Bye-bye Hormonella!

Da es hier recht ruhig zugeht, kann ich ausführlicher vom gestrigen Tag berichten. Punkt 8.30 Uhr stand ich in der Tierklinik auf der Matte und um kurz nach 9 Uhr war Biscuit mit der Schnute an meinem Hals entschlummert. Ich könnte schwören, sie hat vorher noch einen rosa Elefanten vorbeifliegen sehen und musste sofort an das HD/ED-Röntgen in der Uniklinik Gießen denken. Damals (hilfe, das ist auch schon wieder zwei Jahre her!) betrat ein Pferd den OP – just in dem Moment, als die Narkose zu wirken begann. Das muss für Biscuit ein echt übler Film gewesen sein

Das Warten begann. Biscuit sollte unter Beobachtung bleiben, bis sie wieder normale Körpertemperatur hatte und sicher auf den Beinen war. „Gegen 15 Uhr können Sie mal anrufen und sich erkundigen.“ 15 Uhr??? Örghs. Egal, ich war mir 100%ig sicher, dass alles gut gehen würde. Hätte ich (bzw. mein Bauch) daran nur den kleinsten Zweifel gehabt, hätte ich den Termin abgesagt.

Zwischendurch war ich mit Muffin spazieren und musste feststellen: 4 Pfoten sind definitiv 4 zu wenig

Natürlich hab ich es nicht bis 15 Uhr ausgehalten…
14.30 Uhr: „Sie hat alles gut überstanden, allerdings ist die Temperatur noch zu niedrig. Melden Sie sich um 17 Uhr nochmal.“ Klar doch, Geduld ist meine Stärke…
16.30 Uhr: „Sie ist soweit fit, Sie können sie demnächst abholen kommen.“
Demnächst? War doch sicher nur ein Codewort für SOFORT!

Kurzes Gespräch mit dem Arzt, alles tutti gewesen (Blutwerte top, OP wie aus dem Lehrbuch), Anke mit den Füßen scharrt. Is ja alles gut und schön, aber WO! IST! MEIN! KEKS!? „Ich lass sie Ihnen bringen.“ Na ich bitte darum, aber bissl zackig. Die Tür öffnete sich und ein mit Plastik bekragter Keks wankte herein. Freudige Begrüßung auf beiden Seiten, Medikamente geschnappt und nix wie weg. Wobei sich unsere „Flucht“ aus der Klinik recht schwierig gestaltete.

Dong (Kragen gegen Tür), Dotz (Kragen gegen Wand), Ccccccchrrrrrrrr (Kragen schleift am Boden), Menschen standen im Weg („Vorsicht, Hund schert aus…. Danke.“), Cccccccccccchhhhrrrr (Kragen schleift wieder). Ich übernahm das Steuer und klemmte behelfsmäßig einen Finger unter den oberen Kragenrand.

Zuhause tauschten wir den ollen Kragen gegen sexy Body und Biscuit verschlief den restlichen Tag. Die Nacht war ruhig und heute sah die Welt schon ein bisschen besser aus. Es erstaunt mich immer wieder, wie pflegeleicht mein Schokobaby ist. Sie hasst den Body wie die Pest. Trotzdem kommt sie freiwillig zum anziehen, sobald ich ihn in die Hand nehme. Sie ist so brav! Womit hab ich dieses Seelchen nur verdient?

Inzwischen liegt sie in den Wachphasen schon wieder strategisch ungünstig im Weg und feilt an ihrer vorwurfsvollen Mimik.

6


!!!!!!!!!!!

Morgen nachmittag geht´s zur Wundkontrolle

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Kategorien: Gesundheit | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Bye-bye Hormonella!

  1. Sieh’s mal so: Braveheart-Keksi ist der Ausgleich für’s Kamikaze-Muffelchen :-). Ich krieg noch ’n paar graue Haare mehr, wenn ich nur an den „Fenster-Sprung“ denke… *ächz*.

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