die drei ???

Nein, es gab beim heutigen Gruppentraining keinen Kriminalfall zu lösen. Der Titel kam mir in den Sinn, als ich dieses Bild vom Handy auf den Schlepptop zog:

Sitzen drei ??? im Wald und denken sich „Häää???“. Genau SO sieht das aus – finde ich…

…und genau SO lief die erste Übung auch. Wir sollten die Hunde nebeneinander absetzen und dann einzeln abpfeifen. Klingt einfach, war es aber nicht. Biscuit fühlte sich bei den ersten zwei Versuchen mit jedem *tüt-tüt* angesprochen. Ich stand zwar mit deutlich erhobener „Bleib-Hand“ im Wald, aber Keksi schien das nicht wahrzunehmen. Sie glotzte wie Klein-Doofi in unsere Richtung und sauste bei Pfiff sofort zu mir. Ich verkürzte die Entfernung ein bisschen und siehe da – es hat Augen im Kopf! Brille? Fielmann… Beim dritten Versuch zuckte sie kurz, als der Golden neben ihr abgepfiffen wurde, pflanzte sich aber sofort wieder auf ihre vier Buchstaben. Braaaaaaaaav, geht doch!

Bei der zweiten Übung war ich seeeeeeehr gespannt, ob ich mit meiner Einschätzung richtig lag. Die Hunde wurden einzeln abgelegt, der Hundeführer ging außer Sicht und Hundi blieb allein im Wald zurück. Es wurden zwei Schüsse abgegeben, danach ging man wieder zum Hund zurück – wenn er denn noch dort lag wo man ihn zurückgelassen hatte. Hihi.

Ich legte Biscuit ab und entfernte mich aus ihrem Blickfeld. Mein Tipp: Sie würde sich aufsetzen, aber sie würde bleiben… Erster Schuss, kurzes Warten, nix. Ein kurzer Kontrollblick ergab, dass Biscuit nicht mehr lag, sondern saß – an Ort und Stelle wo ich sie zurückgelassen hatte. Zweiter Schuss, Warten, kein Keks in Sicht. Sie saß wie festgetackert und ich ging sie ruhig lobend abholen. Feines Mausi, Anke stolz!

Der Abhang auf diesem Bild war gleichzeit auch Dreh- und Angelpunkt der nächsten Übung. Dort wo Biscuit saß, wurde ein Markierstab aufgestellt und Dummies ausgelegt.

Die Hunde sollten dann von vier immer weiter entfernten Stellen dorthin vorangeschickt werden. Wir tasteten uns dabei schrittweise nach hinten, wobei der letzte Ausgangspunkt hinter einer Kuppe lag. Schluck!

Eine Aufgabe/Übung ganz nach meinem Geschmack! Allerdings orderte ich mir ein Helferlein zum nachlegen der Dummies am Markierstab. Ich wollte Biscuit keine Chance zum tauschen geben. Vorsicht ist die Mutter der Keksdose!

Start 1: kein Problem!

Start 2: ebenfalls kein Thema – wobei mir hier zum ersten mal bewusst wurde, wieeeee dämlich sich das anfühlt, wenn der Hund beim arbeiten außer Sicht ist…

Start 3: leichte Startverzögerung, weil ein paar Mountainbiker kreuzten, aber dann – kein Thema!

Start 4: DAS fühlte sich erst recht seltsam an, so hinter der Kuppe…

Nachdem Biscuit hinter der Kuppe verschwunden war, gingen wir schnell ein paar Schritte  nach oben um zu spionieren. Biscuit lief wie an der Schnur gezogen, tauchte am Abhang ab und kurz darauf mit Dummy wieder auf. JUBEL! Ich schwöööööör´s euch, ich war danach einen Meter größer!

Anschließend befragte ich das Helferlein, wie sich Biscuit am Markierstab verhalten habe und die Antwort freute mich noch mehr: „Wie am Schnürchen gearbeitet – am Stab Nase runter, gesucht, aufgenommen, zurückgepest! Blitzbiscuit sozusagen.“

Ich war zunächst unsicher, ob ich Biscuit beim ersten Teil der letzten Übung wirklich schicken sollte. Alle Teams standen nebeneinander in einer Line vor dem Bachlauf. André veranstaltete auf der anderen Seite ein Treiben, gab mehrere Schüsse ab und warf für jeden Hund ein Dummy ins Gelände. Die Hunde sollten nacheinander geschickt werden:

Biscuit und Wasser ist mitunter eine heikle Sache, daher packte ich den Leberwurst-Schnuller aus. Immer dann, wenn ein anderer Hund durch´s Wasser platschte, steckte ich die Leberwursttube in die braune Schnüt. Der Schnuller sollte verhindern, dass sie zu sehr hochfahren würde. Beim schlabbern hat man schließlich keine Zeit sich aufzuregen. Wer isst, sündigt nicht!

Mein Plan schien aufzugehen und ich schickte Biscuit doch noch. Es lag nur noch ein Dummy, was natürlich schon eine Gratwanderung war – wenn man bedenkt, wie schnell sie in letzter Zeit aufgegeben hat. Allerdings ist Biscuits körperliche Verfassung inzwischen wieder eine komplett andere. Es geht ihr einfach blendend! Die Suche war zuerst etwas zu großräumig, wurde aber schnell kleiner und innerhalb kürzester Zeit hatte sie das Dummy gefunden *JubelTrubelHeiterkeit*.

Es folgte der zweite Teil der Übung. Wir sollten die Hunde nochmals ins Suchengebiet schicken (dort lag nichts mehr) und sie dort ins Stopp pfeifen. Wenn die Hunde saßen, warf André ein Dummy an die Seite des Hundes, auf das die Hunde zur Belohnung geschickt werden sollten:

Das lief nicht ganz optimal. Biscuit reagierte nicht auf den ersten Pfiff, sondern brauchte noch einen weiteren. Gerade als sie sich setzen wollte, warf André das Dummy und Biscuit sprang sofort in die Richtung, bevor ich nur ansatzweise meinen Arm ausfahren konnte. Fand ich jedoch nicht so dramatisch, denn sie hatte gestoppt und die Belohnung kam prompt. Trotzdem werde ich im Training darauf achten, dass sie sich wirklich setzt, um Ruhe und Konzentration in die Übungen zu bekommen. Biscuit neigt mitunter eben doch leicht zum hirnlosen umherjagen.

Das Training heute war ein netter Kontrast zum letzten mal. Die Übungen fand ich rundrum gelungen und auf meinen kleinen Keks bin ich heute richtigrichtigrichtig stolz. Es ist eine Freude ihr zuzusehen. Keine Spur mehr von den gesundheitlichen Problemen der letzten Wochen – ich freu mich soooooooooooooo sehr, dass es ihr wieder gut geht!

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Kategorien: Training | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „die drei ???

  1. Eine Frage…. Wie schickst du sie in diese Suche? Mit Voran über das Wasser und dann… welches Kommando gibst du?

    Das Vorantraining find ich super klasse und genau wie du freue ich mich über die Power vom Kekschen… schön, dass sie wieder so fit ist.

    • Witzig, genau die Frage kam neulich auch bei Karin Kraus auf. Irgendwie scheiden sich da wohl die Geister. Rein theoretisch könnste auch mit „apport“ schicken, weil sie ja beim fliegen zugesehen haben.

      In dem Fall hab ich mit „such“ geschickt, weil das Suchengebiet gleich hinter dem Wasser begann – also nicht weit weg war. Wäre es weiter weg, würd ich wohl mit „voran“ schicken und am Suchengebiet ein verbales „such“ hinterherschicken.

      • Ah, dass hatt ich nicht gerafft…. hab gedacht er hätte nur geschossen und die Dummys hätten schon gelegen. Dann ists klar 🙂 Danke!

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