Geschichten aus der Gruft …äh… Vergangenheit!

Rassefragen

Muffin ist gar kein Labrador! Neinnein!

Auch wenn ich es immer dachte… Muffin hat zwar keine Papiere, aber sie sah für mich bisher immer danach aus. Sie hat 55cm Schulterhöhe und wiegt 27 Kilo. Eigentlich alles im Standard…

(Gut… vielleicht wären 2 Kilo weniger nicht schlecht, aber sie ist zumindest näher am Idealgewicht als ich *pfeif*)

Leider ist dem wohl nicht so…

Punkt 1:

Das Mufflon ist zu klein! Wenn ich unterwegs fremde Leute treffe, habe ich ständig dasselbe Gespräch…

„Oh, ist das ein Labrador?“ – „Ja!“
„Ach wie süß, wie alt?“ – „SoundsovielJahre*
„Aha, und ich dachte, der ist jünger – ganz schön klein für einen Labrador…“

Punkt 2:

Das Mufflon ist zu dick! Ohhhh ja! Treff ich neulich eine nette Frau, die einen Junghund (Schäferhund-Mix) dabei hatte – mitten im Wachstum – länger als breit – voll süß.

Aber ich schweife ab… Wir unterhalten uns ein bisschen… meint die nicht plötzlich „dieeee ist aber guuuuut beinander!“ (Übersetzung der Redaktion: boah is die fett!)

Punkt 3:

Das kennen wir ja alle. Ein Labrador Retriever ist eine Mischung aus Labrador und Retriever… jaaajaaaa…

Wir fassen also zusammen:

Das Mufflon ist *Trommelwirbel* ein kleiner dicker Mischling !!!!

So, jetzt wißt ihr es! Das Geheimnis ist gelüftet. Und soll ich euch was sagen? Ich liebe sie trotzdem!!!

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Packungsbeilage für das gemeine Mufflon

Das Mufflon ist auch ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um eine bestmögliche Haltung zu erzielen, muss das Mufflon jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.

– heben Sie die Packungsbeilage auf, vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen
– fragen Sie Anke, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen

Diese Gebrauchsinformation beinhaltet:

1. Was ist das Mufflon und wofür wird es angewendet?
2. Was müssen Sie vor der Aufnahme des Mufflons beachten?
3. Wie ist das Mufflon anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist das Mufflon aufzubewahren?
6. Weitere sinnlose Informationen.

1. Was ist das Mufflon und wofür wird es angewendet?

Das Mufflon ist ein kleiner dicker Mischling und wird angewendet bei:

– leichter bis schwerer Langeweile
– schlechter Laune und Depressionen

Bitte beachten Sie die Angaben für Kinder (siehe Punkt 2)

2. Was müssen Sie vor der Aufnahme des Mufflons beachten?

Das Mufflon darf nicht gehalten werden

-wenn Sie schmutzempfindlich sind
-wenn Sie sich nicht gern bewegen
-wenn Sie kein Wasser mögen

Besondere Vorsicht bei Haltung des Mufflons ist erforderlich

-bei der Fütterung (gibt man ihm den kleinen Finger nimmt es gleich die ganze Hand)
-wenn Sie nicht standfest sind (Stichwort „Kängador“)
-wenn es Nichtschwimmer in der Familie gibt (siehe oben)
-wenn ein Güllehaufen in der Nähe ist (puuuuh)

Worauf müssen Sie noch achten?

Das Mufflon gehört zur Gruppe der Retriever und benötigt dringend diverse Dinge, die es herumtragen kann. Ob dies nun ein Schuh, ein Socken oder die Fernbedienung ist, spielt hierbei keine Rolle.

Kinder…

Das Mufflon sollte bei Kindern nur unter Aufsicht eines Erwachsenen angewendet werden, da diese sonst weichgeknutscht werden. Kinder in Verbindung mit Bällen sind eine besondere Vorliebe des Mufflons und können durchaus zu Blessuren führen.

Vergangene Untersuchungen ergaben, dass das Mufflon durchaus mit Straßenmalkreide verschönert werden kann. Das Mufflon nimmt solche Annäherungsversuche freundlich wedelnd zur Kenntnis und scheint mit allen Farbkombinationen einverstanden zu sein.

Das Mufflon lässt sich auch gerne von Kindern als Kopfkissen verwenden. Als Pferd ist es jedoch ungeeignet, da zu klein.

Verkehrstüchtigkeit und die Unterbringung in Autos:

Wird das Mufflon im Kofferraum verstaut treten in der Regel keine Schwierigkeiten auf. Besondere Vorsicht sollte bei Mitführen des Mufflons auf dem Rücksitz in kleinen Autos erfolgen. Hier kann es vorkommen, dass das Mufflon aus dem Hinterhalt Schleckattacken startet und somit Ihre Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigt. Das Mufflon legt hierbei auch gerne den Kopf auf Ihre Schulter und sabbert dabei liebevoll in Ihr Ohr.

Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile des Mufflons:

Das Mufflon besteht zu 100 % aus Liebe. Wir bitten dies besonders zu berücksichtigen!

Wechselwirkungen mit anderen Hunden/Spaziergängern:

Bitte informieren Sie andere Hundebesitzer vorab über das leicht überdrehte Wesen des Mufflons. Leider kommt es auch trotz intensiver Verbesserungsarbeit nach wie vor zu Springattacken. Bei älteren Damen reicht hierzu auch schon der Lufthauch des Sprungs, um sie von den Socken zu holen.

Generell gelten Menschen mit heller Kleidung als besonders gefährdet!

Im Zusammenspiel mit anderen Hunden gibt es keine Auffälligkeiten. Das Mufflon passt sich Größe und Temperament des Spielpartners sofort an und bringt auch den ignorantesten Hund noch zum spielen.

Das Zusammentreffen mit Katzen wurde bisher nicht getestet.

Verstärkung der Wirkung:

Sobald das Mufflon mit Wasser in Berührung kommt, brennen bisweilen alle Sicherungen durch. Das Mufflon ist umgehend zu Höchstleistungen fähig. Leider sind diese Höchstleistungen nur schwer lenkbar und enden mitunter auch im absoluten Chaos.

Abschwächung der Wirkung:

In den Abenstunden wird das Mufflon träge. Sobald es einmal fest geschlafen hat, sind sämtliche Unternehmungen nur noch in Zeitlupe möglich. Ein kurzer Pinkel-Gang kann dann bis zu 15 Minuten in Anspruch nehmen.

3. Wie ist das Mufflon anzuwenden? 

Falls nicht anders verordnet, kann das Mufflon ganztägig angewandt werden.

Art und Dauer der Anwendung:

Lassen sie sich täglich mindestens 5 mal herzhaft abschlabbern. Das Mufflon sollte in Verbindung mit frischer Luft für ca. 2 Stunden täglich verwendet werden. Die Dosis kann nach belieben erhöht werden, sollte aber keinesfalls unterschritten werden. Kuschelorgien sollten in den späten Abendstunden oder am frühen Morgen stattfinden.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Sehr häufig (mehrmals täglich):

-Sabberflecken im Umkreis von 5 Metern um den Wassernapf
-Mufflon-Haare an der Kleidung, im Bett, auf dem Sofa, in Ihrer Kaffeetasse etc.

Häufig (mehrmals wöchtenlich):

-nasse Handtücher
-Dreck in der Wohnung
-schlammige Abdrücke auf Ihrer Kleidung und in der kompletten Wohnung

Gelegentlich (ca. einmal im Monat):

-blaue Flecken oder Kopfschmerzen
-Zerstörung von Altpapier
-Unerträglicher Geruch des Mufflons nach Fisch oder Aas und ein geflutetes Badezimmer im Anschluss

Selten (alle paar Monate):

-plötzlicher Schwund von Essen oder anderen Leckereien
-Schlafentzug wegen dringender nächtlicher Darmaktivitäten des Mufflons

Sehr selten (einmal im Jahr):

-Kotzflecken auf dem Teppich

5. Wie ist das Mufflon aufzubewahren? 

Das Mufflon sollte nicht über 25 Grad lagern. Am liebsten lagert das Mufflon sich selbst dort, wo es ihm gerade beliebt.

Bei sehr heißen Temperaturen werden kühle Plätze vorgezogen. Den Rest des Jahres liegt das Mufflon am liebsten mit Ihnen im Bett und parkt den Kopf vorzugsweise auf Ihren Füßen.

Grundsätzlich ist das Mufflon bemüht, in Ihrer Nähe zu bleiben.

6. Weitere sinnlose Informationen.

Das Mufflon liebt Bälle, Wasser und Kinder. Der Idealfall tritt dann ein, wenn sich diese drei Komponenten vereinen lassen.

Am liebsten wird das Mufflon im Genick gekrault. Hierbei auf festen Druck achten!

Sollte sich das Mufflon zu Ihren Füßen auf den Rücken schmeißen, muss dringend das Bäuchlein gekrabbelt werden. Meistens hält das Mufflon den Genuss nicht aus, ohne heftigst mit den Beinen zu strampeln. Sollten Sie also in der Hocke sein, müssen Sie sich auf kleinere Gleichgewichtsprobleme einstellen. Es empfiehlt sich, dem Mufflon in dieser Situation etwas ins Maul zu geben um nicht selbst beknabbert zu werden.

Das Mufflon kann bei Anke abgeholt werden, wird allerdings nur unter Aufsicht abgegeben!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem Mufflon – und gute Nerven!

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der Hundeführerschein

Im Frühling 2008 beschloss ich, den Hundeführerschein zu machen. Der Kurs wurde von unserer damaligen Hundeschule (die Betreiberin ist Tierärztin) angeboten und das versprach witzig zu werden. Der theoretische Teil fand im Rahmen eines zweitägigen Seminars statt und hat einen rieeesen Spaß gemacht! Wir Teilnehmer wurden ständig mit Häppchen und Getränken versorgt und hatten wirklich viel zu lachen. Da lernt sich´s doch wirklich einfach!

Die schriftliche Prüfung zum Schluss war ein Brüller! Mal ein Beispiel…
Frage: Ihr Welpe beißt ihnen beim Spiel ständig in die Hände, was tun sie?
Eine der möglichen Antworten: Ich ziehe mir beim nächsten Mal Handschuhe an!

Eigentlich kann man gar nicht durchfallen… Stolz nahm ich eine Woche später meine Urkunde in Empfang und wurde zeitgleich gefragt, ob ich den praktischen Teil auch mitmache?!

Öhhhmmm…der ist doch mit dem eigenen Hund, oder? Jaaaa! Hmmm….was muss man denn so machen? Naja, es wird z.B. Futterverweigerung/Abbruchsignal und Leinenführigkeit getestet….

In mir sträubte sich einfach ALLES! Allein die Vorstellung, meinen Hund an einem Schweineohr vorbeilotsen zu müssen, trieb mir die Schweißperlen auf die Stirn. Irgendwie haben sie es aber doch geschafft, mich zum praktischen Teil zu bewegen. Dieser fand im Sommer 2008 statt.

Geprüft wurde in drei Teilen
– auf dem Hundeplatz
– außerorts
– innerorts

Wir waren 10 Teilnehmer und sammelten uns morgens gegen 10 Uhr auf dem Hundeplatz. Ich hatte schlecht geschlafen und war ein klitzekleines bisschen aufgeregt. Aber ich war gut bewaffnet! Ich hatte Unmengen an Leckerchen dabei, meinen Clicker am Mann – äh… an der Frau, ein Zerrspielzeug und einen Ball! In der Liebe und bei der Hundeführerscheinprüfung ist (fast) alles erlaubt…

Die Prüferin trudelte ebenfalls ein und machte einen sehr sympathischen und lockeren Eindruck *hoff*.

Dann ging´s los – die Reihenfolge wurde ausgelost! Zittrig nahm ich einen Zettel und betete „nicht die 1, nicht die 1, nicht die 1″… und ich hatte Glück – wir waren erst Nummer 2 – einmal spicken war immerhin drin!

Bevor es losging, wurden noch die verschiedensten Utensilien und Rollen verteilt. Jeder durfte mal einen Betrunkenen spielen, mal einen Regenschirm schwenken, einen Hut tragen, an Krücken gehen etc.

Es kam wie es kommen mußte – wir waren dran!

Entschlossen betrat ich den Hundeplatz. Zuerst wurde Muffins Chip überprüft, was sie auch mit stoischer Ruhe über sich ergehen lies. Anschließend mußte ich angeben, ob ich Muffin am Geschirr oder am Halsband führen will und ich entschied mich für das Halsband. Nun sollte ich mit Muffin einfach über den Huplatz laufen und das ganze natürlich an lockerer Leine.

Zum Glück hatte ich in letzter Zeit hart an Muffins Leinenführigkeit gearbeitet und wurde nun dafür belohnt. Muffin lief entspannt neben mir her und es wurden die ersten Begegnungen eingeleitet. Der erste Passant betrat die Bühne und spannte im vorbeigehen einen Regenschirm auf. Ich glaube, Muffin hat das noch nichtmal mitbekommen und bei der nochmaligen Begegnung war es auch nur einen kurzen Blick wert.

Der nächste bitte – der Jogger kam auf uns zu und joggte in kurzem Abstand mehrmals an uns vorbei. Auch den Jogger hatte Muffin auf die Ignore-Liste gesetzt. Langsam begann ich mich zu entspannen… Wenn Muffin das alles so gelassen angeht, warum genau mach ich mich dann verrückt? Sie sah mich an, als ob sie mir sagen wollte „Mensch, jetzt mach dir nicht ins Hemd“… Na die hat leicht reden!

Der Jogger ging und es kam ein Hundehalter mit angeleintem Hund. Kein Problem! Schließlich kam ein anderer Hundehalter mit einem unangeleintem Hund – ebenfalls kein Problem.

Ich kam ins Grübeln… ist Muffin vielleicht krank? Ist das mein Hund? Oder wurde sie nachts von Aliens entführt und ausgetauscht? So ruhig und konzentriert – wassn nu los?

Dann kam der Betrunkene. Er sang und schwankte und ruderte wild herum. Er kam auf uns zu und tätschelte Muffins Kopf. Es kam Bewegung in den Hund… der Propeller lief recht schnell auf Hochtouren „Hey – der will ne Party feiern – da mach ich mit!“ Einen kleinen Hüpfer konnte sie sich auch nicht verkneifen. Alles in allem benahm sie sich dann aber doch – für ihre Verhältnisse – noch recht gesittet! Die Begegnungen waren damit auch abgeschlossen. Was nun kam, war die Futterverweigerung – der Teil, vor dem ich mich am meisten fürchtete…

Die Prüferin packte eine Tüte aus und überlegte kurz, was sie nun nehmen soll und entschied sich für den Pansen – SCHIEEEEBUNG!!!!! Mir wurde schwer ums Herz…

Es läuft so ab: die Prüferin bietet dem Hund das Futter an und der Halter muss seinen Hund über ein verbales Abbruchsignal aus der Ferne davon abhalten, es zu nehmen (abrufen ist auch erlaubt)… alles klar? Meiner Meinung nach sollte dieser Prüfungsteil für Labbi-Besitzer gestrichen werden!

Und dann auch noch Pansen… urghs…

Die Prüferin wedelte mit dem Pansen und gab mir die Anweisung, meinen Hund abzuleinen. Seufzend kam ich der Aufforderung nach und machte mich auf das Schlimmste gefasst. Die Prüferin flötete ein „Mufffiiiiiiin, schau maaaahaaaal“ und hielt ihr den Pansen entgegen. Muffin machte sich sofort auf die Socken und lies mich mit einem kurzen Seitenblick „bin gleich wieder da“ einfach stehen… Verräterin!!!!

Kurz bevor das Mufflon richtigen Kontakt mit dem Pansen aufnehmen konnte, ertönte mein ruhiges langezogenes „Neeeeeeiiiiin!!!!“
Das Mufflon hielt kurz inne… *das kann die jetzt aber nicht wirklich ernst meinen*… 10 cm vor ihrer Schnute baumelte der Pansen.
Muffin machte einen leicht entrückten Eindruck, öffnete langsam das Sabbermäulchen und schob selbiges in Richtung Glückseligkeit…

Diesmal etwas schärfer „Nein!!!!!!“

Wieder ein kurzes Innehalten… aber ich wußte, die Sache ist noch nicht ausgestanden. Meine Hände wurden feucht und ich überlegte mir bereits im Geiste die schrecklichsten Strafen für mein verfressenes Fellding.

Man sah Muffin förmlich an, in welchem Zwiespalt sie sich befand…
„Aber Frauchen *mitderPfoteaufstampf* das ist PANSEN!!!!! Und ich hab doch Huuuuuunger….“
Sie warf hektische Blicke hin und her, spitzte die Lippen (die Schnauze unmerklich geöffnet und die Lefzen zu einem runden O geformt) und dockte an den Pansen an.

WAAAAHHHH! Panik machte sich in mir breit. „PFUUUIIIII!“ Sie zuckte kurz zurück … und dockte erneut an.
„Muffin PFUUUUUIIIII!!!!!!“ Sie zuckte wieder zurück und ich ergriff die Gelegenheit… „Muffin HIEEEEER!“ *flöt*

Unruhig wartete ich auf eine Reaktion… *drehdichumdrehdichumdrehdichum*. Muffin sah abwechselnd zu mir und zum Pansen. Die Prüferin amüsierte sich königlich…

Nach gefühlter Ewigkeit drehte sich Muffin um und kam zu mir! Mir fiel ein Stein vom Herzen… Wohlwissend, was da eben Großartiges für mich aufgegeben wurde, feierte ich die Ankuft meines Hundes wie eine Bekloppte.

Die Prüferin hatte wohl ein Einsehen mit mir und packte den Pansen wieder in diese Höllen-Tüte zurück. Ächz! Wir hatten also Teil 1 der Prüfung hinter uns… aber hatten wir bestanden? Oder müssen wir die Futterverweigerung nochmal wiederholen???? *Fingernägelknabber*

Gespannt wartete ich auf ein Urteil. Die Prüferin notierte irgendwas hochwichtiges auf ihrem Zettel und begann dann mit dem Resümee: „Begegnungen: sehr gut! Die Futterverweigerung: unter der Berücksichtigung, dass es sich um einen Labbi handelt… gut! Teil 1 ist bestanden“.

Mit immer noch rasendem Herzklopfen führte ich mein Monster vom Platz. Schnell das Handy gezückt und dem Daheimgebliebenen eine SMS mit der frohen Kunde übermittelt! Teil 1 hätten wir hinter uns… auf zu Teil 2!

Wir packten unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg zum Haus unserer Tierärztin/Huschubetreiberin. Dort wurden wir erstmal mit Häppchen, kalten Getränken sowie Kaffee und Kuchen versorgt. SO lässt sich´s leben! Aber wir waren ja nicht zum Spaß anwesend… seufz… und so ging es auch gleich wieder weiter auf eine naheliegende Wiese zum Teil 2 – außerorts.

Gleich zu Beginn sollte ich Muffin aus mindestens 10 Metern Entfernung abrufen. Witzigerweise war es schwierig, sie überhaupt auf die Entfernung zu bringen. Die Göre klebte mir am Hintern, dass es nicht mehr feierlich war und ich mir nochmal ernsthaft über die Sache mit den Aliens Gedanken machte…

Doch dann ging das Näschen plötzlich in die Höhe… *schnupper*Ich sah mich unruhig um – was hat sie denn jetzt in der Nase? Das Mufflon sah in eine bestimmte Richtung und setzte sich langsam in Bewegung. Ich lies meinen Blick hinterherschweifen und entdeckte Gebüsch und Bäume, die sich so durch die Wiese schlängelten. Hmmmm? Ich stellte die entscheidende Frage: „Ist da ein Fluss?“ und bekam die gefürchtete Antwort: „Jepp!“

Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Räusper…. „Kann ich sie jetzt abrufen?“ Ich trampelte unruhig von einem Bein auf´s andere… Wenn sie einmal im Wasser ist, hab ich verloren, dann brauch ich die nächsten 5 Minuten nicht rufen.

Glücklicherweise durfte ich. Na jetzt aber schnell! „Muffin HIEEEEER!“ Der saß gerade noch rechtzeitig. Mein subbidubbioléolé-Hund kam im Schweinsgalopp zu mir zurück. Ich war gewarnt, nun hieß es volle Aufmerksamkeit bei mir halten! Es ging auch gleich weiter und wir hatten nun auf einem engen Feldweg wieder einige spaßige Begegnungen vor uns.

Radfahrer: Pah… was für Anfänger!
Rollstuhlfahrer: Gäääääääähn!
Menschengruppe: Interessant! Aber nicht so interessant wie der Ball in Mamis Hand! Nu wirf doch endlich! Ich hab nicht ewig Zeit!
Passant mit angeleintem Hund begrüßt mich per Hanschlag: Ja servus! Wer bist du denn? Schnüffel… Oh schade, ich muss weiter…
Passant mit unangeleintem Hund: Keine Zeit Kumpel!

Dann waren wir vorerst wieder erlöst. Teil 2 mit wehenden Fahnen bestanden! Geil! Ich setzte also die obligatorische SMS an den Göttergatten ab und freute mich.

Nun kam der Teil innerorts. Alle Mann auf ins Getümmel. Um nichts dem Zufall zu überlassen, wurden drei Autos engagiert. Wir watschelten durchs Kaff und die Autos rauschten an uns vorbei – das erste mit laut aufgedrehter Musik – das zweite hupte wie blöd – aus dem dritten hing der Beifahrer zum Fenster raus und machte ordentlich Krach mit einer Rassel.

Alles kein Problem! Ich glaube Muffin war zu dem Zeitpunkt eh schon alles egal!

Wir kamen zu einer Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, die den letzten Teil abdecken sollte. Und mir wurde wieder leicht schlecht, denn hier wurde nochmals die Futterverweigerung eingebaut *seufz*.

Ich nahm meinen Hund und machte mich auf alles gefasst. Auf ging´s in die Unterführung. Dort am Eingang lag auf dem Boden das Schweineohr *KloßimHals*. Ich holte tief Luft und wartete auf meinen Einsatz – und was macht das Monster? Latscht einfach über das Schweineohr drüber! Ist sie plötzlich riechblind????? Begeistert ging ich schnell weiter. Nicht, dass es ihr doch noch auffällt!

Wir trafen wieder einen Radfahrer, andere Hunde, einen Mann auf Krücken und eine Passantin, die den Hundeführer schneiden sollte. Dann das ganze nochmal zurück. Entspannt schlenderte ich wieder in die Richtung, aus der wir gekommen waren und grinste im Kreis – ich hatte es geschafft!

Kurz bevor ich aus der Unterführung wieder rauskam, wunderte ich mich plötzlich, was Muffin da mit sich rumträgt….
….das SCHWEINEOHR! Shit – das hatte ich ja völlig vergessen!!!

Hat sich die Kröte schnell und ganz unauffällig im Vorbeilaufen bedient und die Prüferin stand keine 2m von uns entfernt. Ich hätt mir in den Hintern beißen können. Entsetzt rief ich „Muffin AUS!“.

Muffin sah mich an, als ob ich den Verstand verloren hätte. Da fallen Schweineohren vom Himmel und ich darfs nicht vor dem Vergammeln retten??? Schwer enttäuscht spuckte sie mir das Schweineohr vor die Füße. Naja, Muffin war zwar beleidigt, aber wir haben bestanden! TSCHAKKA!

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Essen auf Rädern

Unsere Nachbarin – die Oma unseres Vermieters – bekommt mittags Essen auf Rädern geliefert. Ab und zu kommt es vor, dass sie außer Haus ist und das Essen deshalb auf den zwei Stufen vor der Hauseingangstür abgestellt wird.

Normalerweise kann da gar nix passieren. Das Essen ist gut in einer Plastikschale verpackt, da kommt auch kein Mufflon ran. Da kann sie noch so schnuffeln – keine Chance. Auch mit fixieren und Telepathie kommt sie nicht weiter. Doch eines Tages bestand der Nachtisch aus einer schönen großen leuchtenden Orange und diese Orange lag AUF der Essensschale.

Wir betraten die Eingangshalle und ich setzte mich wie immer auf meine Schuhkommode um die verdreckten Gassi-Treter loszuwerden. Muffin hatte derweil das Essen gesichtet und erklomm neugierig die beiden Stufen zur Haustür.

Es ertönte ein „Nein“ meinerseits, die ich gerade meinen ersten Schuh losgeworden war und entsetzt die hilflose Orange entdeckt hatte. Muffin sah mich mit Engelsblick an, dachte sich „aber man wird ja wohl mal schnuffeln dürfen????“ und ging mit dem Zinken sogleich auf Tuch- oder besser gesagt Orangenfühlung.

„Neeeeiheeeen!“ ertönte es wieder von meinem billigen Zuschauerplatz.

Was macht Mufflon? Sie hob den Kopf ein klitzekleines bisschen um noch ein aaaaallerletztes mal hinzuschnuffeln… man konnte förmlich ihre Gedanken lesen „Das sieht aus wie ein Ball… so einen hab ich ja noch nie gesehen, riecht so fruchtig“. Der letzte Schnuff war zuviel. Die Orange geriet aus dem Gleichgewicht und kippte zur Seite. Sie rollte von der Schale und *hoppshopps* die beiden Stufen hinab um in der Eingangshalle eine kleine Ehrenrunde zu drehen *kuller*.

Für Muffin war somit bewiesen – ES IST EIN BALL!!!! FREUUUU!

Eigentlich kann man ihr keinen Vorwurf machen… wenn das Apportieren in den Genen steckt… verbunden mit einer gewissen Sucht nach allem was rund ist und rollt… was willste machen??? Über meinen kläglichen Versuch mit nur einem Schuh schneller an der Orange zu sein als mein Monster schweige ich an dieser Stelle lieber!

Ich ließ mir die Orange bringen und Muffin lieferte sie auch brav bei mir ab. Leider entwischte sie ihr unterwegs einmal und wurde recht unsanft wieder ins Maul befördert, was man gut an den kleinen Löchern in der Orangenschale erkennen konnte. Eine gelöcherte und vollgesabberte Orange wollte ich der Nachbarin nicht zumuten und so wurde die nette Frau an diesem Tag leider um ihren Nachtisch betrogen.

Die Beichte war der Brüller… Ömchen hat überhaupt nicht begriffen, was ich ihr sagen wollte. Sie hatte während des Gesprächs nur Augen für´s Mufflon und meinte „Jajaaa, das Essen hab ich später mit nach oben genommen, da müsst ihr euch nicht darum kümmern! Ach so ein braver Hund, gell, du bist eine ganz brave….“ *täschteltätschel*

Ich hab ihr letztendlich den Glauben an das brave Hundilein gelassen – man gönnt sich ja sonst nichts!

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Muffin und die Nachbars-Oma

Muffin war gerade mal 12 Wochen alt, als sie zum ersten mal ungeplant unsere Nachbarin (die Oma unseres Vermieters) besuchte.

Unsere und Ömchens Wohnung liegen direkt gegenüber. Und so trug es sich zu, dass ich gerade meinen Welpen die Treppen nach oben geschleppt hatte, um ihn erleichtert vor der Tür abzusetzen *schnauf*. Während ich in den Tiefen meiner Jackentasche nach dem Schlüssel fummelte, ging Ömchens Wohnungstür auf…

Es folgt großes Hallo! Ömchen ist begeisterter Hundefan (hatten früher selber welche… das übliche) und wir ratschten ein bisschen, während Klein-Mufflon begeistert um die Omi rumtanzte.

Doch plötzlich war Klein-Mufflon verschwundibussi… weg… in Luft aufgelöst! Ich so „äääh… Muffin ist weg“ (kurzes überlegen und abchecken der wenigen sich bietenden Möglichkeiten) „ich glaub die ist in ihre Wohnung gelaufen“.

Ömchen ganz relaxt…. „Och ist ja nicht so schlimm (verschwindet derweil ebenfalls in der Wohnung) ja wo isse denn… gutzigutzi… wo ist denn das Hundchen???“

Da ich mich nicht so recht reingetraut habe, stand ich an der Tür und spähte in die Wohnung. Leider konnte ich nur den Flur sehen. Aber das hat schon gereicht…

Ich linste in den Flur und sah Ömchen im ersten Zimmer links verschwinden – immer noch vor sich hinsäuselnd. Kurz darauf kam die Oma wieder aus dem Zimmer, um ins Zimmer gegenüber zu sehen…

…und ihr ganz dicht auf den Fersen – Klein-Mufflon!!!

Ömchen rief und rief und verschwand mit Muffin im Schlepptau im nächsten Zimmer… kam wieder heraus und bog bei der nächsten Tür links ab. Klein-Mufflon ganz aufmerksam schauend immer dicht hinter ihr!

Das Spiel wiederholte sich noch ein paar mal, während ich glucksend versuchte, die Oma auf ihr Anhängsel aufmerksam zu machen… doch leider hört die Oma schlecht. Ich änderte meine Taktik und rief nach Muffin – die fand es aber vieeeeel spannender, zusammen mit der netten Omi die Wohnung nach sich selbst zu durchsuchen!

Ich sag´s euch… allein wenn ich daran denke, bin ich den Lachtränen nahe – dieser Anblick – zu göttlich!!!

Letztendlich war es Klein-Muffin irgendwann doch zu doof und sie kam wieder in meine Arme.

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