die kleinen Freuden der Hundehaltung

Eine wenig aufregende Woche neigt sich dem Ende zu. Meinereiner hatte Magen-Darm-Grippe und huldigte dem weißen Porzellangott. Daher war kein Spielraum für aufregende Spaziergänge oder spannende Unternehmungen.

Der heutige Beitrag richtet sich vor allem an Menschen, die bisher noch keinen Hund haben und derzeit mit der Anschaffung eines Labradors liebäugeln. Ich bitte um eure volle Aufmerksamkeit!

Stellt euch vor, ihr habt eine fürchterliche Nacht mit Fieber und Erbrechen hinter euch und seid mit der Betreuung des Junghundes tagsüber auf euch allein gestellt. Klar soweit? Nun ratet mal, was euer kleiner Labrador tun wird, um euch zu beschäftigen?! Spielzeug anschleppen und euch trösten? Ach bitte, nehmt die rosarote Brille ab!

Nein… er wird irgendetwas fressen, das mit seinem Magen nicht kompatibel ist! Und wenn euch dann so richtig-richtig-richtig schlecht ist, wird er es euch vor die Füße kotzen! Ihr werdet ins Bad stürzen und dem Porzellangott ein Stoßgebet schicken, während der Junghund den soeben zu Tage geförderten Brei wieder in sich reinschlingt.

Wer nun denkt „Mei wie eklig, aber dann muss man es wenigstens nicht selbst weg machen“ der irrt gewaltig! Denn das Hündchen wird wieder und wieder kotzen, bis endlich alles raus ist und der Hundemagen sich wieder beruhigt hat.

(Anm. der Redaktion: Im Übrigen kotzen Hunde generell nur auf weichen Untergrund, z.B. Badvorleger, Teppiche und Vetbeds!)

Soll ich euch sagen, was daran das schlimmste ist? Ihr werdet mitleiden. Egal wie schlecht es euch selbst gehen mag – wenn es dem Hund schlecht geht, wird sich euer Leid automatisch verdoppeln. DAS ist das allerallerschlimmste!

Ihr werdet euch in den Supermarkt schleppen, um Putenbrust und Kartoffelbrei zu kaufen, euch an den Herd stellen und dem Hundekind Schonkost zubereiten. Und wenn ihr abends völlig erschöpft auf dem Sofa liegt, wird der kleine Hund schwanzwedelnd ins Zimmer kommen, zu euch aufs Sofa springen und sich in euren Arm kuscheln.

Ein Blick in die nussbraunen Kulleraugen und alles ist vergessen! Bis zum nächsten Mal…

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Kategorien: das Leben und der andere Kram... | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „die kleinen Freuden der Hundehaltung

  1. Hallo an alle Kekse und Krümel und Zweibeiner….

    gute Besserung aus dem weit entfernten Burghaun. Und an alle zukünftigen Hundeeltern … die Frau hat 1000 % Recht!

  2. Anke, Du hast mein Mitgefühl und das Hundchen natürlich auch. Gute Besserung!
    An die Menschen die sich mit dem Gedanken tragen, sich so einen Zwerg anzuschaffen…die „Freuden“ können nur noch getoppt werden, wenn das Hundchen nicht nur vorne, sondern auch hinten…hach ja

  3. Na dann kann ich nur hoffen, dass es euch schon wieder besser geht!!

    Das Gemeine ist ja, dass ich bei deiner Schilderung (und dem letzten Kommentar…) richtig herzhaft lachen musste – obwohl ich ganz genau weiß wie schlimm soetwas ist und wie recht du damit hast zukünftige Hundeeltern zu warnen *verlegener letzter Gluckser*…

    Aber glaub mir, es nutzt eh nix – Ich habe schließlich auch freiwillig und vorsätzlich 3 (Menschen)Kinder bekommen obwohl ich schon nach dem ersten wusste dass ich da irgendwie das Kleingedruckte bei der Betriebsanleitung nicht genau gelesen haben dürfte…UND GUT WARS!

    LG,
    Klarissa und ihre kleine Meute

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