aller guten Dinge sind 3

Was ist besser als 2 Labradussel?
3 Labradödel!


(v.l.n.r.: Muffin, Max, Biscuit)

Max erweiterte dieses Wochenende bereits zum dritten Mal unser Rudel und so langsam gewöhnt er sich daran. Damit meine ich hauptsächlich die dauerhafte Anwesenheit zweier potenzieller Spielkameraden. Ich kann mich noch gut an seinen ersten Kurzurlaub bei uns erinnern. Da ist er schier ausgeflippt vor Freude, sobald sich eine meiner Mädels bewegt hat *Yeah, du bist wach? Spielen?*. Er kam kaum zur Ruhe, konnte sein Glück nicht fassen und verstand nicht, warum hier keine Dauerparty stattfand.

Sein zweiter Besuch war eine grande Katastrophe! Er wurde gerade zu dieser Zeit von seinen Hormonen überwältigt und Biscuit muss gerochen haben wie ein Süßwarenladen. Schwierig, denn Max und Biscuit lieben sich sowieso schon immer heiß und innig. Wenn sie könnten, würden sie wohl heiraten. Deshalb kam es Biscuit überhaupt nicht in den Sinn, sich gegen das aufdringliche Getue zu wehren. Im Gegenteil. Sie streckte dem armen Kerl auch noch den Hintern ins Gesicht, das kleine Luder… Mir blieb nichts anderes übrig, als die beiden Turteltauben die meiste Zeit zu trennen.

Wie sehr die Hormone dem jungen Herrn das Gehirn vernebelten, konnte man an seinem Verhalten gegenüber Muffin erkennen. Muffin hatte Max gleich bei ihrem allerersten Treffen vor ca. einem Jahr klar gemacht, dass er in ihrer Gegenwart maximal atmen darf. Aber das bitte auch nur flach und nicht allzu laut. Auf jedweden Annäherungsversuch seinerseits steht die Todesstrafe. Gespielt wird nur, wenn SIE es wünscht. Ja, junge Rüden erziehen und notfalls auch vermöbeln ist eindeutig Muffins Hobby…

Innerhalb der Wohnung war Max für Muffin schlichtweg nicht existent und Max machte brav einen angemessenen Bogen um die Diva. Bis zu diesem Tag, an dem er so von seinen Hormonen überwältigt wurde, dass er sich vor sie stellte und sie mit hocherhobener Rute und allerfeinstem Rüdengehabe anjammerte *Ey Baby, wie wär´s mit uns beiden?“. Ich stand zufällig daneben und mein erster Gedanke war „Isser lebensmüde?“ dicht gefolgt von „gleich scheppert´s …“ Doch als Muffin die Lefzen hochzog, fiel es ihm sofort wieder ein. Erschrocken hüpfte er aus dem Stand zwei Meter rückwärts und beschwichtigte was das Zeug hielt. Ich mußte mir wirklich das Lachen verkneifen. Erstens: Muffin sieht (für mich) unglaublich süß aus, wenn sie droht (klingt blöd, ist aber so) und zweitens: Max sekundenschnelle Verwandlung von „Mr. Obercoolundunwiderstehlich“ in „Mr. Unsichtbar“ war filmreif!

Seitdem sind ein paar Monate vergangen und das Zusammenspiel hat sich bei diesem Besuch deutlich verändert. Max weiß inzwischen, dass es keinen Grund gibt bei jeder Bewegung hochzuschießen. Ab und an schnäbelt er mit Biscuit, doch im großen und ganzen hält sich auch das in Grenzen. Er scheint begriffen zu haben, dass der Alltag in einem Mehrhundehaushalt im Grunde sterbenslangweilig ist. Am erstaunlichsten ist jedoch Muffins Verhalten. Wo sie ihn sonst gemieden hat wie die Pest und keinesfalls mit ihm in einem Zimmer sein wollte, hat sie sich diesmal freiwillig zu ihm auf´s Sofa gelegt und ganz entspannt auf dem Rücken gepennt.

Wer hätte das gedacht? Willkommen in der Familie, Max – bis zum nächsten Mal!

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Kategorien: das Leben und der andere Kram... | Hinterlasse einen Kommentar

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