Chaoten-Training

Geplant war für letzten Samstag eigentlich nur ein kleines Trainingstreffen mit Esther/Max, Sarah/Frieda und mir/Biscuit, doch unverhofft schlossen sich auch noch Carolin/Llynja und Jens/Gizmo an. Zwecks Übersichtlichkeit und Planung erstellte ich bei Facebook eine Veranstaltung mit dem Namen „Chaoten-Training“. Was anderes kam bei diesem Teilnehmerkreis gar nicht in Frage. Und ich sollte Recht behalten…

Es zeichnete sich schon am Vormittag ab, als mein Handy klingelte. Jens hatte seine Camera vergessen und bat mich darum, meine mitzubringen. Ja, is klar, weil meine 0815-Digicam ein adäquater Ersatz für seine DSLR sein würde. Aber gut, immer noch besser als nix. Ich packte zusätzlich noch die Videocamera und das Stativ ein, vielleicht könnte man damit eher was anfangen.

Am Treffpunkt wurde ausgeklügelt, wer was wie ins Gelände schleppen würde, denn Kaffe & Kuchen sowie ein kleiner Campingtisch durften nicht fehlen. Sarah wurde die Verantwortung für den leckeren Pfirsich-Mandel-Kuchen übertragen, den Esther gebacken hatte. Sie packte den Griff der Tortenhaube und marschierte los. Ein entsetzter Schrei hallte über die Wiesen. Die Haube war nicht richtig verschlossen und der Boden samt Kuchen baumelte lose durch die Prärie. Interessant, wie schnell alle herbeistürmten um den Kuchen zu retten. Sowas nennt man Prioritäten setzen. Jawoll!

Mit vereinten Kräften – und zum großen Bedauern der anwesenden Hunde – wurde der Kuchen gesichert und der Chaoten-Trupp peilte einen nahegelegenen Wald an. Schnell war die erste Aufgabe ausgetüftelt. Im 2er-Walk-Up ging es diesen Waldweg entlang:

  • Team 1 warf auf dem Weg nach hinten insgesamt vier Dummies in den Wald rechts vom Weg, drehte um und kam zurück.
  • Team 2 suchte die von Team 1 ausgeworfenen Dummies auf dem Weg nach hinten und warf auf dem Rückweg selbst vier Dummies aus.
  • Team 1 marschierte los um die von Team 2 ausgeworfenen Dummies zu suchen.

Alle Klarheiten beseitigt?

Da Llynnie inzwischen auch läufig ist, bildeten Carolin und ich mit unseren Hormonellas das Team 1. Biscuit war zwar die gesamte Zeit steady und blieb auch auf meiner Höhe, aber schöne und saubere Fußarbeit sieht definitiv anders aus. Keksi lief näher an Carolins rechtem Bein, als an meinem linken. Zu Belohnung für die Steadiness und das nicht-nach-den-geworfenen-Dummies-geiern, durften beide eine Markierung arbeiten die auf dem Rückweg in die andere Waldseite fiel. Biscuit konnte es nicht so recht glauben, als ich „apport“ sagte und sah mich erstmal dämlich an bevor sie rausging. Markierung gut, Abgabe schwer daneben. Biscuit drückte mir das Dummy in die Hand und widmete sich umgehend der Kumpeline Llynnie *Hey, schön dich zu sehen, endlich kann ich mal Hallo sagen (wedel-Labbinase-an-Flatnase-drück-wedel).* Weiber!

Sarah und Jens bildeten Team 2 und suchten zunächst unsere Dummies, um auf dem Rückweg wieder welche auszuwerfen. Die ganze Aktion dauerte nichtmal 9 Minuten – super gemacht! Nein, ich habe nicht gestoppt. Aber gefilmt. Dazu später mehr.

Nun waren wir mit suchen an der Reihe. Dummy nummero uno war von Llynnie schnell eingesammelt. Danach war´s vorbei mit der Herrlichkeit. Wir vermuteten das zweite Dummy an einer dicht „bebrombeerten“ Stelle und ich schickte den Keks in die Schlacht. Laut Videoaufzeichnung war Biscuit knapp 4 Minuten in den Brombeeren und Brennesseln unterwegs, bis ich sie zurückholte. Gefunden hatte sie zwar nichts, aber sie hatte sooooooo schön gesucht und das Ekelgelände super angenommen. Sie hat inzwischen den Dreh raus und schlüpft einfach unter den Brombeerschlingen durch. Sieht von außen total easy aus. Damit sie nach der Ackerei nicht leer ausging, bekam sie eine Markierung geworfen. Dummy Nr. 3 und 4 hatten wir dann etwas schneller drin. Nr. 2 fehlte jedoch immer noch. Wie sich herausstellte, lag es doch in der Nähe der Brombeeren. Und zwar ausgerechnet an der Stelle, an der Biscuit nicht gewesen war. Shit happens.

Wir gönnten uns eine Kaffee- und Kuchen-Pause, bevor wir auf eine Wiese umsiedelten (das Panoramabild wurde aus mehreren Fotos zusammengebastelt, besser hab ich es leider nicht hinbekommen…)

In der kleinen Baumgruppe links im Bild wurden für jeden Hund zwei Dummies ausgelegt. Startpunkt war rechts am Waldrand. Dort passierte zuerst etwas spannendes (Rabbitdummy bzw. Markierung), bevor die Hunde umgedreht und auf die Baumgruppe vorangeschickt wurden.

1. Durchgang -> mit Rabbitdummy

„Hase“ rennt am Waldrand, umdrehen + zur Baumgruppe voranschicken. Das Flitschedummy war erwartungsgemäß kein Problem für Biscuit, auch das wegdrehen nicht – aber das voranschicken. Biscuit hing sich 2x auf, bevor ich – dank Carolin – endlich mein Gehirn einschaltete. Biscuit hatte weder beim auslegen zugesehen (hat stattdessen beobachtet wie ich mit dem Rabbitdummy zum Waldrand ging), noch gab es eine Führerfährte oder einen Vertrauensweg/-punkt. Viel zu schwer für unseren jetzigen Trainingsstand. Vollblind auf die Entfernung – äh-äh *Kopfschüttel*. Wir schickten ein Helferlein in die Baumgruppe, um ein Geräusch zu machen. Sozusagen ein „bequaktes“ Blind. Es hatte den gewünschten Effekt – Biscuit ging schnurstracks. Interessant war der Rückweg: man konnte auf die lange Entfernung zusehen, wie das Dummy mit jedem Hüpfer ein Stück weiter aus dem Maul wanderte *hüpf-rutsch-hüpf-rutsch*. Bei der Abgabe hatte sie es gerade noch tapfer am Zipfel zwischen den Zähnen klemmen.

2. Durchgang -> mit Markierung

Mark fällt am Waldrand, umdrehen + zur Baumgruppe voranschicken, anschließend Mark holen. Ich gab Biscuit einige Sekunden Zeit sich die Fallstelle der Markierung einzuprägen, bevor ich sie zur Baumgruppe ausrichtete. Diesmal hatte sich schon ein Helferlein versteckt und quakte auf mein Zeichen. Keine Ahnung ob das beim zweiten Durchgang noch nötig war, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen. Mit Geräusch war es jedenfalls kein Problem und auch das Halten auf dem Rückweg war viel besser! Abgabe, ins Fuß, umdrehen. Ich konzentrierte sie auf die Markierung und *apport*. Biscuit sah mich dumm an *echt jetzt?* und ging dann. Punktgenau. Super gemacht! *freu*

Zum Abschluss gab es noch einen Walk-Up. Wir bewegten uns von der Baumgruppe weg nach rechts Richtung Waldrand. In der Baumgruppe lag für jeden Hund ein Dummy aus. Die Hunde wurden dann abwechselnd auf die vor uns fallenden Markierungen oder mit voran in die Baumgruppe geschickt, bis jeder ein Mark und ein Voran gearbeitet hatte. Bei der Markierung sah mich Biscuit wieder erst ungläubig an bevor sie rausging. Das ist wohl ein Ergebnis dessen, dass sie im Training selten eine Markierung direkt arbeiten darf. Aber ich denke, DAS haben wir schnell wieder raus.

Vom Walk-Up gibt´s sogar ein paar Bilderchen:

mein Hund und seine Nase *Augenroll*

Landeklappen ausfahren…

Der Walk-Up lief (hihi) wirklich super. Keiner eingesprungen, alle gut markiert, alle super vorangegangen. Ein schöner Abschluss eines tollen Trainings.

Fankurve

Wir packten die Hunde ins Auto und gönnten uns den zweiten Kaffee und den inzwischen eingetroffenen Apfelkuchen:

Apfelkuchen-Bäckerin, Geräusch-für-Keksi-Macherin und Fankurven-Beauftragte: Daniela mit Justus ♥

Vielleicht fragt ihr euch, was aus den Videos geworden ist? Nun, das war MEIN Chaoten-Beitrag. Von der Waldaufgabe gibt es mehrere Videos, allesamt sehr lang und gähnend langweilig. Von den anderen Aufgaben gibt es keine Videos, weil zunächst die Speicherkarte voll war. Es waren noch Videos von unserem Tag der fränkisch-hessischen Einheit – braucht keiner mehr – also löschen. Bis ich allerdings mit löschen fertig war … war der Akku leer. Möööööp.

Merke für´s nächste mal: leere Speicherkarte und voller Akku – nicht andersrum!

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Kategorien: Training | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Chaoten-Training

  1. Schöner Bericht. War wieder mal ein sehr nettes Training, auch wenns recht kalt war und ich nach Molchs Auftritt beim FlitzeVoran wirklich säuerlich-frustriert war.

  2. Naja, das er zu ihnen rennt, aber nicht zum Signalorangenen Spaziergänger auf der anderen Seite.

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