Show

LCD Work & Show Ratheim 2017

Am Wochenende 23./24.09. verschlug es das Kekserl und mich nach langer Zeit mal wieder nach NRW. Wir verbrachten das Wochenende bei Pia und 7 (www.space-labs.de), wodurch es wenigstens keine völlige Zeitverschwendung wurde.

Ja, Zeitverschwendung. Richtig gelesen. Am liebsten würde ich das Wochenende einfach vergessen, aber ich bleib meiner Linie treu: lückenlose, ungeschönte und ehrliche Berichterstattung. Auch wenn es weh tut. Seufz. Nur auf die Aufgabenbeschreibungen müsst ihr diesmal verzichten. Da fehlt mir dann doch die Lust dazu.

Anders als bei den meisten W&S-Veranstaltungen fand Samstag der Workingtest statt und Sonntag die Show. Überraschung beim Workingtest: Es wurde offen gerichtet! Man bekam einen kleinen Laufzettel, auf dem die Richter direkt nach der Aufgabe die Punkte eintrugen. Geiler Scheiß! Sofern man auch Punkte bekommt. Wenn keine Punke, dann nur Scheiß. Kein Geil. Nein. Äh-äh. Nicht cool.

Biscuit musste nachts von Aliens entführt und ausgetauscht worden sein. Sie nahm das Wasser nicht an, ignorierte mich, lies sich von einem Treiben verleiten (wääääh???), saugte sich an alten Fallstellen fest (dafuq???), starrte verträumt auf ein Absperrband usw. usf. Sie war durchgehend unkonzentriert und planlos.

Nein, es war wirklich nicht unser Tag. Zum ersten mal entschied ich mich dazu, einen WT abzubrechen. Es hatte einfach keinen Sinn.

„Der Laufzettel des Grauens“ 😉

Ja, war scheiße. Tat der guten Laune aber dank der netten Gesellschaft und des guten Essens keinen Abbruch. Und man braucht schließlich auch einen Grund zum Trinken, gell?

Im Kreis laufen und rumstehen haben wir am Sonntag bei der Show gesittet hinter uns gebracht.

Angesichts der Konkurrenz dachte ich mir schon, dass wir den berühmten Blumentopf nicht gewinnen würden. Ganz objektiv war es auch völlig ok, dass wir als einzige mit einem „sehr gut“ aus dem Ring gingen. Auf den etwas lieblosen Richterbericht hätte ich allerdings verzichten können.

Dem Kekserl war´s wurscht ♥

Trotzdem: Es war eine TOLLE Veranstaltung. Schönes Gelände, nette Richter, super Stimmung und eine perfekte Orga! Vielen Dank dafür!

Liebe Pia, vielen Dank für das lustige Wochenende, die Bilder und die 1A-Unterkunft inkl. Bewirtung.

~ Persönliche Nachlese ~

Für mein Selbstbewusstsein war der WT natürlich der Super-Gau. Biscuit hatte einen rabenschwarzen Tag und das fördert mein Vertrauen in uns nicht gerade. Es ist schade (und macht auch keine Freude), wenn man die tatsächlichen Leistungen nichtmal ansatzweise abrufen kann. Ich war sogar kurz versucht, die bevorstehende Dummyprüfung Ende Oktober sausen zu lassen. Aber: aufgeben gilt nicht. Arschbacken zusammenkneifen und weiter im Text, denn…

„Verlierer hören auf, wenn Sie scheitern.
Gewinner scheitern, bis Sie Erfolg haben.“
(Robert Toru Kiyosaki)

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Work & Show „smuck un plietsch“

Vor einigen Wochen machte ich mich auf die Suche nach einer Work & Show Veranstaltung. Die Recherche ergab: Luhmühlen. 500 km nördlich. Quasi am anderen Ende der Welt. Kurz bevor man von der Scheibe fällt.

Ausschlaggebener Grund für meine Meldung war die Richterin Joy Venturi Rose (Leospring Labradors), die sowohl Show als auch WT richtete. Wohl wissend, dass selbstverfreilicht ICH den „smucksten un plietschesten“ Keks der Welt habe, war ich doch auf das (Gesamt-)Urteil dieser Richterin gespannt.

~ die Show ~

Zum Glück ist die Retrieverwelt recht klein und man trifft auch weit außerhalb der eigenen Wohlfühlzone noch einige Freunde und Bekannte. Ich hätte mich sonst vermutlich zu Tode gelangweilt. Oder wäre eingeschlafen und im Nieselregen ertrunken.

Bei 10 Hündinnen in der offenen Klasse machte ich mir nicht viele Hoffnungen auf eine Platzierung. Die ersten 3 Plätze (jeweils mit einem V) standen recht schnell fest. Blieb noch der 4. Platz. Die Richterin schwankte zwischen Biscuit und einer gelben Hündin. Sie lief immer wieder zwischen den beiden hin und her, tastete nochmal ab und betrachtete die Gesichter.

Biscuit flirtete, was die braunen Kulleraugen hergaben und ergatterte am Ende tatsächlich den 4. Platz (mit einem SG) und ein Fläschchen. Yeah!

Die Richterin meinte, dass es für „mehr“ wegen des derzeit schlechten Fells leider nicht gereicht hatte. Schade, aber völlig ok. Das Fell ist momentan wirklich gruuuuselig.

Bewertung: „sweet head and expression, good length of muzzle, not in good coat today but can see traces of good coat, good angulation, good bone, moved a little close, good feet“

~ der Workingtest ~

Schon als ich am Sonntag in meinem Hotelbett aufwachte, lagen meine Nerven blank. Die Anmeldung für die O war erst um 12 Uhr. Viel zu viel Zeit, um sich (fernab von zuhause und ohne jegliche Ablenkung) richtig reinzusteigern. So schlecht war mir noch nichtmal vor unserem allerersten O-WT. Bei der Anmeldung wurde die Aufregung dank netter Gespräche (und einem Likörchen) erst etwas erträglicher, um dann beim Weg zur ersten Aufgabe wieder in ungeahnte Höhen zu schießen.

Aufgabe 4 – Jennifer Hay

Doppelmark: M1 fiel – umdrehen – M2 fiel; zuerst sollte M1 geholt werden, danach M2.

Entfernung: zu M1 ca. 90m, zu M2 ca. 60m (gemessen mit Google Earth – ohne Gewähr).

Originalansicht M1:

Originalansicht M2:

Die Teams vor uns hatten die Dummies schnell drin und ich weiß noch, dass ich dachte *hoffentlich blamieren wir uns jetzt nicht*. Die vielen Zuschauer taten ihr Übriges. Als ich bei der Richterin ankam, musste ich mich beherrschen, ihr nicht vor Aufregung vor die Füße zu kotzen. Beste Voraussetzungen also.

Biscuit hatte auf dem Weg zu M1 die perfekte Linie (hinter mir ertönte ein leises „very good!“) und hätte eine Punktlandung hingelegt – wenn sie nicht einen Meter vor der Fallstelle plötzlich scharf rechts abgebogen wäre. Hilflos sah ich zu, wie sie zum Helfer rannte. Der Gedanke *das hat sie ja noch NIE gemacht* kam und ging und endlich reagierte ich. Es folgten viele hektische Kommandos (Stopp, Rüber, Stopp, Back, Stopp, Rüber, Hier, Stopp, Suchenpfiff etc.), die Biscuit nur leidlich annahm. Als sie endlich über das Dummy stolperte entfuhr mir ein „oooooh mein Gott“, was immerhin die Richterin zum Lachen brachte.

Immer noch aufgewühlt von dem Chaos des ersten Dummies schickte ich auf M2 nur mit „Apport“ und musste anschließend ebenfalls handeln, weil Biscuit zu weit links war. Diesmal kam sie schneller ans Dummy, doch aus meiner Erleichterung wurde prompt Entsetzen. Keksi hatte das Dummy nur am Wurfbändel erwischt und es schlenkerte fröhlich hin und her. Kaum hatte ich *lass es bloooß nicht fallen* zuende gedacht, legte Biscuit das Dummy für eine Griffkorrektur ab, die ich mit einem energischen Hier-Pfiff untermalte. Ergebnis: das Dummy landete am Ende 1m vor meinen Füßen.

Die Richterin war wirklich supernett, aber natürlich blieb ihr nichts anderes übrig…

→ 0 Punkte

Naja, immerhin hatte ICH wirklich sehr gut markiert. Das ist doch auch schon was!

Aufgabe 1 – Joy Venturi Rose

Startpunkt auf einem Hügel mit Blick auf einen Reitplatz. Rechts hinten wurde eine Markierung geworfen (sehr schlecht zu sehen), danach verschwand der Helfer hinter einem Baum. Zuerst sollte links ein Vollblind gearbeitet werden, danach das Mark.

Man durfte sehr lange handeln und rückblickend war dies mit Abstand die „musikalischste“ Aufgabe des Tages.

Entfernung zum Blind ca. 100m, zum Mark ca. 200m (gemessen mit Google Earth und ohne Gewähr).

Originalansicht:

Getreu dem Motto „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s frei und ungeniert“ ging es mir nach der Null schnell besser. Selbst die vieeeelen Pfiffe aus der nun folgenden Aufgabe konnten meiner wiedergewonnen inneren Ruhe nichts anhaben. Jetzt war´s ja eh scho wurscht.

Die Richterin begrüßte uns „Nice to see you again“ und während sie die Aufgabe erklärte, dachte ich angesichts der vielen Hindernisse nur *Ja nee, is klar*. Ich registrierte das Mark, merkte mir die Fallstelle und widmete mich anschließend der Frage, wie ich Biscuit auf das Blind schicken sollte. Mir war klar, dass sie bei dem schrägen Winkel nicht durch´s Wasser gehen würde. Also gleich links dran vorbeischicken? Könnte schief gehen. Da Biscuit in der Regel die Linie wieder aufnimmt, wenn sie ein Hindernis umlaufen hat, entschied ich mich für den direkten Weg. Voran!

Biscuit lief los, stutzte am Wasser, umlief das Wasser und stoppte genau an dem Punkt, wo sie bei direktem Weg rausgekommen wäre. Fragender Blick in meine Richtung. Voran! Sie driftete leicht nach rechts, aber es war vertretbar und ich lies sie laufen, bis sie die richtige Tiefe hatte. Stopp – Rüber – Suchenpfiff – gefunden.

Wieder ging das grübeln los. Wie krieg ich sie zum Mark? Ich fragte die Richterin, ob ich mich etwas nach links/rechts bewegen dürfte? Ja, ein wenig. Das machte es nicht besser, die blöde Pfütze war so oder so im Weg. Also wieder direkt. Voran!

Gleiches Spiel wie vorher – Biscuit lief am Wasser vorbei und nahm dann die Linie wieder auf. Offenbar hatte sie das Mark auch fallen sehen, denn sie wähnte es hinter dem ersten Hindernis, das ihren Weg kreuzte. Ich musste sie insgesamt 4 oder 5x stoppen und stückchenweise tiefer schicken, was sie jedesmal sehr schön annahm. Im Fallbereich hatte sie sofort Wind und war schnell auf dem Rückweg. Ich grinste in mich rein. Das war ja einfach.

Kaum hatte Biscuit die Leine um, begann die Richterin mit einer Lobeshymne, die mich wirklich sprachlos machte. „I´m soooo delighted with your dog! She´s always listening to you. You trained her very well!“ Das ging runter wie Öl. Sie betonte nochmals, dass sie Biscuit bei der Show gerne besser platziert hätte – vor allem nachdem sie sie jetzt beim arbeiten gesehen hatte. „She´s lovely!“ Damit hatte ich mein Ziel für dieses Wochenende nicht nur erreicht, sondern weeeeeit übererfüllt und schwebte von dannen…

→ 14 Punkte

Aufgabe 2 – Günther Kohler

Zuerst warf der Helfer eine Markierung nach rechts in eine Kuhle; das Mark durfte sofort gearbeitet werden. Anschließend war noch ein Vollblind zu holen; auf dem Weg dorthin mussten die Hunde links an der Fallstelle des Marks vorbei.

Entfernungen: leider keine Ahnung

Die Probleme waren hier sehr unterschiedlich. Manche Hunde hatten Probleme mit der Markierung, andere haben sich auf dem Weg zum Blind von den alten Fallstellen der Markierung verleiten lassen.

Startpunkt war auf einem schmalen Waldweg. Man durfte sich dort in einem seitlich abgegrenzten Bereich von ca 2m positionieren bzw. bewegen. Prompt fiel mir etwas ein, was Rainer Kern mal im Training gesagt hatte: „Bevor ihr den Hund schickt, schaut euch kurz das Gelände direkt vor euch an“. Tatsächlich hatte der Hund im linken Startbereich höheres Gras vor der Nase, im rechten Startbereich hingegen war nur niedriges Gras. Für das Mark stellte ich mich daher ganz nach rechts.

Schuss, Mark fiel, Freigabe, „Apport“. Biscuits Begeisterung *yeaaaah, ein Einzelmark, Geronimoooo* wurde durch das Heidekraut ausgebremst *wassn DAS für komisches Zeuch?*. Sie stolperte unterwegs und besah mich über die Schulter mit einem vorwurfsvollen Prinzesschenblick. „Apport“! Sie zuckelte weiter, verschwand in der Kuhle (Suchenpfiff, denn Vorsicht ist die Mutter der Keksdose) und war kurz darauf schon mit Dummy auf dem Rückweg.

Wieder begutachtete ich das Gras vor mir und überlegte, wie ich es am geschicktesten anstellen sollte. Ich wählte diesmal die Position ganz links. Biscuit hatte zwar dann das hohe Gras vor der Nase (um welches sie sicher einen kleinen Bogen machen würde), aber so hatte ich die beste Linie zum Blind UND Biscuit wäre dadurch klar, dass es jetzt nicht nochmal auf die alte Markfallstelle gehen soll.

Keksi hüpfte den erwarteten Minibogen um das Gras und rödelte in der vorgesehenen Linie weiter. Ich pushte sie auf Höhe des Helfers und nochmal als sie hinter dem Hügel kurz außer Sicht war. Sie tauchte wieder auf, lief direkt auf die richtige Stelle – Suchenpfiff – gefunden. Yeah! Kaum macht man mal was richtig…

→ 17 Punkte

Aufgabe 3 – Gordon Hay

Kürzeste Aufgabenbeschreibung ever: ein Vollblind

Sah einfach aus, war aber doch tricky, da kurz vor dem Blind ein Trampelpfad nach rechts verlief. Wenn die Hunde nur ein wenig nach rechts abdrifteten, waren sie sofort hinter einer „Insel“ außer Sicht.

Entfernung: ca. 50 m

der Trampfelpfad

die „Insel“ des Verderbens 😉

Biscuit wischte mir immer wieder kurz vor dem Blind nach rechts weg und ich pennte j-e-d-e-s-m-a-l. Wir bewiesen in dieser Aufgabe vor allem eins: Ausdauer! Ich im Handling und Biscuit beim Gehorsam.

Nur einmal wurde ich stutzig. Biscuit war wiedermal hinter der Insel entschwunden. Tüt-tüt. Nix. TÜT-TÜT. Immer noch nix. TÜT-TÜT!!!!! Kein Keks? Ich ließ meinen Blick schweifen und sah durch Zufall, wie Biscuit mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf reglos inmitten der Insel stand. *Jaaaa doch. Tüt-Tüt – hier bin ich doch längst. Wie weiter?* Entweder bind ich ihr irgendwann ein Blaulicht auf den Kopf oder ich färb sie pink ein. Alternativ könnte ich ihr auch beibringen, dass sie solange näherkommen soll, bis ICH sie sehe… nicht andersrum.

Immerhin schafften wir es irgendwann doch noch ans Dummy.

→ 5 Punkte

Vermutlich haben wir uns beide nur so blöd angestellt, damit ich mich nicht am Ende des Tages nochmal über die Null ärgern musste. Eigentlich war ich insgesamt sogar recht zufrieden mit dem Tag. Vor allem die Worte „You trained her very well“ hallten noch lange nach. Mir war bisher nie wirklich bewusst gewesen, dass ich auf unserem gemeinsamen Weg auch ab und zu mal etwas richtig gemacht hatte.

Der WT hat außerdem bestätigt, was sich schon lange abzeichnet: wenn ich nicht so elend nervös und hektisch bin und meine 7 Sinne (inkl. Pfeife) beieinander habe, schaffen wir fast alles!

Es war ein echt GEILES Wochenende. Die Gesellschaft war top, die Location war genial und die Orga wirklich spitze! Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben – Sonderleitung, Richter und natürlich vor allem die vielen Helfer – ohne euch geht nichts.

Besonders gut gefallen haben mir übrigens die Wege zwischen den Aufgaben → weit und breit keine Berge! 😀 Ich glaube, wir kommen wieder… wenn Kekselotti sich erholt hat 😉

 

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Work & Show Aichach 2015 – die Show

Alle Jahre wieder… zwei Wochen vor der Show fiel mir plötzlich ein: „Verdammt, wir müssen noch das stehen üben.“ Panik brach aus, der Clicker wurde rausgeholt. Es ist wirklich jedes Jahr dasselbe, was nicht wirklich für meine Lernfähigkeit spricht. Biscuit hingegen wird von Jahr zu Jahr besser. Schon nach der ersten Clickereinheit dämmerte ihr *ach daaaaaaaas willst du, sag´s doch gleich*.

Wir packten unser Köfferchen, fuhren Samstag morgens los und kamen pünktlich zur Begrüßung an. Das Warten begann. Während Agnes und ich uns die Zeit mit quatschen und einem Hugo vertrieben…

Hugo

…fand Biscuit die Veranstaltung einfach nuuuuur öööööööde.

0

Nach etwas mehr als 6 Stunden im Schatten dünsten wurde es endlich spannend. Ich wechselte in meine Showklamotten, verpasste Biscuit ihre Ausstellungsleine und wir stellten uns auf. Ich hatte die niedrigste Startnummer in unserer Klasse und führte die Meute an. Ausgerechnet ich; Showprofi der ich bin *hust*. In der Einführungsrunde war ich prompt zu schnell unterwegs und wurde von der Richterin (Theres Schmid, CH) sofort ausgebremst „Nicht so schneeeell. Ja, sooo is gut.“ Peeeeinlich.

1

Nach der Einführungsrunde ging es zur Einzelbewertung. Die Richterin fragte mich nach Biscuits Alter und bewunderte ihre Augenfarbe.

3

Zähnchen zeigen und abtasten lassen…

3ab

…und schließlich stehen, während die Richterin den Bericht diktierte.

4ab

Sie stand wie eine 1, unglaublich!

5a

Während die Richterin diktierte, lauschte ich aufmerksam:

„Typische braune Hündin; sehr schöner Kopf mit femininem Ausdruck; schöne Augen; langer trockener Hals; sehr gute Winkelungen vorne und hinten; feste obere Linie; gut angesetzte und getragene Otterrute, schwungvolle Bewegungen; korrekt im Kommen und Gehen; sehr gute Haarqualität; freundliches Wesen im Ring.“

→ vorzüglich!

Tschakka! Zufrieden flüchtete ich in den Schatten, während die anderen 9 Hündinnen bewertet wurden. Wir hatten ein V, damit war mein persönliches Wunschziel erreicht. Mehr erwartete ich nicht. Die Sonne brannte, die Zeit verging. Nachdem alle Einzelbewertungen fertig waren, wurden die 6 Hündinnen mit einem V nochmals in den Ring gerufen.

Wir stellten uns auf und liefen eine weitere Runde. Anschließend bat die Richterin 4 Hündinnen nach vorn – unter anderem uns. „Ach wie schön“ dachte ich „wir kriegen ein Schleifchen, 4. Platz – wie cool ist das denn?“. Als die Richterin nach weiteren prüfenden Blicken schließlich zuerst auf uns zusteuerte, fühlte ich mich in meiner Annahme bestätigt.

„Herzlichen Glückwunsch (die Hand schüttel) 1. Platz!“
Äääh, was hat sie da eben gesagt?

Ich: „Nein?!“
Richterin: „Doch!“

Mir fiel alles aus dem Gesicht und die Schleusen öffneten sich. Ich heulte eine Freudenträne nach der anderen und mit jedem der mir gratulierte, wurde es schlimmer…

5bb

*fassungslos*

5bc

Auf dem Weg zu meinem Platz *ich – schnieeeef – brauche – schnieeeef – ein Taschentuch* wurde ich jäh ausgebremst. „Ankeeeee, ihr müsst nochmal in den Ring!“ Wie, was, warum? Es ging nun um die „beste Hündin“ aus allen Klassen.

Wieder hieß es: aufstellen – bitte eine große Runde laufen – aufstellen. Ich hatte auf Autopilot geschalten und versuchte die Tränen wegzublinzeln. Biscuit stand trotz meiner Schnieferei wie ein Profi.

bh

Gerade als ich mich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte, kam die Richterin zu uns. „Herzlichen Glückwunsch!“ Vorbei war´s mit meiner Selbstbeherrschung. Wieder heulte ich, es wurde gratuliert und umarmt.

Ich brauchte dringend ein Taschentuch und eine Zigarette. Reihenfolge egal. Aber nix da. „Ankeeeee, ihr müsst nochmal in den Ring!“ Ich: *???*. „Ihr müsst noch gegen den besten Rüden antreten, es geht ums BOB (Best of Breed).“

Aller guten Dinge sind drei: aufstellen – bitte eine große Runde laufen – aufstellen. Ich konnte durch meine tränenverschmierte Brille kaum noch etwas erkennen. Und wenn du denkst, es geht nichts mehr – kommt irgendwo die Richterin her. „Herzlichen Glückwunsch!“ Sprachs, schüttelte mir die Hand und überreichte mir ein Dummy → den Preis für´s BOB. Danach war´s endgültig vorbei. Ich heulte wie ein Schloßhund…

I proudly present: Biscuit  „das BOBele“!

7

Zum krönenden Abschluss mussten wir nun in den Ehrenring, wo noch das BIS (Best in Show) vergeben wurde. Nein, das haben wir nicht gewonnen (sonst läg ich wahrscheinlich mit Herzversagen im Krankenhaus).

BIS4

Trotzdem war auch das etwas ganz Besonderes für mich, denn ich stand dort gemeinsam mit einer guten Freundin. Carolin hatte mit Dwellynn das BOB der Flats gewonnen – herzlichen Glückwunsch auch hier nochmal!!!

BIS

Das BIS ging an die Toller-Hündin. Ganz herzlichen Glückwunsch!

Wir waren fertig – im wahrsten Sinne. Nach so vielen Runden im Ring bei praller Sonne fühlte ich mich inzwischen wie ein Brathähnchen. Biscuit hatte ebenfalls die Schnauze gestrichen voll und konnte gar nicht schnell genug in den Kofferraum springen *nix wie weg hier*. Sie ließ sich zwar am Hotel noch zu einem „Siegerfoto“ überreden, aber Begeisterung sieht wahrlich anders aus…

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Nach einer ausgiebigen Dusche gönnten wir uns einen Ausflug in den Hotel-Biergarten. Immer wieder wanderte mein Blick zu Biscuit, die brav neben mir lag und mich anhimmelte. Ich musste den ganzen Abend abwechselnd grinsen und die Tränen unterdrücken. NIEMALS hatte ich mit so einem Ergebnis gerechnet.

Hätte ich es nicht schwarz auf weiß – bzw. blau auf grün – würd ich es wohl nicht glauben:

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10

Ich bin so-so-so-so-so füüüüüürchterlich stolz auf meinen kleinen Knutschekeks…

steh

Es war ein geniales Erlebnis! Vielen Dank an alle, die zu diesem Tag beigetragen haben – vor allem an die Richterin und natürlich an alle, die sich so herzlich und ehrlich mit uns gefreut haben! Und natürlich danke an Christine, die mir diesen kleinen braunen Schatz vor knapp 5 Jahren anvertraut hat

 

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Work & Show Aichach 2014 – die Show

Urlaubsreif wie ich bin, hatte ich eigentlich überhaupt keine Lust auf das Wochenende in Aichach. Schon wieder so früh aufstehen *knirsch*. Aber kneifen gilt nicht, deshalb trudelte ich Samstag morgen brav am Sisi-Schloss ein, um mit Biscuit bei der Spezialrassehundeausstellung des DRC in der Offenen Klasse zu starten.

Wie schon letztes Jahr hatte ich wenig Hoffnung, mit Biscuit irgendwas reißen zu können. Und wieder wurde ich eines Besseren belehrt. Jens war so lieb, unseren Auftritt in Bildern festzuhalten *danke*!

Los ging´s… erstmal eine Runde im Kreis laufen.

…Grobmotoriker in vollendeter Synchronität!

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rumstehen…

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…sich befummeln lassen *das killert*

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der Richter prüft, ob die Otterrute nicht doch nur ein Toupet ist?

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…und schon wieder stehen *gähn*

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*Muddi, wie war ich?* Subber!

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Ich war etwas verwirrt, als der Richter uns zum Laufen der letzten Runde von unserer (Startnummerbedingten) letzten Position an die zweite Stelle zitierte. Die Auflösung folgte kurz darauf: Biscuit bekam ein „vorzüglich“, den 2. Platz und ein hübsches blaues Schleifchen!

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*bitte einmal recht grenzdebil, danke reicht schon*

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Biscuit bekam tatsächlich (schon wieder) ein V2 + Res. CAC in der Offenen Klasse!

Der Richterbericht lautet: „nice head and expression, good neck and topline, bit low tailset, well balanced body, nice bone, normal angulations, moves well (just a bit close behind)“

Mein Zuckerstück!

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Irgendwann hatte Keksi die Schnauze voll…

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…wozu soll das komische Ding auch sonst gut sein?

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Geschafft!

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Der erste Teil des Wochenendes war damit erfolgreich beendet. Blieb noch der Workingtest am Sonntag, den wir letztes Jahr grandios vergeigt hatten. Wenn das blaue Schleifchen da mal kein schlechtes Omen war…?

Hier geht´s zum Bericht über den WT: Klick!

 

 

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4. Fränkischer Retrievertag

Liebe Leute, ich hinke mit meiner Berichterstattung momentan gnadenlos hinterher, sorry! Immerhin ist der 4. FRT jetzt schon knapp drei Wochen her… aber: besser spät als nie, richtig? Richtig!

Im Gegensatz zu Aichach war ich diesmal völlig entspannt. Ich fühlte mich ausnahmsweise mal gut vorbereitet und Hoffnungen musste ich mir sowieso keine machen. Der Geschmack der Richterin war mir vorher schon bekannt und so war es nicht weiter verwunderlich, dass wir nur ein „sehr gut“ bekamen.

„Nice type, lovely feminin head and expression; good ear, eye, teeth; nice topline and tailset; lovely tail; prefer a little more angulation in front and rounder in ribs; nice bone and feet; nice coat; moves with short steps, but round.“

Nach der Show traf ich die Richterin und sie erklärte mir während eines Zigarettenpäuschens, dass Biscuit eben einfach nicht ihr Typ sei. Hut ab, immerhin war das mal eine ehrliche Aussage! „But I´m sure, she´s a nice working dog!“. Jou…

Der Tag in Bildern:

3

*smiiiiiiiiiiiiiiiileeeeeeeeee*

5

Einzelbewertung *abtasten*

6

*wedel-wedel*

7

…und steeeeeeeeehen…

8

Nach unserem Auftritt schnell die Startnummer wieder gegen mein Helfer-Schild getauscht und ordentlich SHOPPEN gewesen!

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Alles in allem war es eine toll organisierte Veranstaltung mit vielen Verkausständen, lecker Essen und einem sensationellem Eisstand. Nebenbei gab es sogar die Möglichkeit eines (kostenlosen) Fotoshootings – vielen Dank dafür an Alexander Müller!

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Am meisten hab ich mich über die liebevolle Karte gefreut, die den Helfergeschenken beigelegt war:

Karte

Last but not least:
Das very special Helferlein des 4. FRT…
…the one and only: HÄRRY!

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