Einweisen & Steadiness

Heute gab es nach langer Zeit mal wieder ein „privates“ Training mit Esther & Max. Wir begannen zuerst mit einer Übung zum Stopp-Pfiff, die wie folgt ablaufen sollte:

– der Helfer tut so, als würde er an einem Markierstab ein Dummy auslegen
– der HF schickt den Hund mit „Ok“ oder „Apport“ los
– Hund steuert den Markierstab an und sucht dort nach dem Dummy
– HF gibt Stopp-Pfiff; reagiert der Hund nicht, wird mit einem erneuten Pfiff gewartet, bis der Hund Blickkontakt zum HF aufnimmt
– Hund sitzt
– Helfer legt seitlich vom Hund ein Dummy aus
– HF schickt den Hund auf das ausgelegte Dummy

Biscuit kennt eine leicht abgewandelte Version der Übung aus meinem „unter-der-Woche-allein-wurschtel-Training“, mit Helfer hatte das allerdings nochmal eine ganz eigene Dynamik:

1. Versuch: Ich gab Biscuit mit „ok“ frei, woraufhin sie kurz zum Markierstab ging, danach aber sofort nach links zu Esther abdriftete. Da ich sie nur mit „ok“ freigegeben hatte, wußte sie nicht so recht was zu tun ist und der Markierstab war wohl nicht spannend genug. Ich pfiff sie zurück.

2. Versuch: Esther machte diesmal beim angeblichen Auslegen ein paar Geräusche, um die Stelle richtig spannend zu machen. Biscuit lief diesmal den Markierstab an, hörte aber nicht vernünftig hin und interpretierte den Stopp-Pfiff als Hier-Pfiff. Es gelang mir erst auf der Hälfte des Rückweges sie abzustoppen. Wir improvisierten und Esther legte schnell hinter Biscuit ein Dummy an den Stab. Ich schickte Biscuit „back“ und sie holte das ausgelegte Dummy.

3. Versuch: Als Biscuit am Stab ankam, überhörte sie zunächst meinen Pfiff und suchte. Ich wartete darauf, dass sie mit mir Kontakt aufnehmen würde, was auch recht schnell geschah. Beim ersten Blickkontakt sofort nochmal Pfiff und was tat Biscuit? Sie legte sich hin *Kopf-patsch*. Nachdem sie sich wieder aufgesetzt hatte, legte Esther links von ihr das Dummy aus und ich schickte Biscuit „rüber“.

4. Versuch: Alles verlief nach Plan, Biscuit hatte verstanden. Mit diesem Erfolgserlebnis beendeten wir die Übung.

Nächster Tagesordnungspunkt: Steadiness! Esther warf Markierungen, die Biscuit jedoch nicht holen durfte. Stattdessen drehte ich sie die ersten beiden male von der Markierung weg. Erst die dritte durfte sie holen. Bei der vierten ging es zunächst im Fuß auf das Dummy zu, zur Belohnung warf ich ihr einen Ball in die entgegengesetzte Richtung. Das hat sie wirklich klasse gemacht, sie hat sich immer schön mit mir gedreht und war mit dem Kopf die ganze Zeit bei mir. Daumen hoch, Keksi!

Bei der letzten Übung ging es ums Voranschicken. Wir trainierten auf zwei kürzlich abgemähten Wiesen, die leicht abschüssig verliefen und durch einen klaren Absatz getrennt waren. Auf der unteren Wiese steckten wir einen Markierstab schräg in den Boden, sodass er vom Startpunkt auf der oberen Wiese für den Hund nicht sichtbar war. Erst wenn der Hund den Absatz überlaufen hatte, konnte er den Stab sehen. Die Hunde haben das auslegen des Dummies am Markierstab nicht beobachtet. Sie sollten die ersten Meter blind vorangehen und erst nach der Hälte der Strecke die Hilfe durch den Markierstab erhalten:

Biscuit ging in gerader Linie raus und sah den Markierstab sogar erst wenige Meter vor dem Ziel. Perfekt! *freu im Kreis*

Es war ein schönes Training mit gut durchdachten Aufgaben. Esther und ich ergänzen uns sehr gut und ich freu mich schon auf´s nächste mal. Zu zweit ist es eben doch entspannter und individueller als im Gruppentraining. Wie so oft im Leben: die Mischung macht´s…

Mein ganz spezieller Dank geht heute allerdings an Ivonne, die mir in einem abendlichen Video-Telefonie-Lehrgang beigebracht hat wie man diese netten Grafiken erstellt. Da wird das Leben gleich viel bunter 😉

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Kategorien: Training | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Einweisen & Steadiness

  1. Mit Text sind die Grafiken gleich nochmal so gut! Und wer hätte gedacht, dass das so viel Spaß macht … die Sache mit dem Gimp 🙂
    Mir bringt das Training in einer kleinen Gruppe auch immer am meisten. Man ist einfach konzentrierter.

  2. Sabine

    Coole Grafiken, das möchte ich auch mal können 😉

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