Mufflon & Killerkeks bei den Working Mudpaws

Montag abend hatte ich endlich mal wieder die Zeit und Gelegenheit nach Hessen zu schippern und mit den Working Mudpaws zu trainieren. Zuerst waren Janina mit Baja und ich mit Biscuit an der Reihe und bekamen Instruktionen von Ivonne:

Geplant war ein Walk-Up quer über die Wiese, links von uns stand Jens als Helfer an einem Hochsitz, rechts von uns postierte sich Ivonne als Helfer neben einem Heuballen. Das Mufflönchen parkte ich solange bei Jens und Gizmo in der Nähe des Hochsitzes.

Wir walkten los und zuerst warf Jens eine Markierung an den Hochsitz. Ich schickte Biscuit los…

…und das Drama nahm seinen Lauf. Anstatt den Hochsitz anzupeilen, schwenkte sie um und rannte zu Gizmo und Muffin. Ich brüllte ein herzhaftes „Nein“. Biscuit begrüßte kurz Muffin, nahm die Nase runter und tauchte mit einem Dummy im Maul wieder auf. Es war eins der Dummies, die Jens zwischen Gizmo und Muffin gelagert hatte. Nach zwei Metern verlor sie das Dummy, wollte es wieder aufnehmen und kassierte von Jens ein „Aus!“ (der hatte mein „Nein“ noch deutlich im Ohr und ich hätte an seiner Stelle wahrscheinlich genauso reagiert).

Ok, ich rief Biscuit zurück und wir starteten einen neuen Versuch. Biscuit lief diesmal direkt zum Dummy, nahm es aber nicht auf und stand ratlos in der Wiese.

Stocksauer rief ich sie zurück und ging mit ihr den halben Weg in die Richtung und schickte sie wieder. Diesmal holte sie das Dummy, doch freudig sieht anders aus…

Eine Markierung in die entgegengesetzte Richtung arbeitete sie problemlos. In Richtung Hochsitz blockierte sie wieder, als ob ein Fluch darauf liegen würde. Biscuit hatte durch den missglückten Start nun tatsächlich ein Problem mit der Stelle (da kam das Sensibelchen in ihr durch). Wir hielten Kriegsrat und brachen den Walk-Up ab. Erstmal durchatmen…

…und ein Päuschen einlegen!

Muffin möpperte derweil in der Wartezone vor sich hin und war mit der Gesamtsituation äußerst unzufrieden!

*ich kann gar nicht hinsehen!*

*neeee, ey, das kann ich viel besser, ich will, ich will, ich wiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilllllllllllll!*

Sie jodelte in den höchsten Tönen und wurde deshalb zunächst wieder ins Auto verfrachtet. Wir wollten mit Biscuit den bösen Hochsitz nochmals angehen und ein singendes Background-Mufflon hätte die Sache nur erschwert.

Biscuit wurde direkt am Hochsitz abgesetzt und um sie herum großräumig drei Dummies verteilt. Ich stand ein paar Meter vor ihr und sollte den Suchenpfiff geben. Ich trällerte in mein Pfeifchen und Biscuit sah mich an als ob sie sagen wollte „Ich kenn das Geräusch, kann´s aber grad nicht zuordnen.“

Ich mußte mit einem verbalen „such-such“ nachhelfen, was mir unsere endlos lange To-Do-Liste in Erinnerung rief. Stand da nicht genau DIESE Übung drauf?!?! Seufz.

Nachdem ich das erste Dummy in der Tasche hatte, vergrößerten wir die Entfernung schrittweise und ich schickte Biscuit mit „voran“ bzw „back“ zum Hochsitz. Diesmal blockierte sie nicht mehr *freu* der Knoten war geplatzt, der Hochsitz hatte seinen Schrecken verloren.

Das seitliche Schicken klappte allerdings nur in eine Richtung. Rechtsrüber – ging. Aber linksrüber? Möööp! Doch Ivonne hatte gut aufgepasst und machte mir anschaulich klar, was für eine besch…. Körpersprache ich habe. Viel zu hektisch und ungenau.

Neuer Versuch…

*absetzen*

*Rüber!*

Biscuit ging diesmal richtig raus und mir entfleuchte ein „goooodieeee!“, woraufhin sie sich irritiert zu mir umdrehte. Mist, Anke, einfach mal die Klappe halten!

Zum Abschluss wollte ich Biscuit nochmal Voranschicken und prompt hatte Ivonne eine nette Idee parat: Wir simulieren eine Prüfungssituation! Richterin Ivonne stellte sich dicht neben mich und erklärte die Aufgabe: „Dort unten… blabla… auf mein Zeichen schicken Sie den Hund VORAN“ (hektischer Blick auf Biscuit, sie saß noch und ließ sich nicht irritieren, uff, grins). Ivonne ließ ihre Dummytasche neben sich ins Gras fallen und erteilte Freigabe. Mein anschließendes „Voran“ verwechselte Biscuit mit „scharf rechts abbiegen und die Dummytasche untersuchen“. Reeeeeeeeeingefallen!!!

Das war sicher nicht unsere beste Leistung in diesem Training, aber nach den Anfangsschwierigkeiten war ich trotzdem zufrieden mit Biscuit und konnte gute Tipps mitnehmen (danke Ivonne!).

Ich packte Keksi ins Auto und bereitete mich auf den Showdown vor: gemeinsames Training der C-Klasse (A = Anfänger, F = Fortgeschrittene, O = Open, C =Chaoooooooos)… Muffin & Hannes, die beiden schwarzen Spinner!

Konzentration!

auuuuuuuuus der Bahn, Mufflon auf Mission!

Ivonne hat ein sehr nettes Video gebastelt – unbedingt Lautprecher anmachen:

Muffelönchen hatte richtig viel Spaß in den Backen und hat wider Erwarten eine ganz gute Leistung abgeliefert. Abgesehen von Kleinigkeiten wie „back? kenn ich nicht!“, „Sitz-Pfiff? Ist eher ein Vorschlag als ein Kommando, oder?“ und „Jaaaaaa, voran, ich weiheeeeeeeeiß, bin dann schonmal weg!“. Ich kann´s ihr nicht übel nehmen, immerhin sind solche Trainings sehr selten geworden (scheiß Arthrose…). Sie ist und bleibt die Beste, mein Muffeloni *hach*…

Vielen Dank an Ivonne für die Tipps und an Jens für die schönen Bilder!

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Kategorien: Bilder, Working Mudpaws | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Mufflon & Killerkeks bei den Working Mudpaws

  1. Einfach nur schöööhöööön!!! 🙂

  2. Andrea & Hazel

    Was für ein Spaß und Grinsemuffin ist die Beste♥

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