immer wieder sonntags

Nach dem verpatzten Freitagstraining hatte ich mich für Sonntag mit Esther verabredet. Im Gepäck hatte ich ein Sammelsurium an Trainingsideen und einige Zweifel ob alles klappen würde. Mein Vertrauen in Biscuit hat doch sehr gelitten und so gern ich den Totalausfall von Freitag auf die Hormone schieben würde – sie ist noch nicht läufig…

Wir starteten mit einer Übung zum Memory-Mark. Biscuit merkt sich Fallstellen nur schlecht, deshalb diesmal gezieltes Gedächtnistraining nach Lehrbuch. Wir suchten uns ein einfaches Gelände (abgemähte Wiese) mit einer Geländeauffälligkeit (hohes Gras mit einem kleinen Baum an der Ecke):

1. Biscuit durfte die Markierung zunächst direkt arbeiten.

2. Nachdem die Markierung gefallen war, gingen wir vor dem Apport ein paar Meter nach hinten weg und wieder an den ursprünglichen Standort zurück.

3. Nachdem die Markierung gefallen war, ging es einige Meter nach hinten weg und Biscuit wurde vom neuen Standpunkt geschickt.

Alle drei Apporte klappten anstandslos und punktgenau. Ich habe speziell darauf geachtet, dass ich Biscuit die nötigen Sekunden Zeit lasse, um sich 1. vor dem wegdrehen das Gesamtbild einzuprägen und 2. sich vor dem schicken konzentrieren und wieder erinnern zu können. Darauf muss ich auch in Zukunft vermehrt aufpassen, denn ich schicke sie oft zu früh und zu hektisch.

KEKS-PAUSE (Biscuit kam in die Wartezone, während ich Helfer für Esther & Max war und dem Muffelönchen ein paar mal einen Tennisball versteckte)

Esther hatte während der Pause an einem Markierstab ein Dummy ausgelegt, woraus sich die nächste Übung für Biscuit ergab:

Zunächst fiel die Markierung an die altbekannte Stelle, dann schickte ich Biscuit auf den Markierstab voran, anschließend wurde die Markierung geholt. Auf Anhieb fehlerfrei! Ich war wirklich erstaunt, wie gut das geklappt hatte. Biscuit hatte den Markierstab erst kurz vor dem Ziel gesehen, d.h. sie ist die komplette Strecke blind vorangegangen. Das ist doch mal ein kleines Freuerchen wert *ggg*.

Wir nutzten den Markierstab anschließend für eine Stopp-Pfiff-Übung. Esther tat so, als würde sie etwas auslegen und ging im 90°Winkel nach rechts weg. Ich schickte Biscuit mit „apport“ zum Markierstab und gab dort den Stopp-Pfiff. Nachdem Biscuit saß, legte Esther bei sich ein Dummy aus und schickte Biscuit nach rechts. Leider reagierte Biscuit erst auf den zweiten Pfiff, d.h. der Stopp-Pfiff funzt noch nicht richtig wenn sie der Meinung ist, sie wüßte es besser.

KEKS-PAUSE

Die nächste Übung war ein Voran über mehrere Geländeübergänge:

Biscuit hatte von S1 beim auslegen des ersten Dummies zugesehen, die Dummies für S2 und S3 wurden von Esther unbemerkt nachgelegt. Wir arbeiteten uns schrittweise nach hinten und Biscuit hat alle drei Stationen problemlos absolviert. Fein gemacht!

Zum Abschluss mußte ich ganz dringend noch meine neueste Errungenschaft testen: ein Rabbit-Dummy! Liebevoll auch „Flitsche-Dummy“ genannt, weil es so nett über den Boden flitscht. Zuerst gab es eine Trockenübung, d.h. Biscut saß bei Fuß und sah dem Dummy beim wegflitschen zu. Zur Belohnung gab´s einen Tennisball in die entgegengesetzte Richtung. Weil das prima geklappt hat, bauten wir das Rabbit-Dummy als Verleitung ein:

Esther ließ den Hasen nach rechts weghoppeln und warf nach links eine Markierung an unser Bäumchen. Problem? Nö! Biscuits Hals wurde zwar beim Rabbit-Dummy gefühlte 10cm länger, aber die Markierung arbeitete sie anstandslos. Jetzt war ich fast ein bisschen begeistert ♥

Fazit: geht doch! Bis auf den Stopp-Pfiff gab es keine Patzer. Kein Geschnüffel, tolle Fußarbeit, alle Richtungen und Kommandos auf Anhieb angenommen, freudiges rausgehen und reinkommen, gehorsam von der Nase bis zur Schwanzspitze. Ok, wenn man realistisch ist, war das Gelände schnüffeltechnisch natürlich lange nicht so interessant wie das am Freitag, da hier bei uns wesentlich weniger Hunde unterwegs und somit weniger Pinkelstellen vorhanden sind (was wiederum für die Läufigkeits-These spricht). Trotzdem – die Aufmunterung hab ich gebraucht *leicht aufatmet*.

Sie ist eben ein Keks und keine Maschine – und das ist gut so ♥

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Kategorien: Training | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „immer wieder sonntags

  1. Karola Hofmann

    Liest sich gut euer SO Training und denk dran Kekse krümmeln und so war´s vielleicht dann am Fr beim Training.
    Sind wir nicht alle ein bisschen “ Dummy“ ???
    Karola ;-))))

  2. So ein Rabbit – Dummy ist schon was feines für mein Hund ! 😉 .. Seitdem gibt es keine Probleme mehr mit überheblichem hinterhergerenne hinter realen Kanninchen. 😀

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