Prinzessin Hormonella vonundzu „Sitzt-im-Wald“

Trainer-Zitat: „Ich finde man sieht ihr solche Tage schon am Blick an.“
Ja, da is was dran…

Ich hatte es im letzten Training schon festgestellt. Biscuit ist momentan übersensibel und heute war sie zusätzlich auch noch ein bisschen neben der Spur. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätten wir statt Gruppentraining eine friedliche Siesta gehalten. Oder was gegessen. Noch besser: erst essen, dann schlafen, dann wieder essen…

Da kam ihr die erste Aufgabe sehr entgegen. Es wurden je zwei Hunde schräg nebeneinander abgesetzt, links uns rechts von ihnen befanden sich zwei Markierfähnchen. An den Fahnen stand je ein Helfer, der mit Geräusch ein Dummy auslegte. Die HF standen den Hunden gegenüber und es sollte immer jeweils ein Hund geschickt werden – der andere sollte sitzenbleiben.

Alle Fotos aus HF-Sicht:

1

links:

1links

rechts:

1rechts

Sitzenbleiben? Ja, das kann sie. Ausdauernd. Biscuit saß auf der höheren Position 1 und bewegte sich keinen Millimeter, als der andere Hund geschickt wurde. Braaaaaaaves Mädchen! Leider blieb sie auch sitzen, als ich sie nach links schicken wollte. Ähm, ja *Kopfkratz*

Der Helfer machte auf meinen Wunsch nochmal ein Geräusch und diesmal ging Biscuit auch. Dumm nur, dass das Dummy direkt zu den Füßen des Helfers lag. Biscuit weigert sich partout ein Dummy zu nehmen, wenn der Helfer direkt daneben steht. Neuer Versuch, Helfer sollte ein paar Schritte zurückgehen. „Rüber!“ … Biscuit blieb sitzen. Noch ein Geräusch, wieder „Rüber!“. Biscuit blockiert immer noch. Diesmal griff André ein und warf eine Markierung ans Fähnchen. „Rüber!“ Knoten geplatzt, Keks geht. Nach rechts klappte es auf Anhieb, da die Helferin dort von vornherein nicht so nah am Dummy stand.

Nachdem das Keksl nun endlich begriffen hatte und sich sicher war, dass keine Waldwurze sie angreifen und fressen würden, besann sie sich auf ihre „alten“ Qualitäten: einmal einspringen musste sein…

Die nächste Aufgabe hatte ich zwar auch geknipst, aber mit einer Grafik ist es verständlicher. Den Wald und die Bäume denkt euch bitte dazu, ich war heute einfach zu faul zum pinseln. Die Hunde wurden abgesetzt und dann entweder back geschickt, hergepfiffen oder hergepfiffen-gestoppt-links/rechts geschickt. Die Dummies lagen an Markierfähnchen und zusätzlich stand bei jedem Dummy ein Helfer in der Nähe, der ein Geräusch machte bzw. das Dummy sicherte, falls der Hund falsch lief:

2

Zuerst wurde an allen drei Stellen ge-brrrrt, danach sollte ich Biscuit einmal komplett zu mir pfeifen. Kein Thema. Ich setzte sie danach wieder an die Ausgangsposition und sollte sie back schicken. Das bedurfte allerdings wieder einiger Überredungskunst bis das Dummy drin war. Im letzten Durchgang war das linke Dummy unser Ziel. Hierpfiff – Keks rannte los. Stopppfiff – Keks bremste. Mit dem Bremsweg hatte ich mich etwas verrechnet (Biscuit fährt wohl noch mit Sommerreifen…) und das „Rüber“ wurde nur zögerlich angenommen, doch auch dieses Dummy bekamen wir irgendwie rein.

Zum Abschluss gab es noch einen Walk-Up. Biscuit war unangeleint und machte auch keine Anstalten einzuspringen. Meine persönliche Herausforderung war die Markierung, die hinter die Line fiel. Zuerst warf ein Helfer eine Markierung vor die Line. Kurz nachdem das Dummy gefallen war, warf André ein Dummy über uns nach rechts hinten. Das ging so fix, dass für ein umdrehen absolut keine Zeit war. Also ging ich schnell einen Schritt zur Seite, damit Biscuit den Kopf drehen konnte und freie Sicht hatte. Der Plan ging auf. Bis wir jedoch an der Reihe waren vergingen noch einige Minuten, da das vordere Dummy zuerst geholt werden sollte. Genug Zeit für mich, um die Fallstelle wieder zu vergessen *schäm*. Biscuit hatte sie noch einigermaßen auf der Platte, war aber durch Zuschauer abgelenkt und von mir natürlich auch nicht korrekt ausgerichtet. Da ich keine Frage-Stunde daraus machen wollte, holte ich sie relativ zügig wieder rein und die Markierung wurde nochmal geworfen. Bis auf die Tatsache, dass man ihr beim laufen die Schuhe Pfoten besohlen konnte, hat sie diese auch schön gearbeitet.

Dafür, dass sie das Training tapfer durchgestanden hat, gab es zuhause eine Runde extra-Sofa-kuscheln. Ganz uneigennützig natürlich

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Kategorien: Training | Hinterlasse einen Kommentar

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