verwöhnt und verzogen…

…sind meine Mädels beide, das ist eine unumstößliche Tatsache. Beispiele dafür gibt es viele und die „Schuldigen“ variieren je nach Situation. Man könnte gut und gerne von einem „Familienprojekt“ sprechen und ich tröste mich manchmal damit, dass ich es nicht allein verbockt habe. Dabei hatten wir soooo viele gute Vorsätze!

„der Hund kommt nicht ins Bett“

Das ging nur solange gut, wie Klein-Mufflon noch nicht selbst das Bett erklimmen konnte. Die ersten Wochen schlief sie neben meinem Bett, kuschelte nachts mit meiner heraushängenden eingeschlafenen Hand und verzierte morgens in den Wachphasen den Bettrahmen mit ihren kleinen weißen Beißerchen. Eines abends fand ich unseren Welpen zufrieden in unserem Bett liegend – daneben meinen leicht dümmlich grinsenden Ehemann, der sich sofort verteidigte „Sie ist ganz allein hochgeklettert!“ Aaaaaaahja! „Also MIR macht das nix aus, wenn sie im Bett schläft!“ Soviel dazu…

„der zweite Hund darf nicht ins Bett!“

Dieser Vorsatz basierte hauptsächlich auf der Sorge, dass es zu eng werden könnte. Abgesehen davon wollten wir Muffin wenigstens nachts ihre Ruhe gönnen. Nach einem halben Jahr löste sich der Plan in Luft auf und auch Biscuit bekam ihren Platz im Wasserbett. Die beiden sind bei Bedarf erstaunlich platzsparend, mußten dazu aber das Kommando „rutsch!“ lernen. Weil, naja…

„der Hund darf auf´s Sofa, aber nur auf eine bestimmte Decke“

Seltsam, plötzlich lagen überall auf dem Sofa diese „bestimmten Decken“…

„der Hund bekommt nichts vom Tisch!“

Ich wollte partout keine bettelnden Hunde und bin anfangs wirklich konsequent gewesen – im Gegensatz zu allen anderen Familienmitgliedern/Freunden/Bekannten – sogar Arbeitskollegen! Wenn es darauf ankommt, kann ich die beiden ablegen damit sich niemand belästigt fühlt. Innerhalb der Familie habe ich jedoch das Motto „jeder ist seines Glückes Schmied bzw. seines Essens eigener Wächter“ ausgerufen, weil…

…meine Mutter darauf besteht, dass die Mädels nach dem Sonntags-Familienessen die leeren Eisschüsseln auslecken dürfen „Schauuuuuuuut mal, was die Oma für euch hat!“ (Augenroll)

…meine Schwiegermutter während des Essens ständig Leckerchen füttert „Och ihr armen! Anke, guck doch wie sie gucken, die haben doch Hunger!“
(lieber Schwiegertiger, das sind Labbis, die haben IMMER Hunger!)

…mein Onkel extra für die Hunde irgendwelche ominösen Wurstreste aus dem Kühlschrank zaubert und am Esstisch verfüttert „Die hätt ich eh nicht mehr gegessen!“ (einen halben Kringel Fleischwurst? Is klar!)

Die Inkonsequenz war ansteckend und in Verbindung mit einem Hirn voller blöder Ideen eine recht depperte Kombination. Ursprünglich wollte ich nur wissen, wie vorsichtig Muffin sein kann, wenn man sie von Mund zu Schnauze füttert. Salzstangen eignen sich dazu ganz hervorragend – einfach zwischen die Lippen klemmen und hoffen, dass man ohne gebrochene Nase oder Gehirnerschütterung davonkommt. Klappt! Die Idee entpuppte sich als Eigentor, als Muffin mir eines Tages unvermittelt ein M&M aus dem Mund lutschen wollte *isst du das noch?*. Sie hatte schon immer ein sehr einnehmendes Wesen, deshalb legte ich dieses Späßchen auf Eis…

…damit meine Schwester es für Biscuit wieder auftauen konnte. Was mit einem Mufflon klappt, muss schließlich mit dem Streberkeks erst recht gehen! Stimmt. Ich möchte anmerken, dass mein Schwesterherz seitdem keine einzige Salzstange mehr für sich alleine hatte. Ein besonderes Highlight bescherte uns vor kurzem meine 14jährige Nichte. Sie konnte es partout nicht lassen, Biscuit mit einem Fruchtbonbon zu ärgern. Immer wieder ließ sie den Bonbon neckisch zwischen den Lippen aufblitzen, um Biscuit daran schnüffeln zu lassen. Das Spiel wiederholte sich ein paar mal, bis plötzlich ein Aufschrei ertönte: „Ah! Neeeeeein, mein Bonbon, Biscuuuuuuuuuuuuit!“ Das dumme Gesicht meiner Nichte inkl. Biscuits Unschuldsblick – unbezahlbar!

Abgesehen von solchen Aussetzern sind meine Hunde wirklich gut erzogen… also meistens… manchmal… immer öfter, oder so…

Advertisements
Kategorien: das Leben und der andere Kram... | 2 Kommentare

Beitragsnavigation

2 Gedanken zu „verwöhnt und verzogen…

  1. Ja, ja, ja …… Daumen hoch …… genau soooooo ist es !!!! Und es ist überall sooo!!!! Auch wenn alle etwas anderes behaupten! *ups* ….. verplappert 😉

  2. Hihi, zu cool, Deine Schilderungen. So etwas wie mit den Salzstangen habe ich mit meiner noch nicht ausprobiert – und hoffe auch inständig, dass ich weiterhin widerstehen kann. Frieda ist so gar nicht zurückhaltend und vornehm, da kann ich mir schon lebhaft ausmalen, wie es demnächst bei unserer Nahrungsaufnahme zugehen würde.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: