das kleine Einmaleins

Hauptthema des letzten Gruppentrainings 2012: Einweisen. Olé!

Während wir Teilnehmer uns auf dem Parkplatz noch unterhielten, hatte André bereits fleißig Dummies für die erste Aufgabe ausgelegt. Wir sollten den Hund auf dem Weg voranschicken, auf Höhe eines Baumstumpfes stoppen und dann mittels Suchenpfiff links im Graben suchen lassen.

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Wohl dem, der den richtigen Baumstumpf im Sinn hatte (gell, Doris?) und wohl dem, der seinen Hund überhaupt bis nach hinten brachte (gell, Anke?). Meine ersten beiden Versuche entwickelten eine (für mich) vollkommen erstaunliche Eigendynamik. Biscuit ging voran und driftete viel zu früh links in den Wald.

2

André holte mich aus meinem Mittagsschlaf: „Stopp, hol sie zurück“.
Ich: „achja…“ *tüt-tüt*
Biscuit: *rüssel-such*
Ich: *wunder*
André: „zu späääät“
Biscuit kam mit einem Dummy zurück…
Ich: „wo hat sie DAS denn her????“

Das Spielchen trieben wir gleich zweimal hintereinander. Nachdem die beiden (falschen) Dummies abgegrast waren, ging Biscuit bis zum eigentlichen Ziel. Der Stopp-Pfiff klappte gerade so, der Suchenpfiff gar nicht. Keks wieder zurückgeholt, nochmal neu angesetzt. Diesmal kam ich nicht zum stoppen, da Biscuit von selbst sofort nach links in den Graben ging – Suchenpfiff – gefunden.

Bei der zweiten Aufgabe offenbarte sich, warum da noch andere Dummies auslagen. Wir sollten die Hunde an vier verschiedenen Stellen absetzen, weggehen und dann nach links/rechts schicken.

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Hier musste André helfen, da Biscuit sonst morgen noch dort sitzen würde. „Ich weiß nicht, was du von mir willst… ich mach mal lieber gar nix.“ Da kann das Keksi nix dafür, da ich zugegebenermaßen in den letzten Wochen ganzdollvielfaul war *räusper*. Dabei ist doch gerade das einweisen reine Fleißarbeit…

Ein nettes Gimmick am Rande: André hatte beim helfen ein Dummy aufgehoben und wieder zurückgelegt -> direkt neben ein anderes Dummy. Da ich es gesehen hatte, reagierte ich sofort mit Hierpfiff und André stellte erfreut fest, dass Biscuit nicht getauscht hatte. Dafür tat sie es an der nächsten Station *älläbätsch*. Typischer Fall von „hätt er mal lieber nix gesagt“.

Für Aufgabe 3 warf André erneut Dummies nach links in den Wald. Anschließend gingen wir nach rechts durch den Waldstreifen und auf die Wiese dahinter. Von dort sollten die Hunde vorangeschickt werden. Vorher fand jedoch vor dem Weg noch ein kleines Treiben statt:

4

Keine Ahnung warum, aber Biscuit braucht immer zwei Versuche. Beim ersten mal hängte sie sich vor dem Weg auf, wo das Treiben stattgefunden hatte. Ich holte sie mit etwas Mühe wieder zurück und setzte neu an: perfekt. Warum nicht gleich so, Fräulein Keks?

Aufgabe 4 war ein Walk-Up über diese Wiese:

5

Heute wieder mit am Start: der Dummylauncher! Der erste Schuss ging völlig in die Hose, denn es hatten weder die Hunde noch die Frauchen markiert. Obwohl ich es von Biscuit nicht genau sagen kann, da ich gerade die Kollision mit einem Monstergrasbüschel ausbalancierte. Sicher war nur: ICH hatte NIX mitgeschnitten. Letztendlich schickten wir André zum Apport. Hat er fein gemacht!

Die nächste Markierung hatte Biscuit gut beobachtet und wurde geschickt. Sie hatte die Entfernung trotz fehlender Orientierungspunkte zunächst gut abgeschätzt, blieb allerdings nicht lange genug im Fallbereich und benötigte Hilfe. Meine Herren, was hat mich diese Wiese in 2012 schon Nerven gekostet…

Im übrigen ist Biscuit 1x eingesprungen. Allerdings nicht beim Schuss/der Markierung, sondern als das Launcherdummy zum Schützen zurückgeworfen wurde *ich geh mal schnell gucken, bin gleich wieder da*. Manchmal ist sie echt ein Doofkeks :kopf:

Die letzte Aufgabe war wieder eine Einweise-Übung. Es wurden drei Markierstäbe über die Wiese verteilt und Dummies ausgelegt. Die Hunde wurden aus unterschiedlichen Positionen voran/links/rechts/back geschickt. Biscuit machte kurzerhand aus dem „rüber“ ein „back“ und hatte damit auch noch Erfolg. Irgendwie erinnerte mich das heute ein bisschen an die guten alten Zeiten mit meinem Besserwisser-Mufflon. Dafür stellte sie das „voran“ nicht in Frage. Good Girl!

Zum Abschluss wurden zwei Markierstäbe in einer Linie aufgestellt. An Stab 1 wurden fix ein paar Fallstellen produziert, danach sollten die Hunde an Stab 1 vorbei auf Stab 2 geschickt werden:

6

Kommt der Hund bei S1 ins stolpern: Stopp + back. Soweit die Theorie.
Kommt der Keks bei S1 ins stolpern…
Anke: *tüüüt*
Biscuit: *rüsselrüssel, da muss doch was sein*
Anke: *tüüüüüüüüt*
Biscuit: *ich riech es doch, rüssel*
Anke: *TÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜT*
Biscuit: *mir is als hätt ich ein Pfeifen im Ohr*
Anke: *verbaler Gefühlsausbruch + TÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜT*
:kabumm:
Biscuit: *oh, huch, die meint das ernst* sitzt…
Anke: „back!“
Biscuit: *wohin?* sitzt…

Wir schickten den Sohn einer Trainingskollegin zu S2 um nochmal ein Geräusch zu machen. Motiviert rannte er an Biscuit vorbei, die brav sitzenblieb. Steadiness am Kind -> klappt! Sein Geräusch interessierte sie allerdings nicht, also mußte André nochmal gehen. Der Rest war Formsache.

Damit endet das Trainingsjahr 2012. Rückblickend sind das Keksi und ich ein gutes Stück vorwärts gekommen. Was Anfang des Jahres noch undenkbar wirkte, ist inzwischen Routine. Dafür tun sich neue Baustellen auf. Momentan habe ich eher das Gefühl, dass wir uns zurückentwickeln und gar nicht weiterkommen. Mit unserer derzeitigen Form würden wir bei jedem WT sang und klanglos untergehen. Trotzdem kein Grund sich zu ärgern. Ich bin froh, dass wir trotz Biscuits Krankheit dieses Hobby überhaupt noch gemeinsam ausüben können ♥

Mein Vorsatz für 2013: Back to Basic, d.h. alle Pfiffe und die Fußarbeit wieder einzeln und sauber aufarbeiten. Zusätzlich regelmäßig links/rechts/back schicken. Da ich leider oft sehr unorganisiert bin, habe ich mir heute kleine Trainings-Erinnerungs-Kärtchen gebastelt, die ab sofort zum Einsatz kommen. Der Plan: vor jedem Spaziergang wird eine Karte gezogen und zunächst 5 Minuten der jeweilige Punkt trainiert, bevor es losgeht. Ob ich das durchhalte? Nunja… der Geist ist willig… der Rest wird sich zeigen :thankub:

In diesem Sinne wünsche ich all meinen Freunden, Bekannten und Lesern einen guten Rutsch in ein gesundes und glückliches neues Jahr!
:ny063:

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Kategorien: Training | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „das kleine Einmaleins

  1. Liebe Anke,

    zu aller erst möchte ich euch einen guten Rutsch wünschen und für das neue Jahr, Glück, Gesundheit und „Suchen-Glück“!
    Es war schön an euren Erlebnissen teilzuhaben und ich freue mich schon auf die Berichte und Geschichten des kommenden Jahres. Sicher schaffen wir auch in 2013 gemeinsame Aktivitäten *freu*…
    Nun zu deinen Vorsätzen:
    Das Gefühl sich zurück zu entwickeln ist ein „normaler“ Prozess. Es liegt daran, dass im Training, wie selbstverständlich, die einzelnen Bausteine zusammengesetzt werden, die einzeln schon „ganz gut“ klappen.
    Aus „ganz gut“ wird in der Summe dann oft ein „naja – könnte besser sein“. Oft ist es hilfreich beim Zusammenfügen nur an einer Schraube zu drehen. Bei Fiene verkürze ich dann meist wieder die Entfernungen.
    Die Idee mit den Karten find ich super und bin gespannt wie die Umsetzung klappt.

    Viele liebe Grüße von
    … mir und der Schwarznasengang Cosma, Hannes und Fiene

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