Weihnachten, Schnee und seine Folgen…

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, bin ich in letzter Zeit etwas schreibfaul gewesen. Daher gibt es heute eine geballte Ladung *smile*…

Letzten Sonntag waren wir mit Biscuit auf dem Weihnachtsmarkt in unserem Kleinstädtchen. Wir sind extra am frühen Nachmittag losgezogen, weil zu der Zeit noch nicht so viel los ist – normalerweise! Diesmal war es aber auch um diese Zeit schon erstaunlich gut besucht.

Biscuit staunte anfangs über die ganzen Eindrücke und vergaß dabei, dass man auch weitergehen muss um vorwärts zu kommen. Nachdem sie den ersten „Schock“ über die vielen Menschen und Gerüche verdaut hatte, lief sie superschön neben mir an lockerer Leine und setzte sich automatisch, wenn wir kurz stehenblieben.

Mitten auf dem Marktplatz schallte uns urplötzlich laute Blasmusik direkt entgegen, mit dem Ergebnis, dass Biscuit & ich beide einträchtig die Ohren an- und gleichzeitig einen Zahn zulegten. Sowas braucht kein Mensch – und Hund schon gar nicht! Ich hoffe, wir werden keinen bleibenden Schaden davontragen…

Natürlich wurden wir von vielen Menschen auf Biscuit angequatscht. Und allesamt waren sie der Meinung, das süße braune Ding dringend streicheln zu müssen! Natüüüüüürlich genau so, wie man es nicht machen sollte – mit der Hand fein über den Kopf *tatsch-tatsch*. Biscuit sah man die Fragezeichen ins Gesicht geschrieben (*wo ham sie euch denn rausgelassen?*) aber sie ertrug es tapfer! Menschen sind halt ein komisches Völkchen, dass muss Hundchen frühzeitig lernen.

Den Weihnachtsmann haben wir auch getroffen – im Gegensatz zu einem weinenden Kleinkind hatte Biscuit vor dem komischen Typen jedoch keine Angst! (sowas würde auch glatt als Gespenst beim Wesenstest fungieren können…)

Wir legten eine kurze „Bratwurstpause“ ein und auch hier überzeugte Biscuit durch vorbildliches Benehmen. Leider schien ihr die Kälte nach knapp 30 Minuten langsam zuzusetzen, denn sie zitterte ein wenig mit den Beinchen. Also ab nach Hause! Am nächsten Tag hatte sie leicht erhöhte Temperatur und war bis mittags nicht aus dem Körbchen zu bewegen. Armes Mausi! Ich wickelte sie in eine Decke und ließ sie nach Rücksprache mit der TÄin erstmal schlafen.

Nachmittags war sie wieder fit und die Temperatur auch wieder normal! *puh!*

Die gesamte Woche grübelte ich darüber, ob ich bei diesem Wetter wirklich nach Kassel zur Club-Show fahren sollte.

Nachdem ich mich am Freitag schweren Herzens dazu entschieden hatte nicht zu fahren, stand ein spontaner Besuch bei meiner Schwester an. Vor der Tür traf ich Neffe, Nichte und die Nachbarskinder, die eben auf den Schlittenberg gehen wollten. Da kam ich genau richtig…

„Geeeehst du miiiiiiiiit? Büddöööö?“

Nur zur Klarstellung: Es ging gar nicht so sehr um mich, sondern um Muffin & Biscuit!

Natürlich ging ich mit – den Spaß geb ich mir doch gern ab und zu mal! Und so watschelten 5 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren mit ihren Schlitten und Gummireifen zum Berg nebenan. Ich folgte auf dem Fuße mit zwei freudig erregten Labbilinen an der Leine.

Der Berg liegt direkt neben der Wohnsiedlung, trotzdem war der Weg nicht ganz ohne… Zwischen Siedlung und Berg führt eine Nebenstraße zu einem Reiterhof, die nicht viel befahren ist, aber leider schlecht einzusehen. Kurz vor dieser Straße geht es einen kurzen, aber sehr steilen Hang hinab. Die Kids bewältigten den Hang mühelos, indem sie einfach runterrutschten.

Für mich lief es nicht ganz so reibungslos *ähem*…

Kaum hatte ich einen Fuß auf den Hang gesetzt, stürmte Muffin in einem Affenzahn den Kids hinterher *Yeah, wir gehen Schlitten fahren!“. In einem Anflug von Größenwahn war ich der Meinung, ich könnte das schwarze Tier trotzdem halten. Pustekuchen!

*zooooooooooooing* Muffin machte noch einen Satz und es riss mir die Leine aus der Hand. Bevor ich die Leine los war, bekam ich nochmal einen ordentlichen Zug nach vorne und mir blieb nur eins… rennen, um nicht auf die Schnauze zu fallen. Ich kachelte mit Biscuit an der Leine den Hang hinab, kam ordentlich ins Schleudern und wäre fast auf der Nase gelandet. Aber nur fast! Bevor ich hinfallen konnte, klatschte ich mit erhobenen Händen gegen einen Holzstapel *mmmpf*

Man muss Muffin zu gute halten, dass sie bei solchen Aktionen doch äußerst besorgt um mich ist und nicht einfach stiften geht. Sie stand einen Meter neben mir und grinste über´s ganze Gesicht *cooler Stunt, Frauchen!* Biscuit saß neben mir und blinzelte verdutzt *Was war DAS denn für ein Höllentrip? Haben wir es eilig oder was?* Sowas nenn ich leinenführig! Könnte sich Muffin mal ne Scheibe abschneiden!

Wir kämpften uns zum Schlittenberg und selbigen hinauf, als mir eine seltendämliche Idee kam. Was die Kids können, kann ich ja schon lange! Ich schnappte mir den Gummireifen meiner Nichte und bekam wichtige Instruktionen. Am Fuße des Berges verläuft ein kleiner Wassergraben – vorher solle ich doch bitte abspringen.

Is klar! Sollte kein Problem darstellen, der Graben schien Lichtjahre entfernt. Die Kids kamen nichtmal ansatzweise in die Nähe des Grabens, wenn sie unten angekommen waren. Allerdings hatte ich dabei nicht bedacht, dass ich ca. 30kg mehr auf die Waage bringe *blöder Fehler*…

Ich pflanzte mich in den Reifen und bekam von den Kids einen herzhaften Schubbs – ab die Post! Yeaaaah!

Dummerweise drehte sich der Reifen auf halber Strecke und ich war nun rückwärts unterwegs – und das in einem Mordstempo! Ich sag euch, so ein Reifen hat wesentlich mehr PS als ein Schlitten! Ich versuchte mich zu orientieren, hatte aber keine Chance. Während ich überlegte wie viel Zeit und Platz ich noch hätte, rief mein Neffe:

„ABSPRINGEN!“

Leichter gesagt, als getan! Ich kämpfte mit der Flieh- und Schwerkraft, stemmte die Arme über den Reifenrand in den Schnee und schaffte es kurz vor knapp, aus dem Reifen zu fallen. Standesgemäß landete ich mit dem Gesicht voraus im Schnee *steckt!*

Nachdem ich mich aufgerappelt hatte, sah ich mich fragend um – wo waren eigentlich meine beiden Hündchen? Aha… die beiden spielten gerade Rennspielchen im Tiefschnee und hatten mein Spektakel tuttikompletti verpasst. Treuloses Volk!

Mein Fazit: Es war sehr witzig, aber ich glaub, ich bin zu alt für den Scheiß *hüstel*.

In diesem Sinne – bis demnächst auf diesem Sender!

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Kategorien: das Leben und der andere Kram... | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „Weihnachten, Schnee und seine Folgen…

  1. KÖSTLICH!!! Ich stelle mir das bildlich vor … einfach klasse.
    Das war bestimmt 10 Mal besser als Kassel!

  2. BEE

    Es war sowas von lustig…Ich stand nämlich gerade „zufällig“ vor der Haustüre zum Rauchen, von wo ich den Schlittenberg gut sehen kann und hab die Fahrt mitbekommen…vor allem das schreien meines Sohnes :ABSPRINGEN….*lol* ich dachte mir scho des schafft se net…worin ich auch betätigt wurde *kicher*..aber wie sagt man immer???
    Runter kommen sie alle….irgentwie.

  3. das nächste Mal nimmst gefälligst die Video-Cam mit und filmst das (dich)!
    *kicher*

  4. Ich hatte gerade amüsantes „Kopfkino“…weiß gar nicht ob DAS eine Video Cam toppen könnte…*g*

    LG aus Österreich,
    Klarissa

  5. eigenwillig

    Boah, Anke, you made my day! *lol* Jetzt habe ich endlich aufgeholt und bin eigentlich ganz dankbar, daß du nicht ganz soo viel geschrieben hattest, denn von deinen Posts möchte ich wirklich nicht ein Einziges verpassen!!! :-)))

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