein bisschen früher einfallen können, Frau Dostler!)

Spätestens jetzt ist klar, dass an Biscuit ein kleiner Beutegeier verloren gegangen ist. Seeeehr aufschlussreich!

Fazit: Biscuit & ich hatten jede Menge Spaß und haben viel dazugelernt! Beim nächsten mal nehm ich mir allerdings ein Sauerstoffzelt mit!

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Kategorien: Training | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Bitte ein Sauerstoffzelt!

  1. ..da werden Sekunden zu Stunden 🙂 Aber wie du schon sagst: seeehrrr aufschlussreich!

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