Wet-Hundeführer-Contest

Gummistiefel oder nicht? Die allesentscheidende Frage des heutigen Trainings. Wohl dem, der sich dafür entschieden hatte. Ich gehörte natürlich nicht dazu. Warum auch? Das bisschen Regen…

Links ein Fluss, rechts ein Fluss, irgendwo vor uns wurde ein Weiher vermutet. André war von den Trainingsmöglichkeiten begeistert. Er wirkte ein bisschen wie ein kleines Kind in der Schokoladenfabrik. Links fiel aus – zuviel Strömung, wobei wir uns weniger Sorgen um unsere Hunde machten als um die Dummies. Rechts sah es viel freundlicher aus und schnell war eine passende Stelle gefunden.

Zuerst ging es frei bei Fuß den schmalen Grad am Wasser entlang bis nach hinten, wo ein Dummy ans gegenüberliegende Ufer geworfen wurde:

Vom Startpunkt aus gesehen:

Rechts davon fiel eine Verleitmarkierung mit Schuss – das Dummy war durch eine Schleppleine gesichert:

Nachdem wir eine ähnliche Situation neulich erst trainiert hatten, war die Vorgehensweise klar. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass Biscuit diesmal gleich die richtige Richtung nehmen würde, aber ein Fehlstart mußte dann doch sein. Sie war klar nach vorne auf die gegenüberliegende Markierung ausgerichtet, sah konzentriert in die richtige Richtung und bog dann bei „Apport“ trotzdem rechts ab – älläbätsch! Ich unterbrach den Ausflug mit „Nein!“ und rief sie freundlich zurück. Klappte wunderbar! Allerdings hatte sie danach das gewünschte Dummy nicht mehr auf dem Schirm. Merkfähigkeit ungenügend, ein weiterer Punkt auf der To-Do-Liste.

Blieb nur eins: voranschicken. Sie schwamm schön gerade rüber und suchte, gab jedoch leider zu schnell auf. Blöööhöööhöööd! Ich holte sie zurück und versuchte sie nochmal rüberzuschicken, aber sie glaubte mir nicht mehr. André rief Tamara mit Max dazu, die uns die Aufgabe nochmal „vorturnten“. Es hatte den gewünschten Effekt: Biscuit ging zielstrebig rüber und fand diesmal auch. Ich hatte fast den Eindruck, dass sie ein wenig angefressen war *DER hat da ein Dummy rausgeholt und ICH nicht – das geht ja mal gar net!*. Konkurrenz belebt das Geschäft ungemein.

Nach der Aufgabe wußte ich wieder, warum Gummistiefel auf jeden Fall angebracht gewesen wären. Wenn sich der Hund ein paar mal vor einem schüttelt und anschließend klitschnass am linken Bein sitzt, ist das doch eine recht klebrige Angelegenheit. Wenigstens das Wetter hatte ein Einsehen und der Regen ließ auf dem Weg zur nächsten Aufgabe nach.

Eine Einzelmarkierung mit Schuss, der Helfer stand nicht sichtig hinter einem Baum:

Stoppel-Matsch-Acker-Bewuchs

Hier gab´s nix zu meckern. Biscuit ging schnell raus, hatte die Fallstelle gut markiert und nutzte den Wind geschickt aus. Gefunden – aufnehmen – reinkommen. Yes!

Feines nasses Keksi!

Danach ging es Richtung Weiher und prompt setzte der Regen wieder ein. Wasser zu Wasser und Staub zu Staub, oder so ähnlich. Der ursprüngliche Plan beinhaltete einen Sprung über einen Schafszaun, den André vor dem Einstieg spannte. Man stand vor dem Einstieg, während das Dummy ins Wasser fiel:

Anschließend ging man vom Wasser weg zurück auf den Feldweg, wo man mit André ein Stück weiterging. Nach einigen Metern wurde mit Geräusch eine Markierung geworfen, die sofort geholt werden sollte.

Danach ging es auf dem Feldweg zurück, bis man auf Höhe des Wassereinstiegs stand. Von dort sollten die Hunde ins Wasser vorangeschickt werden.

Zuerst wollten wir Biscuit mit dem Zaun bekannt machen, was jedoch gründlich in die Hose ging. Biscuit ignorierte den Zaun und ist einfach drübergelatscht. Das Zauntraining wurde verschoben und die Höllenkonstruktion wieder abgebaut. Die Aufgabe begann recht vielversprechend, Fußarbeit ok, nicht eingesprungen, Markierung sauber gearbeitet. Das voranschicken war ebenfalls noch super, sie ist direkt raus und ins Wasser… aber dann…

Ein frecher Wassergeist hatte in der Zwischenzeit das Dummy ein Stück nach rechts abgetrieben und hinter dem Schilf versteckt. Na sowas! Keksi schwamm und suchte, fand nix und wollte zurückkommen.
„Stopp sie!“ *tüüüüüüt*
„Schick sie back“
*ääääääh, kannichdochnet*
„ok, dann hol sie zurück“
*tüt-tüt*.

Wir gingen gemeinsam mit Biscuit ans Wasser und versuchten mit allen Tricks, sie in die Nähe des Dummies zu bekommen:
Ball reingeworfen und holen lassen, nochmal geschickt – nix gefunden.
Ballwurf angetäuscht – nix gefunden.
Steinchen zum reinwerfen gesucht – nix gefunden. Merke: künftig immer eine Ladung Steinchen dabeihaben – man schleppt ja eh schon soviel rum, da kommt´s darauf auch nimmer an.

Biscuit mühte sich ab, kam aber ums verrecken nicht auf die Idee hinter dem Schilf auf der rechten Seite zu suchen. Danach war sie platt…

Letztendlich konnte das Dummy von einem Hund der Fortgeschrittenen doch noch gerettet werden. Biscuit fehlt in solchen Situationen einfach noch Erfahrung und Ausdauer, ein weiterer Punkt auf der schier endlosen To-Do-Liste.

Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem heutigen Wet-Hundeführer-Contest… äh.. Training. Wir bleiben dran!

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Kategorien: Training | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Wet-Hundeführer-Contest

  1. Sehr schöner Trainingsbericht! Das „Du-Du Männchen“ kenne ich 😉
    und das Problem mit der To-Do Liste auch…. Aber stell dir vor es würde alles klappen, wär doch langweilig.

    • Hihi, da ich den Dreh mit den Zeichnungen immer noch net raus hab, hat mir Photoscape weitergeholfen (wobei ich das Programm jetzt schon jahrelang verwende, aber noch nie die Männlein gefunden hab – wenns mal wieder länger dauert).

      Freu mich schon auf Samstag!

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