zum abgewöhnen

Ich hatte mich gestern nachmittag spontan einem Training mit Sandra Hellmig angeschlossen. Irgendwo auf dem Weg dorthin müssen Aliens meinen Keks entführt und einer Gehirnwäsche unterzogen haben. Es wurde ein Training zum abgewöhnen. Sandra hatte sich nette und lösbare Aufgaben ausgedacht und gab auch gute Tipps, aber das nützt leider nix, wenn der Hund phasenweise die Arbeit verweigert.

1. Ein Einzel-Walk-Up, es fällt ein Schuss, Hund wird in die Suche geschickt: Biscuit hat beim ersten mal getauscht, danach nicht mehr. Bis dahin noch alles wie immer…

2. Hund absetzen und weggehen, Markierung fällt, Hund zuerst abrufen, dann auf die Markierung schicken: Hier ging´s los. Abrufen war kein Thema, auf die Markierung schicken auch nicht, aber dann! Biscuit ging ins Fallgebiet, schnüffelte hier und da, ignorierte die Dummies und pinkelte. Sie nahm das Dummy doch noch auf, kam zurück und preschte damit 2m an mir vorbei. Hallo? Jemand zuhause?

3. Walk-Up mit Einzelmarkierungen: Das ging relativ gut, Steadiness war super (sie blieb sogar sitzen während der 9 Monate junge Labrador ihr sein Dummy schenken wollte), Marking auch, diesmal kein Geschnüffel. Freudig reinkommen sieht allerdings anders aus.

4. Voranschicken auf die Mark-Stelle von 2: Wir hatten den F-Hunden vorher dabei zugesehen, wie von dort Dummies geholt wurden. Trotzdem ging Biscuit nicht komplett durch, sondern stolperte zweimal über ein Taschentuch, dass sie mir bringen wollte. Ich lief mit ihr den Weg hin- und zurück, schickte nochmal, diesmal ging sie.

5. Voranschicken auf das Suchengebiet von 1: Ähnlich wie bei der vorherigen Aufgabe, nur dass Keksi diesmal nicht durch ein Taschentuch ausgebremst wurde, sondern durch irgendwas anderes. Schnüffel-schnüffel-pinkel. Oh man. Ich lief die Strecke mit ihr gemeinsam und danach klappte es auch.

6. Ein laaaaaaaaaaaaanges Voran: Die Hunde durften beim Auslegen der Dummies zusehen, anschließend drehten wir uns um und liefen zunächst die Hälfte der Strecke weg, um die Hunde von dort voranzuschicken. Hier blitzte kurz mein Keks durch. Raus, aufnehmen, rein. Der Supergau kam erst bei der vollen Strecke. Sie ging und ging und ging und stoppte plötzlich kurz vor dem Ziel. Kurz vor´m Scheißhaus zamgebrochen. Erstaunlicherweise ließ sie sich von mir doch noch weiterpushen und kam am Ziel an. Suchenpfiff – und Biscuit suchte. Alles mögliche. Nur scheinbar kein Dummy. Ich ging ein Stück näher um nachzusehen, was sie dort tat. Schnüffeln, pinkeln, dumm gucken. Es war ein hartes Stück und viel Laufarbeit für mich, um die Aufgabe zuende zu bringen.

7. Markierung, anschließend auf dieselbe Stelle voranschicken: Bei der Markierung ging Biscuit viel zu weit und verschwand zunächst im Gebüsch, Sandra mußte helfen. Ich hab keine Ahnung, ob Biscuit da nur schlecht markiert hatte oder wieder auf Schnüffeltour gehen wollte – befürchte allerdings letzteres. Das erste voran nahm Biscuit nicht an, sondern ging zu weit nach rechts. Ich brach ab, holte sie zurück und setzte sie neu an. Diesmal fehlerfrei.

Tja. Nachdem es die letzten Wochen richtig gut gelaufen ist, bin ich nach diesem Training natürlich ordentlich frustriert. Laut Sandra ist Biscuit eine richtig tolle Arbeitshündin mit sehr guten Anlagen – aber ihre Prioritäten lagen gestern definitiv nicht bei den Dummies und der Zusammenarbeit mit mir.

Die 1 Mio. Euro-Frage: War es einfach ein mieser Tag? Liegt es an der unmittelbar bevorstehenden Läufigkeit? Oder sind mir gestern all die kleinen Fehler der Vergangenheit in geballter Ladung vor die Füße gefallen? Wir werden sehen.

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Kategorien: Training | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „zum abgewöhnen

  1. Ach Anke… *drück*. Bevorstehende Läufigkeit kann sicher einen Null-Bock-Tag begründen, laß dich davon nicht runterziehen! Es gibt andere, die können sich definitiv nicht mit einer solchen Begründung trösten… *pfeif*

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