der Türmchenbau zu Pretzfeld

Es gibt viele Gründe, warum ich den Dummysport so mag. Ein angenehmer Nebeneffekt liegt auf der Hand: den SPORTlichen Teil übernehmen die Hunde… den DUMM(Y)lichen Teil der Hundeführer. Dekorativ in der Pampa stehen, Kommandos geben und den Hund schicken. Genau das richtige für eine unsportliche Pfeife wie mich 😉

Doch diesen Sonntag was alles anders…

Wir hatten uns bei Carolin zum Training eingefunden und auf meinem Wunschzettel diesmal ganz oben: Anti-Tausch-Training. Biscuit soll lernen mir das erste Dummy zu bringen das sie findet – ohne vorher groß darüber nachzudenken, ob vielleicht irgendwo noch ein grüneres/schöneres Dummy rumliegt.

Die Sonne hatte sich zu Beginn des Trainings durch den dichten Nebel gekämpft und strahlte in ihrer ganzen Pracht auf eine idyllische kleine Wiese in der Gemeinde Pretzfeld, wo innerhalb kürzester Zeit drei architektonische Wunder entstehen sollten:  Dummytürmchen!

Es war einmal eine Prinzessin (Karla die Käferin?), die in (oder unter?) einem dieser Dummytürmchen gefangen war. Eines sonnigen Tages eilte ihr ein Drachenmädchen zu Hilfe. Das Drachenmädchen hatte glänzendes braunes Fell und ein grooooooßes Maul mit vielen scharfen Zähnen. Mit diesen Zähnen riss sie dem Türmchen das Dach herunter und die Prinzessin konnte flüchten. Und wenn sie nicht gestorben sind…

Ähm ja, so oder so ähnlich wird sich die Geschichte aus der Sicht des Pretzfelder Krabbelgetiers wohl zugetragen haben. Aus menschlicher Sicht war es weniger beeindruckend.

Für die erst Übung sollte ich aus drei Dummies ein kleines Türmchen bauen, d.h. zwei Dummies direkt nebeneinander und das dritte obendrauf. Dann sollte ich mit Biscuit an der Leine auf den Turm zulaufen und kurz vor dem Turm das Apportkommando geben. Wichtig: durchgehend ein FLOTTES Tempo und keinesfalls an den Dummies auf den Hund warten, sondern einfach weitergehen.

Biscuit soll lernen, das Dummy sofort und ohne zu zögern aufzunehmen. Sie hat dabei nur eine Sekunde Zeit – ist sie zu langsam: Pech gehabt!

Die ersten paar mal ist KleinKeks tatsächlich leer ausgegangen. Doch sie lernte schnell! Motivation durch Frustration… Sie fasste sich ein Herz und packte mit jedem Mal schneller und genauer zu. Dafür gab es natürlich jede Menge Lob und Anerkennung!

Als nächstes sollte ich zwei weitere Türmchen bauen, die in ein paar Metern Abstand auf einer Linie lagen. Wenn Biscuit sofort ein Dummy erwischte, ging ich seitlich rückwärts weg und ließ es mir in die Hand geben. Erwischte sie keines, ging es sofort weiter zum nächsten Türmchen – nächste Chance!

Vorteil an den Türmchen: das oberste Dummy bietet sich dem Hund natürlich sehr gut an und obwohl noch zwei weitere Dummies darunterliegen, kann er eigentlich nur das oberste erwischen.

los geht´s!

Apport!

feeeeine Maus!

Biscuit zwinkert dem Fotografen zu 🙂

die Fankurve

Klappt das gut, folgt die nächste Stufe. Die drei Dummies liegen in kurzen Abständen nebeneinander und hintereinander im Gras. Der Hund ist weiterhin an der Leine und wieder geht man mit dem Hund in FLOTTEM Tempo auf die Dummies zu… „Apport!“ und weitergehen. Ist der Hund zu langsam, Pech! Hat er eins erwischt, kommt er durch das schnelle weitergehen nicht in die Verlegenheit zu tauschen.

Im Gegensatz zu den Türmchen darf der Hund hier nach und nach alle Dummies aufsammeln. Biscuit soll die Erfahrung machen, dass sie die anderen durchaus auch noch holen darf – nur eben der Reihe nach.

Wir gönnten Biscuit (und mir *schwitz*) eine kleine Pause und Carolin erklärte den nächsten Übungsschritt. Drei Dummies wurden um einen dünnen Baumstamm  herum ausgelegt. So lagen die Dummies zwar dicht beisammen, waren aber durch den Baumstamm trotzdem räumlich getrennt.

Diesmal war Biscuit nicht angeleint. Ich sollte das Apport-Kommando geben, anschließend mit Biscuit zum Baum rennen und während sie aufnimmt einfach weiterrennen. Sie sollte dadurch zum schnellen aufnehmen und mitkommen animiert werden, was auch hervorragend klappte!

*auf die Plätze, fertig, LOS!*

*erster!*

*anfeuer*

Nachdem wir das ein paar mal gemacht hatten, verfluchte ich diesen warmen Herbsttag *schwitz*. Hocherfreut nahm ich die nächste Trainingsstufe zur Kenntnis: die gleiche Übung nochmal – ohne mitzurennen… Hossa!

*der Wetterbericht warnt vor tieffliegenden Keksen*

Natürlich sollte man diese Übungen nicht alle in einem Training machen, sondern einzeln abarbeiten. Erst wenn eine Übung sehr gut klappt, kommt der nächste Schritt. Carolin wollte mir damit nur zeigen, welche Trainingsmöglichkeiten ich habe.

Die letzte Übung führte mir Carolin mit Llynnie vor. Ich legte Biscuit ab und wir entfernten uns ein paar Meter von ihr.

*die stellen sich vielleicht an…hihi*

*ham die mich vergessen?*

*schmoll*

Carolin warf links und rechts jeweils ein Dummy neben sich und eins mit viel Tamtam nach vorne. Der Fokus des Hundes soll dabei auf das letzte Dummy gerichtet werden. Der Hund darf das nach vorne geworfene Dummy apportieren. Während der Hund unterwegs ist, geht man unauffällig einen Schritt in Richtung eines der anderen Dummies. Der Hund soll das andere Dummy sehen, aber ignorieren. Anfangs sollte man immer zwischen dem Hund und dem Verleitungsdummy stehen, um notfalls eingreifen zu können.

Ignoriert der Hund das andere Dummy sicher, d.h. er sieht noch nichtmal ansatzweise dorthin, folgt der nächste Schritt – man geht einen Schritt hinter die Dummies… und später noch einen… und noch einen… usw.

Carolin arbeitete sich während der Übung unbewusst immer näher an Biscuit heran, bis sie und Llynnie direkt neben Biscuit standen. Gerade als ich dachte „öha, dass könnt jetzt heikel werden“ und mich auf Biscuits Leine stellen wollte, schickte Carolin Llynnie los. Das neben ihr ertönende „Apport“ verpasste Biscuit einen sichtlichen Stromschlag und sie zuckte kurz hoch, stand aber nicht auf und entspannte sich sofort wieder. Na wenn DAS mal kein dickes Leckerchen wert war, dann weiß ich auch nicht… 😀

Zum Schluss durften wir nochmal ran…

*ja, bitte?*

*echt jetzt*

*ok!*

Vielen lieben Dank an Carolin für das tolle Training und an Jens für die schönen Bilder! 🙂

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Kategorien: Bilder, Training | 8 Kommentare

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8 Gedanken zu „der Türmchenbau zu Pretzfeld

  1. Tolles Training… Da werd ich mir bestimmt mal was „klauen“. Hannes ist da ja auch eher schmerzfrei. Ach ja, und natürlich wieder schöne Fotos zu einem guten Bericht.

  2. Andrea & Hazel

    Wieder immer so ein toller Bericht der Spaß auf mehr macht!

  3. Herrliche Bilder! Ich bin begeistert! Herzliche Grüße, Julie ♥

  4. Toller Bericht und wundervolle Aufnahmen dazu..macht Spaß!

    LG,Laura

  5. Tolle Sache so ein Türmchen :-))) Tolle Arbeit! Tolle Bilder und ein toller Bericht :-))) Wie gesagt…einfach TOLL *lol* :-))))

  6. Schöne Bilder von einem offensichtlich gelungenen Training. Frieda und ich vermissen Euch schon, hoffentlich klappt es bald mal wieder!

  7. Karola & Naima

    Hallo Anke,

    ich hoffe du hast deinen Helferjob gut hinter dich gebracht.

    Ich muss mich auf meine alten Tage mal mit facebook und co auseinandersetzen und hoffe ich checke es.
    Du hast eine super schöne Seite und hab auch schon wieder eine Trainingsidee gelesen. Weiter so 🙂

    Knuddel deine beiden

    Liebe Grüße Karola & Naima

    • Oh Karola *freu* hab gerade an dich gedacht 🙂
      Bin wieder gut zuhause angekommen!
      Freut mich, dass dir meine Seite gefällt! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder 😉
      LG Anke

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