Geschichten aus der Gruft …äh… Vergangenheit!

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Sommer 2008: Ein wunderschöner sonniger Sommertag! Genau richtig, um das Hundchen ein paar Runden schwimmen zu lassen!

Auf geht´s! Hab ich auch alles?

Handtuch – ins Bad renn – jo!
(Muffin folgt mir und überlegt angestrengt, was die Olle vorhat)

Leckerchen – in der Küche rumkram – jepp!
(Muffin springt begeistert an mir hoch)

Wasserspielzeug – in der Schublade wühl – anwesend!
(Muffin begreift worum es geht und kreiselt sich in Ekstase)

Dann kann´s ja losgehen! Raus zur Tür und ab zum Auto *ööhmm* wo ist denn jetzt der Autoschlüssel? Vor der Haustür stehend stelle ich fest, dass ich auch den Wohnungsschlüssel vergessen hab…

*DingDong* Muffin steht neben mir und motzt mich an, was da so lange dauert?!?!? Mein Göga öffnet die Tür und begrüßt mich mit den Worten „Ihr wart aber schnell“. Haha – sehr witzig. Ich schnapp mir schnell meine Schlüssel und gehe nochmal kurz in mich, was ich noch vergessen haben könnte. Letztendlich wandert noch eine Flasche Wasser zu meinem Gepäck. Das Mufflon hat jetzt langsam die Faxen dicke und jammert in den höchsten Tönen…. jaaaaaa ich komm ja schooooon!

Nächster Tagesordnungspunkt – Hund und Gepäck verstauen. Im Seat Arosa nimmt das Mufflon auf dem Rücksitz platz. Hierbei treten meistens die gleichen Schwierigkeiten auf:

Das Monster geht auf Kommando begeistert zum Auto – will aber nicht einsteigen. Ich öffne die Tür – klappe den Sitz vor – und mache eine einladende Geste. Was macht das Mufflon? Es schaut mich blöd von der Seite an. Wir diskutieren die Sache jedes Mal aufs neue aus (nein, sie hat keine Angst vor´m Autofahren – sie will nur ohne Leckerchen nicht einsteigen).

„Muffin einsteigen!“ Sie bewegt sich ein Stückchen weiter Richtung Auto…
„Na was is?“ Ich werde dumm angeschaut, prüfende Blicke suchen das Leckerchen…
„Ich hab nix!“ Muffin setzt die Vorderpfoten in den Fußraum – das Hinterteil lässt sie vorsichtshalber mal draußen stehen…

Ich hülle mich in Schweigen. Muffin dreht den Kopf nach hinten um mich anzusehen und wartet auf das Bestechungs-Leckerchen, aber es kommt nix! Sie entschließt sich, auch das Hinterteil reinzuholen und steht im Fußraum. Stolz schaut sie mich an… und schaut…. und schaut… aber es kommt wieder nix. Sauerei!

Probeweise werden nun die Vorderpfoten auf den Sitz gestellt – wir machen Fortschritte! Das Hinterteil ist jedoch weiterhin etwas träge und verbleibt im Fußraum. Wieder wird das Kopf gedreht „Ich mach das SOOOO toll, warum krieg ich nix?“ „Weil du ein sturer Esel bist! Los hoch jetzt!“ Endlich wird auch der Hintern auf den Sitz bequemt. Geht doch!

So ein Hund will ja sicher befördert werden – also heißt es anschnallen! Ich beuge mich über mein Fellknäuel und versuche an den Gurt zu kommen *fummel*. Muffin boykottiert das ganze, indem sie irgendwie immer im Weg sitzt. Ich beuge mich nach links – Mufflon ebenfalls. Ich beuge mich nach rechts – und hab schon wieder Fell im Gesicht *seufz*. Ich versuche es nochmal auf der anderen Seite. Blöde Idee! Der Hummel macht das Spielchen Spaß und ich ernte einen herzhaften Schlabberer – genau auf die Brille *uuuäääh*

Blind taste ich weiter und schaffe es dann doch, die Kröte anzuhängen!

Bevor es weitergehen kann muss ich notgedrungen meine Brille vom Hundesabber befreien. Brillenträger unter euch kennen das vielleicht: wenn man versucht, mit einem durchgeschwitzten T-Shirt seine Brille zu putzen *schmier*. Wie Sie sehen, sehen Sie nix!

Endlich am See! Schnell den leicht ungeduldigen Wöff vom Geschirr und dem Gurt befreit und ab die Post. Bis ich alle Utensilien aus dem Auto gekramt habe, ist Muffin schon dreimal im See und wieder draußen. Elegant tanzt sie um mich herum und schüttelt sich aus Leibeskräften.

Das Spielzeug fliegt- der Hund platscht freudig hinterher. Muffin kommt zurück, schmeißt mir freudig das Spielzeug vor die Füße und wartet bebend auf eine Reaktion. Ich bücke mich und sehe aus den Augenwinkeln, dass sie zum Sprung ansetzt. Schnell versuche ich, meinen Kopf aus der Gefahrenzone zu bekommen. Aussichtlos. Muffin´s Dickschädel knallt ungebremst gegen meinen Unterkiefer.

*rrrrrruuuuuuuuuuummmmmms*!!!!!

Ich spüre meine Zähne aufeinanderknallen und meinen Kopf vibirieren. Das Gehirn gibt sofort den Befehl ab „Kopfschmerzen einleiten!“ Als ich schwankend darum bemüht bin, nicht ohnmächtig zu werden, fällt mir ein was ich vergessen habe: mein Handy!!!! Eine Weile später verflüchtigen sich die Sternchen vor meinen Augen und ich kann wieder etwas sehen. Glücklicherweise ist nichts weiter passiert.

Die Moral von der Geschicht?
Vergiss das doofe Handy nicht!
Denn willst du mit dem Hund rausgehen – kann Unerwartetes geschehen!

 
Muffin
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gedüngtes Mufflon

Es war einmal… irgendwann im Jahr 2008, strahlender Sonnenschein.

Ich hatte mich – wie fast jeden Tag – mit meiner Freundin Susi und deren Rüden Boni zum Spaziergang verabredet. Boni war tatsächlich ein Hund, der sich nie freiwillig dreckig machte oder in ekligen Sachen wälzte. Sozusagen das genaue Gegenteil von Muffin.

Susi sammelte mich und das Mufflon ein und wir fuhren gemeinsam in die tiefste fränkische Pampa, um uns einen netten Spazierweg auszusuchen. Über eine Stunde schritten wir unbehelligt unseres Weges durch Wiesen und Felder, bis einige Meter vor uns ein rieeeesiger Misthaufen erschien

„Oh-oh!“, dachte ich bei mir. Muffin hob sofort den Rüssel und steuerte schnurstracks auf den Misthaufen zu. Ähem. Susi – die das Mufflon schon von Welpenbeinen an kennt – stieß sofort eine Drohung aus: „Wenn sie sich DA rein legt, lauft ihr heim!“ Ich begann sofort, sämtliche Register zu ziehen. Mein Gehampel und Geflöte kam jedoch gegen diesen betörenden Duft in keinster Weise an. Hilfe! Schnell die Beine in die Hand genommen und dem Mufflon hinterher. Kurz bevor sie sich mit Schmackes in den Haufen werfen konnte, erwischte ich sie am Halsband. Ich leinte das Monster schnell an und zog sie mit all meiner Kraft von dort weg. Da half auch alles Gezappel und Gemaule nichts. Gedüngter Hund stand an diesem Tag nicht auf meiner Wunschliste…

Gerade noch gerettet! Wie liefen ein gutes Stück weiter, bevor ich meinen Schlabrador-Dreck-River wieder von der Leine ließ. Susi und ich waren bereits wieder in hochwichtige Gespräche vertieft, als Muffin plötzlich verschwunden war. Hö? Vor einer Minute ist sie doch noch hier rumgewuselt? Ein unguter Geruch drang in meine Nase und sofort beäugte ich kritisch die Felder der Umgebung. Da!!! Auf dem Feld direkt vor uns! Vier schwarze Pfoten, die genüsslich Richtung Himmel gestreckt wurden.

Volltreffer! Muffin lag mitten in einem frisch geodelten Feld und wälzte sich, was das Zeug hielt. Susi hatte es zwischenzeitlich auch entdeckt und traute ihren Augen kaum. Gaaaanz langsam drehte sie den Kopf in meine Richtung und das blanke Entsetzen quoll aus ihren Augen!!!

Doch Muffin hatte sich gerade erst warmgelaufen. Im Jauche-Himmel angekommen schlug sie mehrere Purzelbäume, hoppste beschwingt wieder auf um kurz darauf über die Schulter nochmal in die Scheiße zu rollen. Hilflos stand ich da und dachte mir „jetzt ist´s ja eh schon egal“. Nachdem der schwarze Mistkäfer bereits den zweiten Kuhfladen gefressen hatte, wurde allerdings auch mir ein bisschen schlecht

Immer wenn ich dachte „jetzt hat sie endlich genug“ schmiss sich Muffin nochmal rein…. und nochmal… und noch eine Rolle… und noch ein lecker Kuhfladen. Wir waren sprachlos. Boni stand entspannt am Wegesrand und sah dem jungen Gemüse in angemessener Entfernung bei ihren Aktivitäten zu. Ich überlegte krampfhaft, wie ich die Situation noch retten könnte… aussichtslos. Susi fand ihre Stimme wieder und presste ein „Muffin….grrrr“ raus.

Da standen wir nun. Da mein Höllenhund keinerlei Anstalten machte mit der Wälzerei aufzuhören, schlug ich vor weiterzugehen. Ein vernichtender Seitenblick traf mich, gefolgt von einem „hmmm“. Wir ließen das Bild des Schreckens hinter uns und latschten schweigend vor uns hin. Kurz darauf kam mein frisch gedüngter Hund angeflitzt und schloss mit einem breiten Grinsen in der Fresse zu uns auf.

Ich schwöre – ich habe Muffin selten SO glücklich gesehen. Sie machte einen regelrecht beseelten Eindruck. Als sie sich zu guter Letzt auch noch glücklich an Bonis Seite schmiss und damit Susi einen Schrei des Entsetzens entlockte, war es um uns geschehen → Lachflash!

Auf dem Rückweg zum Auto waren wir peinlich darauf bedacht, dem Mufflon nicht zu nahe zu kommen. Ihr „Eau-de-Kuhstall“ sollte sie schön für sich behalten. Nur Boni war begeistert von Muffins tollem Parfüm und schnuffelte sie von oben bis unten ab.

Als wir das Auto erreicht hatten, machte ich mich auf eine längere Wanderung gefasst. Doch Susi hatte Mitleid. Kurzerhand wurde Muffin in einen Hundemantel gekleidet und bekam ein Handtuch um den Kopf gewickelt. Osama-bin-Mufflon. Hübsch verpackt wurde sie in den Kofferraum verladen und wir fuhren mit offenen Fenstern Richtung Heimat.

Daheim angekommen stand ich etwas verzweifelt in unserem Hof. Am liebsten hätte ich das Stinktier dort angebunden und vergessen, was mein Problem aber nicht gelöst hätte. Schweren Herzens nahm ich sie an die Leine und schlängelte mich mit ihr durchs Treppenhaus in die Wohnung *nuuuuuuur nicht die Wand berühren*. In der Wohnung angekommen führte ich sie auf direktem Weg ins Bad, stellte sie in die Dusche und schloss die Tür – vorerst von außen

Tief durchatmen – Luft anhalten – und los! Ich entfernte zuerst Handtuch und Mantel und schloss schnell die Tür, um erstmal die Klamotten einzuweichen. Muffin wartete solange in der Dusche. Der glückliche Gesichtsausdruck wich blankem Entsetzen. Wasser aus der Leitung? BÄH!!!. Aber Strafe muss sein. Sie wurde mehrere Male einshampooniert und durfte die Dusche nach geschlagenen 45 Minuten wieder verlassen.

Heute wissen wir: stinkender Hund – glücklicher Hund!!!
Und: echte Freundschaften überstehen alles…

Susi & Muffin im Juni 2012

Susi & Muffin im Juni 2012

 

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Mufflon on Ice

Zur Abwechslung mal wieder eine alte Mufflon-Geschichte:

02.01.2009: Es geht doch nichts über eine gute Abendplanung!

17.30 Uhr: Ich beschließe, meinen Onkel auf einen Kaffee zu besuchen um ein gesundes neues Jahr zu wünschen. Da er im 2km entfernten Nebenkaff wohnt, kann man das schön mit einem Spaziergang verbinden.

17.45 Uhr: Das Hinlaufen würde zu lange dauern, also den Göttergatten als Taxi gechartert.

17.46 Uhr: Wir sind kurz vorm Ziel – Mufflon weiß das – im Kofferraum beginnt das Konzert (Härry fährt mal wieder nicht schnell genug).

17.48 Uhr: Mufflon stürzt ins Haus und freut sich ein zweites Loch in den Hintern.

17.50 Uhr: Meinem Onkel fällt ein, dass er noch Hähnchenbrust übrig hat und mein Hund schon wieder auffallend hungrig aussieht. Sogleich wird das Hähnchen aus dem Kühlschrank geholt und in mundgerechte Stücke zerteilt.

17.55 Uhr: Die Hähnchenbrust ist bereits häppchenweise im Magen meines armen verhungerten Mufflons verschwunden.

17.56 – 18.40 Uhr: Muffin gibt ihr bestes, um meinem Onkel noch etwas Fressbares aus den Rippen zu leiern. Brav sitzt sie neben ihm und himmelt ihn mit großen Kulleraugen an.

18.41 Uhr: Es wird Zeit für den Rückweg. Ich beginne, meine Winterzwiebelschichten anzulegen. Mufflon beachtet mich nicht. Mein Onkel zaubert ein Stück Käse und eine Scheibe Blutwurst aus dem Kühlschrank.

18.45 Uhr: „Muffin, wir gehen heim“  – keine Reaktion – „Muffin, los jetzt!“ – kein Anschluss unter dieser Nummer…

18.46 Uhr: Ich brummle meinem Onkel etwas über erkaufte Liebe zu, nehme Muffin an die Leine und gehe Richtung Tür. Muffin bleibt sitzen. Die Leine spannt sich. Muffin sitzt immer noch. Ich gehe stur weiter und ziehe Muffin auf dem Hintern rutschend hinter mit her.

18.50 Uhr: Ich habe es geschafft, das Haus mit meinem Hund zu verlassen. Wir machen uns auf den Heimweg. Muffin hat Zeeeeeeeeeeeit *schnüffel hier, rüssel da*.

19.00 Uhr: Wir sind 50 Meter weit gekommen, das nenn ich mal einen neuen Rekord.

19.10 Uhr: Ich hab die Faxen dick und laufe stur meinen Weg. Irgendwann rafft es auch der sturste Hund. Wir kommen tatsächlich vorwärts!

19.45 Uhr: Wir kommen endlich auf der Wiese neben unserem Hof an.

Das Chaos nimmt seinen Lauf. Muffin hat ein neues Hobby – Eislaufen!!! Die Wiesen bei uns sind oft überschwemmt und da es die letzten Tage so bitterkalt war, ist die Wiese eine einzige Eisfläche.

Muffin (inzwischen abgeleint) steuert sofort auf das Eis zu und kaum berühren die Pfoten das Eis bekommt sie sofort einen Flitz. Mit heller Begeisterung rauscht sie über die Eisfläche und jeder Eiskunstläufer würde vor Neid erblassen. Für einen Grobmotoriker macht sie das richtig gut!

Das sieht nach Spaß aus. Mein Größenwahn nimmt Anlauf und schliddert mit mir über die Wiese. Mufflon sieht mich rutschen und steigert sich in unbändige Begeisterung. Der Flitz nimmt an Intensität zu und wir lernen folgendes:

Kommt ein Mufflon auf einer Eisfläche in vollem Karacho auf dich zu – lass dir Flügel wachsen! Ich hatte leider auf die Schnelle kein RedBull zur Hand und kam natürlich rutschenderweise nicht wirklich vom Fleck. Auch Muffin mußte feststellen, dass man auf Eis schlecht ausweichen kann und rauschte mit wehenden Fahnen in meine Beine.

Ungerecht wie die Welt nunmal ist, machte ich kurz „Uff“ gefolgt von einem „flutsch“ und landete unsanft, während Mufflon ungerührt weiterschlidderte und am Ende der Eisfläche wieder Gras unter die Füße bekam.

20.34 Uhr: Ich sitze hier und schreibe diese Zeilen. Meine Hüfte schmerzt ein wenig, ist wahrscheinlich morgen blau. Muffin schnarcht zufrieden in ihrem Körbchen und träumt von einer Eislaufkarriere.

Ich liebe sie trotzdem…. oder gerade deswegen?

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Es war einmal…

…am 04.08.2010:

Wir schreiben den 20. Tag nach Biscuits Einzug und der Killerkeks hat das jagen entdeckt. Was soll ich groß drumrumreden? Sie hat eine Kuh erlegt! seufz…

Wie kam es dazu?

Alles begann mit einem Streit… Biscuit hatte sich gestern gar fürchterlich mit dem kleinen braunen Labbi in der Wolle, der in unserem Spiegel wohnt. Anschleichen, lauern, Angriff! Wütendes Bellen und Knurren! Ein Schauspiel! Gewinner des Duells noch nicht ermittelt ^^

Erster Knacks der Welpenpsyche!

Doch damit nicht genug! Gegen Abend besuchten wir eine Freundin und deren Pferd. Welpi soll schließlich auch die großen gefährlichen Tiere dieser Welt entdecken. Das Pferd interessierte das Kekschen aber gar nicht! Die Hofkatzen waren viel spannender! Vor allem die beiden jungen Kätzchen hatten es ihr angetan. Während sich das Pferd auf der Koppel bemühte, einen guten Eindruck zu hinterlassen, forderte Biscuit die Kätzchen zum spielen auf!

*Los doch! -hüpf- Spiel mit mir! -boing- Hab dich nicht so! -wedel-*

Sie verstand so gar nicht, dass die Kätzchen ihre Begeisterung nicht teilen konnten. Die Welt ist ja soooo schlecht!

Zweiter Knacks der Welpenpsyche!

Heute morgen beim gemeinsamen Frühstück mit Muffin ein erneuter Schlag ins Gesicht! Die beiden Dämlichkeiten fressen schon seit ein paar Tagen gemeinsam und nebeneinander in der Küche. Ich lasse Muffin absitzen, schütte ihr Futter in den Napf und widme mich dem Killerkeks. Biscuit wird von mir an der Brust festgehalten, ich stelle ihren Napf in den Ständer und erst wenn sie ruhig sitzt, gebe ich für beide das ok.

Nun hat sich herausgestellt, dass Muffin im Gegensatz zu Biscuit ein langsamer Esser ist *Vogel zeig*

Ganz Labbi-like stürzt sich Biscuit auf den Napf und leert ihn in Millisekunden! Man könnte denken, sie muss die fehlende Größe durch Schnelligkeit kompensieren *staun*

Bis heute ging alles gut. Der Keks kam im Traum nicht auf den Trichter, an Muffins Napf zu gehen. Deshalb verließ ich kurz die Küche, um die Waschmaschine einzuschalten. Kaum hatte ich das Bad betreten, vernahm ich lautes Geschepper aus der Küche und trat den Rückweg an. Ich traute meinen Augen nicht! Biscuit hing mit Vorderpfoten und Kopf in Muffins Napf und das Mufflon stand daneben und guckte skeptisch *hö?*

Donnerwetter für Biscuit, nochmalige Freigabe für Muffin und eine mit Argusaugen wachende Anke…

Dritter Knacks der Welpenpsyche!

Scheinbar kann Biscuit mit so viel Ablehnung und Anfeindung ihrer Umwelt nicht umgehen. Sie schnappte sich aus Frust die süße Kuh, die wir geschenkt bekamen und schleuderte sie tot. Sie brach ihr das Genick und stürzte sich im Blutrausch auf sie! Scharfe Welpenzähne gruben sich ins Kuhfleisch und beförderten Innereien zu Tage. Ein grausiger Anblick!

Hier ein Beweisfoto der Kuhleiche – sie ruhe in Frieden!

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Halsbandtitis & Leinitis!

Ich bin unheilbar krank. Ich leider unter ganz übler „Halsbandtitis“ und „Leinitis“!

Morgens halb 10 in Deutschland. Ich saß auf der Arbeit und war unmotiviert. Also beschloss ich ganz spontan, meine Mittagspause vorzuziehen und dem Fressnapf einen Besuch abzustatten. Ohoh….

Schnell ins Auto gehüpft und zum Fressnapf gerauscht. Dort angekommen nahm ich meinen Geldbeutel unter die Lupe und zählte 35,- Euronen… eigentlich ein Haufen Geld. Aus meiner Brillenablage fische ich noch schnell 2,- Euro – man kann ja nie wissen!

Vor dem Laden schnappte ich mir ein Einkaufswägelchen. Hier begann das Elend seinen Lauf zu nehmen… Wenn man bedenkt, dass ich bei normalen Einkäufen nie einen Wagen brauche, sondern immer alles mit zwei Händen tragen kann.

Auf geht´s! Eigentlich bin ich ja nur hier, weil…. ja… ähm…. ach genau – ich wollt ja Hundeshampoo kaufen. Ich schaffte es tatsächlich, unbehelligt an den Leinen und Halsbändern vorbeizukommen und war seeeeehr stolz auf mich!

Es wanderte eine Packung Kotbeutel in den Wagen. Soweit völlig ok. Dann wurde es gefährlich – ich passierte die Regale mit dem Spielzeug *Kopfeinzieh*. Ich versuchte möglichst nur gaaaaanz flüchtig hinzusehen und trotzdem ist mir doch tatsächlich ein Quietschieball in den Einkaufswagen gefallen. Wie der da reinkam, ist mir völlig unerklärlich.

Im Anschluss an das Spielzeug wurden mir Bürsten und Striegel angeboten. Brauch ich aber nicht – ich hab nen Furminator, da gibt´s nix besseres. Doch was sahen meine müden Augen? Einen V7-Handbesen… ich murmelte etwas von „sinnvolle Anschaffung“ und schon lag das Teil bei meinen restlichen Schätzen.

Ahhh… das Shampoo! Der eigentliche Grund meines Ausflugs. Ich kämpfte mich durch alle vorhanden Sorten – zog eine Flasche raus, eine zweite, stellte die erste wieder hin usw. Nach ca. 5 Minuten entschloss ich mich für das bewährte Kräuter-Shampoo und dümpelte weiter. Ganz frech hüpfen mir noch ein paar Ohrenpflegetücher in den Wagen. Unglaublich, was einem so alles passiert, gell?

Jetzt musste ich nur noch am Leckerchen-Sortiment vorbei. Augen zu und durch! Eigentlich hatte ich meine Runde damit beendet und war schon fast an der Kasse. Doch irgendeine höhere Macht befahl meinem Körper: du mußt nochmal an den Leinen und Halsbändern vorbei!!!!!

Naja, wenn ich muss – nochmal links abbiegen… und da hing eine wuuuunderschöne ganz schlichte schwarze Moxon-Leine. Leider aber zu teuer, mein Geld reichte nicht. Ich tröstete mich damit, dass ich ja vor vier Wochen erst eine gekauft hatte und mein Blick schweifte weiter…

…und da hing es dann….

Warum war mir das nicht beim ersten mal schon aufgefallen???? Muffins Halsband Nr. 35 (grob geschätzt)…

Ein Halsband in wunderschönem braun, mit beigen Totenköpfen drauf… ich hatte mich verliebt!!!!! Verzückt stand ich im Fressnapf und drehte und wendete das Halsband… und mußte zu meinem Entsetzen feststellen, dass mir zu meinem Glück 2 Euro fehlten…

Scharf nachdenken! Im Geiste rechnete ich den Wert meiner angesammelten Schätze zusammen und es fehlten immer noch diese blöden 2 Euro. Schweren Herzens entschied ich mich dazu, den Quietschieball wieder zurückzulegen… es würde bestimmt eines Tages jemand kommen und ihm ein neues Zuhause geben.

Um kein Risiko mehr einzugehen, machte ich auf dem Absatz kehrt und huschte mit Scheuklappen zur Kasse. Freudestrahlend brachte ich meine Schätze ins Auto und fuhr zurück zur Arbeit.

Abends erklärte mir mein Mann, dass er mir genau aus DIESEM Grund nur sehr ungern die EC-Karte mitgibt. Berechtigt – sonst hätt ich die passende Leine nämlich auch noch gekauft – verdammt!

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