Stopp-Pfiff

Da Biscuit die Übersensibelchen-Phase hinter sich hat, haben wir uns heute dem Stopp-Pfiff-Training gewidmet. Der Grundaufbau lief bei Biscuit und Muffin wie folgt ab:

1. Schritt – noch ohne Sitz:
– wenn der Hund vor einem herläuft -> Stopp-Pfiff (meine beiden kannten den Pfiff bis dahin noch gar nicht, haben sich aber netürlich über den Pfiff gewundert und automatisch fragend nach mir umgesehen)
– wenn der Hund sich zu einem umdreht (und wenns nur ansatzweise ist!) -> sofort einen Ball (oder Spielzeug) neben oder hinter den Hund werfen (man kann dem Hund den Ball auch zuwerfen); dadurch wird verhindert, dass der Hund auf einen zuläuft

Wenn man das ein paar mal macht, wird der Hund in der Regel sehr schnell kapieren worum es geht und auf den Pfiff herumwirbeln und erwartungsvoll an Ort und Stelle auf den Ball warten. Dann geht es weiter…

2. Schritt – mit Sitz:
– wie bei 1. nur verlangt man jetzt vor dem Ballwurf ein „Sitz“ (ich habe dazu immer Laut- und Handzeichen gegeben, später nur noch Handzeichen)
sobald der Poppes den Boden berührt -> Freigabe „ok“ oder „lauf“ oder was auch immer man nach einem Kommando sagt + Ballwurf hinter/neben/zum Hund; statt der Freigabe kann man auch den Clicker nehmen, denn ein Click ist (in der Regel) eine Freigabe (so mach ich es: click + Ball fliegt)
– wenn das gut funzt, kann man mit dem Wurf auch mal länger warten oder hingehen und belohnen

Ob man beim stoppen ein Sitz verlangt oder nicht, hängt vom Hund ab und ist wohl auch ein bisschen eine Glaubensfrage.

Bei Muffin war damals die Ballschleuder sehr hilfreich, weil sich Muffin mit einer schier endlosen Kopflosigkeit richtig nett verarschen lässt. Sobald man einen Wurf nur ansatzweise antäuscht ist Muffin schon über alle Berge *renn, hopps, vielleicht erwisch ich den Ball noch im Flug*. Obwohl sie jetzt – nach 6 Jahren – scheinbar doch langsam dahinter kommt:

Mit Biscuit geht das (leider) gar nicht. Egal wie sehr ich mich anstrenge, sie weiß sofort ob da was geflogen ist oder nicht. Somit fällt diese spielerische Stopp-Übung bei ihr komplett weg. Sehr schade, da ich sie ohne Hilfe im Freilauf kaum von mir wegbekomme (jaaaa, ich weiß: Luxusproblem). Deshalb sind wir heute mit Helferlein einen Schritt weitergegangen. Biscuit sollte lernen, dass sich das stoppen auch auf dem Weg zu einer Markierung lohnt.

Der erste Versuch ging (erwartungsgemäß) in die Hose und mein Pfiff wurde gekonnt überhört. Das Helferlein nahm schnell das Dummy weg und Biscuit mußte einsehen, dass sie mit Ungehorsam keinen Erfolg hat. Nachdem diese Erfahrung abgehakt war, hat sie brav gestoppt:

Sie durfte zwischendurch auch einige Markierungen arbeiten, damit sie nicht irgendwann das fragen anfängt. Wir haben die Übung später nochmal an einer anderen Stelle wiederholt und es klappte tadellos. Anke happy!!! Nun heißt es für die Zukunft: Entfernungen steigern.

Hab ich eigentlich erwähnt, dass Muffin in Verbindung mit Dummy niemalsnicht stoppt? Eigentlich hatte ich das Thema abgehakt, aber jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt. Man muss doch auch ein Mufflon vor dem Dummy stoppen können?!? Auf die paar grauen Haare kommt´s jetzt auch nicht mehr an. Ich werde berichten…

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Kategorien: Training, Videos | Hinterlasse einen Kommentar

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