Anti-Schüttel-Training

Ein Punkt auf Biscuits endlos langer To-Do-Liste, den ich in den letzten Tagen angegangen bin. Was mir bisher dazu fehlte, war das geeignete Gewässer. Seen gibt es hier zwar zuhauf, aber jedes PLATSCH eines Dummies löst beim kleinen braunen Hund unweigerlich ein heftiges BRIZZEL aus. Ideal wäre deshalb ein schmales Flüsschen, an dem ich sie über das Wasser ans andere Ufer schicken kann. Es sollte trotzdem tief und breit genug sein, um Biscuit richtig einzuweichen. Wär ja sonst sinnlos.

Und so begab ich mich auf Erkundungstour und klapperte die Fließgewässer der Umgebung ab. Da wir hier in direkter Nähe zu zwei kleinen Flüssen wohnen, sollte das nicht sooooooo schwer sein. Denkste! Entweder ist das Ufer zu steil oder so dicht bewachsen, dass man erst gar nicht ans Wasser rankommt. An wenigen Stellen kommt man ran, aber die gegenüberliegende Seite ist ein Urwald. Ich dachte schon, ich werd nicht mehr…

…bis ich diese Stelle entdeckte:

Leider nicht ganz optimal, da in der Nähe eine Bundesstraße und außerdem mitten im inoffiziellen Hundeauslaufgebiet unseres Kaffs. Es braucht viel Glück, um dort nicht alle 5 Minuten gestört zu werden. Trotzdem besser als nix und ich hatte tatsächlich schon Glück!

Mit einem Dummy und einem Tennisball bewaffnet zog ich letzte Woche in die erste Anti-Schüttel-Schlacht. Der Plan: Biscuit sollte beim Ausstieg aus dem Wasser sofort durch leichtes Hochwerfen des Balls aufmerksam gemacht werden und in Anbetracht der Belohnung das Schütteln vergessen.

Der Ball hatte mir bereits beim Rückruf- und Anti-Tausch-Training gute Dienste geleistet. Allerdings hatte ich bei diesen Trainings nicht auf die korrekte Abgabe geachtet und ein Ausspucken des Dummies toleriert. Das fiel mir nun buchstäblich vor die Füße…

Biscuit verschwendete wie geplant keinen Gedanken ans Schütteln, spuckte mir jedoch angesichts des Balls das Dummy auf den Boden. Nicht gut. Neuer Plan: Ich übte zunächst nochmal die Abgabe an Land, d.h. Dummy festhalten obwohl Frauchen mit dem Ball wedelt. Bei Ausspucken des Dummies sagte ich ruhig aber bestimmt „Nein!“ und packte den Tennisball weg. Es gab verdammt viele „Nein!s“ in diesem Training. Nach dem ersten Erfolg beendete ich deshalb das Training sofort.

Einige Tage später überprüfte ich zunächst auf dem Trockenen den Stand der Dinge. Obwohl es beim letzten mal nicht danach aussah – Keksi hatte begriffen… kein einziges Dummy landete auf dem Boden und wir wagten uns ans kühle Nass. Die ersten beiden Versuche verliefen nicht ganz optimal, aber es wurde sehr schnell besser. Wie immer galt: wenn´s am schönsten ist, soll man aufhören. Der erste perfekte Apport war deshalb auch der Letzte.

Vorgestern wechselte ich zum trainieren an eine andere Stelle und wieder war ich verblüfft. Es lief super! Seht selbst:

Nächste geplante Schritte:

– die Entfernung zum Ufer vergrößern
– den Tennisball abbauen (sichtbar vor der Brust halten -> mit der Hand verdeckt vor der Brust halten -> nur noch die Hand vor der Brust halten, den Ball dann aus der Tasche holen -> variabel belohnen)
– das Gelernte an einem See mit weiter Schwimmstrecke überprüfen (allerdings mit vieeeeeeeeeeeeel Steadinessübungen im Vorfeld)

Tipp für Nachahmungs-Interessierte: für meine Mädels ist ein Ball wohl so ziemlich das geilste, was in diesem Universum existiert (von mir gewollt und seit Welpenbeinen gefördert), das gilt aber nicht für jeden Hund. Nehmt etwas, worauf eure Hunde richtig abfahren (Quietschies sind oft sehr beliebt).

Ausprobieren 😉

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Kategorien: Training, Videos | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Anti-Schüttel-Training

  1. Ja, so habe ich auch vor Kurzem angefangen, die Abgabe aus dem Wasser vernünftig aufzubauen. Bisher lief das bei uns immer noch so auf gut Glück. 🙂 Und: Es funktionier! Natürlich müssen wir auch die Distanzen noch ausbauen, aber das Friedrich vergisst vor lauter Freude über die Action das Schütteln oft genug ganz, bis es das nächste Mal ins Wasser geht.

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