Stormy Weather 2016 (O)

Fast 2 Monate waren seit dem letzten Workingtest vergangen. In der Zwischenzeit ist einiges passiert, allerdings zieht es mich momentan kaum an den PC. Keine Sorge – uns geht es gut. Unverschämt gut! Offenbar sogar ein bisschen zu gut, denn als unser Start bei Stormy Weather am 09.07.2016 anstand, war ich ausnahmsweise mal nicht aufgeregt. Im Gegenteil. Ich hatte eigentlich gar keine Lust und hätte den Tag lieber am See verbracht.

In der Wartezone zu unserer ersten Aufgabe entwickelte ich ernsthafte Fluchtgedanken. Ich saß zwischen vielen erfahrenen O-Startern und fragte mich, was zur Hölle ich hier eigentlich zu suchen hatte (jaaaa, an meinem Selbstbewusstsein muss ich wirklich dringend arbeiten). Die Pfiffe und Kommandos, die aus der Aufgabe schallten, steigerten meine Motivation auch nicht wirklich.

Aufgabe 3 – Heli Siitari

Die Aufgabe startete mit einem 2er-Walk-Up einen Wiesenstreifen entlang. Rechts von uns ein dicht bewachsener Graben, dahinter wieder Wiese. Es fiel jeweils eine Einzelmarkierung: der Schütze/Werfer stand links von uns am Waldrand und warf in hohem Bogen über den Graben auf die andere Wiese bis fast an den Waldrand. Die Fallstelle war außer Sicht, der Hund ebenfalls, wenn er hinter dem Graben verschwand. Heli positionierte sich so, dass sie Sicht auf den Hund hatte und gab Hinweise, wo sich der Hund gerade befand.

A3Mark

Sicht auf das Mark/den Hund gleich Null…

A3M

Ich hatte in der Wartezone mitbekommen, dass die Markierung nicht einfach war, mehr aber auch nicht. Viele Hundeführer mussten handeln, also ging ich davon aus, dass man Sicht auf den Hund hatte. Als ich schließlich in der Aufgabe stand und auf das dichte Grünzeug vor meiner Nase starrte, tummelten sich 100 Fragezeichen in meinem Kopf. Wir walkten los, Schuss, Markierung. Biscuit und ich waren zuerst dran. Ich zeigte mit der rechten Hand die Richtung der Fallstelle an. „Apport“. Biscuit ging an der vorgesehenen Stelle über den Graben und Heli veränderte ihre Position so, dass sie Biscuit sehen konnte. Das Gemurkse begann…

Normalerweise hätte ich Biscuit einfach machen lassen – anders kenne ich es nicht, wenn sie außer Sicht ist. Doch durch die permanente Standortangabe der Richterin („In the bush/in the field/in the area“ usw.) hatte ich das Gefühl, eingreifen zu müssen. Bei „in the bush“ rief ich auf Verdacht „rüber“, „in the field“ ließ mich hoffen und ein/zweimal war Biscuit „in the area“ und ich gab den Suchenpfiff. Je länger es dauerte, desto überzeugter war Biscuit, dass das Dummy irgendwo am Graben sein musste. Ohne Sichtkontakt war es mir nicht möglich, sie von dieser Idee abzubringen und musste sie letztendlich leer zurückholen. Schade, aber in dem Moment für uns einfach nicht machbar, daher völlig ok.

(Zuschauer erzählten mir später, dass Biscuit mein „rüber“ zwar immer wieder angenommen hatte, aber leider zu kurz blieb.)

Nachdem jeder Hund sein Einzelmark geholt hatte (oder eben auch nicht) ging man zum Ende der Wiese. Ein Starter ging außer Sicht in Warteposition (Hund war unangeleint). Zu arbeiten war nun ein beschossenes Blind am hinteren Ende der Wiese (Entfernung lt Google Earth ca. 120m). Die Hunde mussten dabei an dem bewachsenen Graben vorbei und im hinteren Bereich an einem kleinen Weiher.

A3Blind

A3B

Ich richtete uns ordentlich aus, der Schuss fiel und ich durfte schicken. Platte Wiese = nicht Biscuits Lieblingsdisziplin, deshalb konzentrierte ich sie laaaaange nach vorne. „Voran!“ Zunächst sah es sehr gut aus, doch gegen Ende zog Biscuit etwas nach rechts Richtung Weiher. Obwohl hinter mir schon irgendjemand „Stopp“ flüsterte, wartete ich ab und stoppte den Keks erst kurz vor dem Weiher. Linker Arm + rüber. Biscuit ging bis zur Ecke des Weihers, wo sie sich durch den Hocker des Helfers etwas aus dem Konzept bringen ließ. Stopp, linker Arm, back. Biscuit lief direkt in den Zielbereich (Suchenpfiff) und pflückte nach kurzer Suche ein Dummy aus dem hohen Gras.

→ 0 Punkte, aber immerhin noch ein „Well done“ für das Blind.

Aufgabe 2 – Stef Bollen

Startpunkt mit Blick auf den See und den Waldhang auf der anderen Seite. Der Schütze/Werfer stand links von uns, war aber durch den hohen Uferbewuchs nicht zu sehen. Zuerst fiel ein Schuss für das Blind, danach noch ein Schuss und eine Wassermarkierung. Die Markierung war ebenfalls nicht zu sehen, man hörte es aber deutlich platschen.

Zuerst sollte das Blind diagonal von der gegenüberliegenden Seite geholt werden (Schwimmstrecke ca. 40m), bezeichnet wurde der Uferbereich + 15m nach oben. Nach dem Blind war das Mark zu holen.

A2Wasser

Sicht auf den Uferbereich des Blinds. Das Mark fiel irgendwo links hinter dem Gemüse.

A2

Obwohl wir beim Mark keine Sicht auf den Helfer/das Dummy hatten, drehte ich uns zu Beginn der Aufgabe nach links ein. Schuss für das Blind, Schuss für das Mark, PLATSCH. Amüsiert beobachtete ich Biscuit, die sich mit Giraffenhals vergeblich um mein Bein wickelte. Auf Freigabe drehte ich uns Richtung Blind, baute Spannung auf und schickte Biscuit voran. Ohne zögern schwamm sie auf das andere Ufer zu, hielt die schräge Linie aber nicht bis zum Ende, sondern ließ sich vom nahenden Ufer ziehen. Ich versuchte eine Korrektur nach links, holte dabei aber nur 1-2m raus, weil Biscuit schon zu nahe am Ufer war. Gut, dann eben den Rest an Land… sofort nach dem Ausstieg stoppte ich sie und schickte sie nach links. Nochmal Stopp + back, Suchenpfiff. Eigentlich wollte ich sie noch höher in den Hang schicken, aber irgendwas zog sie wieder nach unten. Ich haderte kurz mit mir und beschloss, dass ich lieber auf Keksis Nase vertrauen sollte, als auf meine Einschätzung/Vorstellung von diesen ominösen 15 Metern. Es war die richtige Entscheidung, denn kurz darauf hatte Biscuit gefunden. Da sie den See gut kennt, wählte sie für den Rückweg leider (mal wieder) den Landweg.

Ich nahm das Dummy entgegen und richtete uns wieder nach links auf das Mark aus. Ich deutete mit der rechten Hand dicht am Grünzeug vorbei aufs Wasser, „Apport“. Biscuit platschte zielstrebig los. Der Richter hatte sich gerade in Bewegung gesetzt, um Biscuit beobachten zu können, als sie auch schon wieder mit Dummy auf dem Rückweg war.

Wir wechselten in die Warteposition und ich grinste zufrieden in mich rein. Wahnsinn, welche Fortschritte wir am Wasser gemacht haben. Nur der blöde Rückweg über Land… hmpf! Trotz der guten Arbeit hatte ich daher nicht mehr mit vielen Punkten gerechnet, aber Stefs Prioritäten lagen offenbar woanders, denn er gab uns noch…

→ 16 Punkte

Aufgabe 4 – Petra Loidl / Aufgabe 5 – Ton Bujis

Es gingen zunächst 4 Starter gemeinsam in die Aufgabe. Vor dem Startpunkt lag eine steile Schlucht, dahinter ein kleines Wäldchen (ist auf dem Bild leider nicht zu erkennen). Die Hunde wurden abgeleint und im Wäldchen fand ein Treiben statt; kurz bevor das Treiben startete, flog eine Markierung (mit Schuss) nach rechts hinten. Nachdem das Treiben vorbei war, sollte jeder Hund ein Dummy aus dem Treiben im Wäldchen holen. Anschließend verließen wir die Aufgabe wieder und kamen einzeln zurück, um die Markierung rechts hinten zu arbeiten.

Nachdem man bei Aufgabe 4 das Mark geholt hatte, übergab Petra an Ton und man wechselte ein paar Meter die Position. Es sollte nun (links von dem Treiben) ein Blind geholt werden (der Schuss dafür fiel bereits während des Treibens); der Hund war im Zielbereich kurz außer Sicht.

Zur Verdeutlichung der Ablauf mit Startnummern (SN) 1, 2, 3 und 4:
SN 1-4 gehen in die Aufgabe, jeder Hund holt ein Dummy aus dem Treiben.
SN 1 bleibt, SN 2-4 gehen wieder.
SN 1 arbeitet das Mark, danach das Blind.
SN 1 geht, SN 2 kommt, arbeitet Mark + Blind usw.

Der Startpunkt lag weiter hinten als auf den folgenden Fotos, aber so erkennt man mehr vom Gelände.

A4Treiben

Sicht auf die Fallstelle des Marks.

A4Mark

Sicht auf das Blind, Entfernung ca. 100m.

A5

Zunächst hatten wir vor der Aufgabe eine laaaaaaange Wartezeit. Schatten war Mangelware und ich war froh, dass ich Biscuits Kühlmantel dabei hatte. Sie rollte sich ein und fuhr auf Schlummermodus runter, bis wir endlich an der Reihe waren.

Mit 3 weiteren Teams gingen wir in die Aufgabe. Da wir die höchste Startnummer hatten, standen wir links außen. Alle leinten ab und Petra gab das Zeichen für das Treiben, doch nichts passierte. Biscuit nahm eine Bewegung am linken Rand des Wäldchens wahr und starrte wie gebannt dorthin. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten ging es los. Von der Markierung konnte ich nichtmal ansatzweise was sehen. Biscuit sowieso nicht, denn die starrte immer noch nach links. Das Treiben startete. Ich beobachtete den Laufweg der Helfer, Biscuit fixierte weiterhin ihre eigene Idee und ignorierte das Treiben geflissentlich. Suuuuuuper. Mir kam kurz der Gedanke, dass ich sie später nicht geradeaus, sondern lieber etwas weiter nach rechts schicken sollte.

Die drei anderen Hunde holten problemlos je ein Dummy aus dem Treiben. Nun waren wir an der Reihe und ich versagte auf ganzer Linie. Natürlich schickte ich sie nicht nach rechts, sondern geradeaus (Fehler Nr. 1) und natürlich zog es Biscuit auf der anderen Seite der Schlucht nach links. Ich stoppe sie und schickte sie nach rechts ins Wäldchen. Sie verschwand und ich wartete und wartete und wartete (Fehler Nr. 2), bis ich irgendwann den Suchenpfiff gab (Fehler Nr. 3, denn es war keine kleine, sondern eine große Suche). Das spielte ich insgesamt 3x (Fehler Nr. 4 und 5, denn wenns beim ersten mal nicht klappt, warum sollte es beim zweiten/dritten mal klappen?), bevor ich Biscuit zurückholen sollte. Die hatte ihrerseits dort drüben ebenfalls keine gute Figur gemacht und etwas verloren gewirkt.

Wir gingen zurück in die Wartezone, da das Mark und das Blind jetzt einzeln gearbeitet wurden. Biscuit und ich hatten wieder längere Wartezeit und ich hätte mir am liebsten ein Loch gebuddelt. Wie peeeeeeeinlich. Ausgerechnet den einfachsten Teil der Aufgabe völlig verkackt… wow! Nicht wirklich förderlich für mein Selbstbewusstsein. Mir graute vor dem Rest der Aufgabe, bei dem sich etliche Teams vorher vor allem beim Blind wirklich schwer getan hatten. Mit wackeligen Knien ging ich wieder in die Aufgabe.

Petra wies mir meinen Startpunkt zu und fragte „Erinnerst du dich noch an das Mark?“. Ich antwortete: „Ööööööhm, also, ich, ähhhh… nö“, was mir ein kleines Lachen einbrachte. „Kein Problem, ich zeig´s dir“. Nachdem mir der Fallbereich einigermaßen klar war, atmete ich tief durch und schickte Biscuit voran. Sie verschwand hangabwärts und ich vergaß prompt das pushen. Petra informierte mich „Sie steht unten in der Schlucht“. Ich wollte mich nach vorne mogeln, wurde jedoch sofort ausgebremst. „Nene, du bleibst da stehen“. Okeeee, einen Versuch war es wert. Dann eben blind und in der Hoffnung, dass Biscuit die richtige Richtung einschlagen würde… „Voran!“. Keksi empfing meine telepathische Richtungsanweisung und kam auf der Ideallinie wieder in Sicht. Jawollja, läuuuuft! Ich nahm unterwehs noch eine Kurskorrektur vor und schon war Biscuit im Fallbereich, bekam Wind und fand. „Sehr schön! Schade, dass ihr euch beim Treiben so schwer getan habt.“ merkte Petra an. Jou, fand ich auch.

→ 0 Punkte

Ich gab das Dummy bei Petra ab und wurde direkt an Ton weiterverwiesen, der mir die Lage des Blinds erläuterte. Konzentration, „Voran!“. Biscuit sauste bergab und traf auf die querliegenden Baumstämme. Sie überlegte kurz, ob drüber weg oder drunter durch und entschied sich für´s durchkrabbeln. Nachdem sie das Hindernis überwunden hatte, kam sie ins zweifeln und drehte sich zu mir um. „Back!“. Ich staunte, wie genial sie die Linie hielt, ohne sich von dem schlängelnden Graben verleiten zu lassen. Kurz vor dem Ziel zog es sie plötzlich nach rechts weg. Ich wusste, dass es vielen vor uns ebenfalls so ging und die Hunde nur mit Mühe oder gar nicht dort wegzubekommen waren. Örghs. TÜÜÜT! Kurz durchschnaufen, linker Arm raus, Spannung aufbauen, RÜBER! Biscuit befolgte brav meine Anweisung, hielt direkt Kurs auf das Ziel, verschwand aus meinem Blick (Suchenpfiff) und tauchte kurz darauf mit Dummy wieder auf. Ich freute mich wie ein Schnitzel! Auf dem Rückweg wählte Keksi interessanterweise den Weg über die Baumstämme.

→ 16 Punkte

Aufgabe 1 – Michael Hahn

Startpunkt mit Blick auf eine Senke und den Waldhang gegenüber. In der Senke fand ein Mini-Treiben statt (2 Leute, alles wurde wieder aufgehoben). Nach dem Treiben war ein Blind auf dem anderen Hang zu holen. Michael betonte ausdrücklich, dass er keinen großen Geländeverbrauch sehen möchte.

A1

Hier gibt es nicht viel allzuviel zu berichten. Biscuit kam auf der Spur des Treibens etwas ins schleudern und wollte nach rechts weg, daher stoppte ich und schickte sie mit dem linken Arm back. Leider sah es für mich so aus, als würde sie jetzt nach links weggehen, weshalb ich sie erneut stoppte… genau in dem Moment, als sie den Hang hochwollte. Määäääääh. Nochmal „back“. Auf dem Weg nach oben pushte ich zur Sicherheit nochmal, Suchenpfiff, gefunden.

→ 17 Punkte

Geschafft! Am Ende war ich hochzufrieden mit uns. Wir können zwar noch keinen bestandenen O-WT vorweisen, aber ich bin mir inzwischen sicher, dass es der richtige Schritt war. Mein Keks und ich – das passt wie Arsch auf Eimer. Wir haben als Team schon so viel Mist gebaut, uns wieder zusammengerauft und weitergemacht; sind an manchen Aufgaben gewachsen, an anderen gescheitert und entwickeln uns ständig weiter. Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben und freue mich auf das, was noch kommt!

Vielen Dank an die Sonderleitung, die Richter und vor allem die zahlreichen Helfer für diesen schönen Tag in meinem allerliebsten Lieblingsgelände! CU 2017!

KEks

 

 

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DWT 2016 (O)

Wer im Dummysport aktiv ist, verbringt viel Zeit an der frischen Luft – und auf der Autobahn. Meine persönliche Schmerzgrenze für WTs liegt normalerweise bei max. 2h (einfacher) Fahrtzeit. Der Dresdner WT lag mit 3,5h definitiv nicht in diesem Rahmen. Allerdings beginnen viele tolle Erlebnisse mit dem Gedanken „Scheiß drauf!“. Deshalb sagte ich spontan zu, als Rita bei Facebook nach einer Fahrgemeinschaft zum DWT suchte.

Nach einer erstaunlich stressfreien Fahrt trudelten wir gegen 13.30 Uhr pünktlich zum Meldebeginn ein. Es war sonnig, sehr warm und damit eigentlich üüüüberhaupt nicht Biscuits Wetter. Ohne den permanenten Wind (der mich später noch ordentlich nerven sollte) wären wir vermutlich aufgeschmissen gewesen. Trotzdem war ich guter Dinge, als nach 2h Wartezeit der Startschuss für die O fiel und wir ins Gelände marschierten.

Aufgabe 1 – Herta (Lore) Rudolph

Startpunkt in einer kleinen Freifläche am Waldrand mit Blick auf eine Wiese außerhalb. Zuerst fand links vor uns ein Treiben statt (nur Schüsse, es flog nichts); danach fiel die Markierung M1 nach hinten in einen Bereich mit hohem Schilf-/Binsengras, anschließend M2 nach rechts auf die abgemähte Wiese (auf dem Weg dorthin befand sich ein ca. 2m breiter Wassergraben).

Das Treiben war lediglich Ablenkung und Vorbereitung für Aufgabe 2. Nach Freigabe durften die beiden Marks in selbst gewählter Reihenfolge gearbeitet werden. Wenn der Hund unterwegs war, durfte man sich etwas nach vorne bewegen, um bessere Sicht zu haben und den Hund ggf. handeln zu können.

Entfernung: M1 ca. 100m, M2 ca. 80m – ohne Gewähr.

A1

Wir hatten Startnummer 4 und als ich in der Wartezone die vielen Pfiffe meiner Mitstarterinnen hörte, wurde mir leicht mulmig. Mit wackeligen Knien ging es in die Aufgabe.

Als M1 flog, war mein erster Gedanke „Ach du Sch….“. Ich hatte kaum etwas gesehen, aber Biscuit signalisierte *hab ich voll auf´m Schirm!*, also konzentrierte ich mich auf M2. Ein Blick auf Biscuit verriet, dass sie das zweite Mark nicht 100%ig gecheckt hatte. Somit war die Reihenfolge klar: zuerst M1, dann M2. Ich zeigte Biscuit die Richtung an, „Apport“ und ab der Keks. Ich wechselte meinen Standpunkt, konnte Biscuit auf dem Weg zu M1 aber trotzdem erst wieder sehen, als sie schon im Fallbereich angekommen war. Ich wollte sie gerade mit einem Suchenpfiff unterstützen, als sie den Bereich verließ und nach vorne auf den Wassergraben zusteuerte. Lore warnte „Lass sie nicht über den Graben!“. Stopp-Pfiff + „Back“. Der Keks tat wie befohlen, kreiselte auf meinen Suchenpfiff um die Fallstelle und fand. Uff. Hätte Biscuit nicht so genial markiert, wäre ich vermutlich verratzt gewesen.

Nachdem ich das Dummy eingesackt hatte, gingen wir wieder zurück zum ursprünglichen Startpunkt. Ich konzentrierte Biscuit lange auf M2 + „Apport“. Sie nahm den Wassergraben sofort an, hatte beim Ausstieg allerdings ordentlich zu kämpfen (strampel-strampel) und verlor die Orientierung. Kurskorrektur, Suchenpfiff. Biscuit bekam Wind und als sie sich mit einem Mäuselsprung auf das Dummy stürzte, überkam mich ebenfalls ein kleiner Freudenhüpfer. Mit dem Lob der Richterin im Ohr „Toll gemacht!“ ging es zurück in die Wartezone.

→ 17 Punkte

Aufgabe 2 – Herta Rudolph

Die komplette Gruppe wurde in die Aufgabe gerufen und stellte sich (unangeleint) in einer Line auf. Im Bereich des Treibens aus Aufgabe 1 lagen nun 12 Dummies aus. Es arbeiteten immer die beiden Hunde, die neben der Richterin standen und holten abwechselnd je 2 Dummies aus dem Suchengebiet. Wenn der eine Hund gepickt hatte, wurde der nächste geschickt.

A2

„Ok, das ist mal was anderes“ dachte ich, als ich Biscuit ableinte. Wir standen zunächst in Warteposition bis die Startnummern 1 und 2 gearbeitet hatten. Anschließend rückten wir auf und Startnummer 3 durfte zuerst schicken. Als der Hund gefunden hatte, schickte ich Biscuit mit „Voran“ ins Suchengebiet. Die beiden begegneten sich und Biscuit blieb verdutzt stehen. Sie sah erst dem Hund hinterher und anschließend zu mir. Mit „Back“ brachte ich sie wieder in die Spur und im Suchengebiet gab ich ihr das verbale Such-Kommando für die große Suche. Als sie mit dem ersten Dummy wieder da war, ging es zurück in die äußere Warteposition, wo sich Biscuit neben mir ordentlich einen abhechelte.

Die anderen Hunde taten sich in dem hohen Schilf-/Binsengras zunehmend schwerer und mir schwante, dass das zweite Dummy nicht so einfach werden würde. Ich durfte diesmal zuerst schicken, 5 Dummies lagen noch im Suchengebiet. Biscuit ging zuerst in die Tiefe und arbeitete sich langsam wieder nach vorne, bis sie aus dem Suchengebiet raus war. Ich schickte sie wieder rein und sie arbeitete sich nach rechts Richtung Graben und wieder nach vorne. Ich schickte sie wieder rein, woraufhin Biscuit unterwegs aus Übersprung in einen Ast biss. Sie suchte weiter, aber von Arbeitsfreude war nicht mehr viel zu sehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie aus dem linken Bereich mit dem zweiten Dummy zurück und der andere Hund wurde geschickt. Während der restlichen Wartezeit legte sich Biscuit neben mir ab und ich dachte „Super, gleich in der zweiten Aufgabe den Hund geschrottet. Das kann ja noch heiter werden.“.

Lore bedankte sich zum Schluss dafür, dass wir eine angenehm ruhige Truppe waren. Außerdem merkte sie an, dass es kein Problem sei, wenn die Hunde lange suchen müssten – solange sie es freudig tun. Wen sie damit wohl gemeint hat? Hust…

→ 12 Punkte

Dafür, dass Biscuit dieses gemeinsame/abwechselnde Suchen mit fremden Hunden kaum kennt, hat sie sich ganz gut geschlagen. Natürlich hat durch die Wärme im zweiten Durchgang die Motivation gelitten, aber daran konnte ich in diesem Moment nichts ändern und werde es auch künftig nicht können. Trotzdem gibt es etwas, das ICH beim nächsten mal besser machen kann: Aufpassen! Hätte ich mich darauf konzentriert, wo die anderen Hunde gesucht/gefunden hatten, hätte ich sie gleich in die linke Ecke geschickt – denn dort war vorher nur ein Hund gewesen.

Aufgabe 3 – Rainer Kern

Rainer hatte den Ablauf der Aufgabe vorher bereits der gesamten Gruppe kurz erläutert. Auf dem Weg zum Startpunkt musste man über eine kleine Brücke gehen, die über einem 2m breiten Wassergraben verlief. Auf dieser Brücke befand sich eine Flatterbandmarkierung, wo der Hund abgesetzt wurde (aus Sicht des ersten Bildes saß der Hund schräg links hinter einem). Man ging alleine zum Startpunkt und bekam dort die Stellen der Vollblinds erläutert: B1 lag vor einem dicken umgefallenen Baumstamm auf der rechten Seite des Wassergrabens. B2 lag links von uns auf ca 10 Uhr in einem Sumpfgebiet.

Nachdem die Lage der Blinds klar war, flog die Markierung M von links nach rechts über den Wassergraben in den Wald. Der Hund konnte das Mark von der Brücke aus ebenfalls sehen. Wenn das Mark gefallen war, war man automatisch freigegeben und durfte den Hund abrufen (sollte der Hund vorher seinen Platz verlassen, wäre es eine Null). Die Dummies sollten wie folgt gearbeitet werden: erst B1, dann B2, zum Schluss das Mark.

Entfernungen: B1 ca. 80m, das Mark etwa 50m, B2 keine Ahnung.

A3a

B2 lag im Sumpf unterhalb des querliegenden Baumstamms im „Wasser“ (wenn man das so nennen will). Die Hunde bekamen nur sehr schlecht Wind davon.

A3b

Sumpfbereich B2 aus der Nähe

A3c

Blickwinkel des Hundes von der Brücke aus

A3d

Hund absetzen und weggehen – schooooooon wieder! Das verfolgt mich seit dem Spessart Cup. Schnauf. Die Aufgabe an sich machte mir weniger Kopfzerbrechen. Dass wir eine ähnliche Aufgabe vor zwei Wochen im Training total verkackt haben, hatte ich in diesem Moment glücklicherweise verdrängt.

Ich setzte Biscuit (die sich erstaunlich schnell von der anstrengenden Suche erholt hatte) mit Blickrichtung auf den Wassergraben ab und marschierte zu Rainer, der mir die Lage der Blinds erläuterte. „Alles klar?“ Ich nickte. Die Markierung flog und ich nahm mir ausreichend Zeit, mir die Fallstelle gut einzuprägen, bevor ich Biscuit abrief. Direkt schräg schicken wäre glatter Selbstmord gewesen, also schickte ich Biscuit am Wassergraben entlang, bis sie auf Höhe des Blinds angekommen war. Dort stoppte ich sie und schickte nach rechts. Leider nahm sie den Graben diesmal nicht gleich an, sondern lief nach kurzem Überlegen nach hinten weiter. Hääää? Stopp. RÜBER! Ich staunte nicht schlecht, als Biscuit auf den querliegenden Baustamm hüpfte und auf die andere Seite balancierte. Warum die Frisur zerstören, wenn man die Brücke nehmen kann?

Der Stamm ragte noch ein Stück in das andere Ufer hinein und dummerweise sprang Biscuit nach hinten ab. Somit befand sich der Stamm nun zwischen Biscuit und dem Blind. Jetzt kam ich mit einer voll dollen Idee um die Ecke. Ich hatte Rückwind und hegte die Hoffnung, dass unter dem Stamm evtl. etwas Luft war und Biscuit möglicherweise trotzdem Wind bekommen würde – also gab ich den Suchenpfiff. Facebook spuckte hierzu diese Woche den passenden Spruch aus: „Ich bin eine Fee. Eine Katastrofee!“ Schnell erkannte ich den Schwachsinn meines Plans und disponierte um. Plan B: Hier-Pfiff. Biscuit hoppste auf den Stamm und… trippelte in Windeseile nach links zurück auf meine Grabenseite. Applaus, Applaus! Plan C: Stopp + Rüber! Da der Baumstamm nicht zum Erfolg geführt hatte, entschied sich Biscuit diesmal für den Wasserweg. Theoretisch hätte sie direkt auf das Blind zusteuern müssen, praktisch kam sie etwas weiter vorne raus. Der Wind blies mir inzwischen in kurzen, heftigen Böen ins Genick und sofort schlug mein Hirn Alarm „Das Mark! Scheiße, das Mark!“. Stopp +  Back. Biscuit kam in den Bereich des Blinds, Suchenpfiff. Sie suchte und man sah, dass es nicht einfach war. Erst hatte sie Wind, dann wieder nicht. Wind, kein Wind. Wind, kein Wind.

Dazu fällt mir ein uralter Witz ein:
Was denkt ein Zebra, wenn es über den Zebrastreifen geht?
„Man sieht mich, man sieht mich nicht. Man sieht mich, …“
Das Dummy dürfte ähnlich gedacht haben.
„Sie riecht mich, sie riecht mich nicht. Sie riecht mich, …“
In meinem Kopfkino kann ich es dabei sogar kichern hören.

Doch wer zuletzt lacht, lacht am besten – und das war Biscuit. Ich nahm das hart erkämpfte Dummy in Empfang und peilte B2 an. „Voran!“ Biscuit war schnell im Gebiet und ich konnte sie dort auch halten, aber sie suchte immer nur um die Wasserfläche herum. Sie kam nicht auf die Idee, dass das Dummy im Wasser liegen könnte. Die Starterinnen vor mir hatten schon berichtet, dass ihre Hunde von diesem Dummy nur kaum bis gar keinen Wind bekommen hatten. Somit standen wir auf verlorenem Posten und ich musste Biscuit nach einer Weile leer wieder reinholen.

Blieb noch die Markierung, die wir recht gesittet nach Hause brachten.

→ 0 Punkte

Motto der ersten Null des Tages: Erst hatten wir kein (Suchen)Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

Biscuit kann ich keinen Vorwurf machen, denn in ihrem Universum bzw. unserem Training liegen Blinds immer an Land. Ich bin schon schwer am grübeln, wo wir „sowas“ mal trainieren könnten, werde damit aber wohl bis zum nächsten Hochwasser warten müssen.

Aufgabe 4 – Rainer Kern

Doppelmarkierung: zuerst flog M1 nach links in den Wald (die Hund mussten auch hier wieder durch den Wassergraben), danach M2 nach rechts hinten auf die abgemähte Wiese. Reihenfolge durfte selbst gewählt werden.

Entfernung: ca. 100m.

A4

Sah offenbar einfacher aus, als es war. In der Wartezone waren viele Pfiffe zu hören, was meistens nichts Gutes bedeutet. Egal – auf in den Kampf. Biscuit hatte beide Marks auf dem Schirm, war aber eindeutig auf M2 eingeloggt. Das kam mir entgegen, denn die Fallstelle von M1 konnte ich mir für später wesentlich besser merken. „Das rechte zuerst“ kündigte ich an. Freigabe, „Apport!“. Biscuit ging schnurstraks in die richtige Richtung, kam aber auf der Hälfte der Strecke ins Trudeln. Wir hatten zwar jetzt starken Gegenwind, aber es sah nicht danach aus, als hätte sie schon Wind vom Dummy. Ich griff ein und ab da lief irgendetwas GRÜNDLICH schief. Selbst heute – nach einer Woche – weiß ich immer noch nicht, was es war.

Zuerst nahm Biscuit meine Richtungen nicht sauber an, später ignorierte sie immer wieder mal meinen Stopp-Pfiff. Der Wind blies mir erst volles Rohr ins Gesicht und fing dann munter an zu drehen. Biscuit kreiselte ebenfalls lustig über den Acker und ging mit meinen Kommandos überhaupt nicht konform. Anfangs war ich verwirrt, dann gefrustet und zum Schluss stocksauer. Auf den Wind, auf den Keks, auf mich, einfach auf alles. Rainer gab mir noch eine letzte Chance, und als Biscuit auch diesmal mein Kommando nicht annahm brüllte ich aus tiefstem Herzen gegen den Wind an: „WOOAH, BISCUIT!!!!!! SACKZEMENT!!!!! HIEEEEEEEER!!!“

Rainer bat mich, die linke Markierung trotzdem noch zu arbeiten. Ich wäre eigentlich lieber wutschnaubend vom Acker gestampft, aber das Dummy war für die Helfer nur schwer erreichbar, also schluckte ich meinen Ärger und konzentrierte mich. Apport… Wassergraben… voran… Suchenpfiff. Es dauerte etwas und gerade als ich daran zweifelte, ob ich die Fallstelle richtig im Kopf hatte, verschwand Biscuit kopfüber im Bewuchs und kämpfte mühsam das Dummy hervor. Ouh man, ey – geht doch! Auf der anderen Markierung muss ein Fluch gelegen haben…

→ 0 Punkte

Motto der zweiten Null des Tages: Grober Unfug!

Aufgabe 5 – Guy Matter

Leider kein Foto, sondern nur Google-Grafik. Startpunkt war am Rand eines Wegs. Direkt vor einem eine lichte Hecke, dann ein schmaler Wassergraben, dann hohes Gras und Übergang in eine abgemähte Wiese. Auf dieser Wiese saß eine Ansammlung Locktauben. Die Helfer standen auf einem Hochsitz und warfen von oben eine Markierung in die Locktauben. Diese durfte nach Freigabe geholt werden.

Entfernung: leider keine Ahnung.

A5

*putt-putt-putt*

A5a

Locktauben?! Ich war so neugierig, dass ich meinen Brass von eben sofort wieder vergessen hatte. Biscuit kannte die Dinger zwar nicht, trotzdem machte ich mir keine großen Sorgen. Ich rechnete damit, dass sie vielleicht im ersten Moment dumm gucken und mal eine anschnuffeln würde, mehr aber auch nicht. Nunja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Biscuit hatte perfekt markiert (erkenne ich daran, dass sie zu mir hochschielt, sobald ein Mark gefallen ist). Freigabe, „Apport!“. Der Anfang sah wie erwartet sehr gut aus. Rein in den Graben, raus aus dem Graben, durchs hohe Gras – alles auf der direkten Linie. Dann begann Biscuit, sich an der Kante hohes/niedriges Gras entlangzuhangeln. Ich war etwas verwundert (Geländeübergänge sind nun wirklich nicht unser Problem), ließ sie aber bis auf Höhe der Locktauben laufen. Stopp! Biscuit saß nun ca. 15m rechts von den Tauben. Linker Arm „Rüber!“ Biscuit sah in die angezeigte Richtung, beschloss *Mmmmmhhh, nö!“ und zwitscherte nach hinten weg. Äh? Hallo? Hierpfiff + Stopp. Ich ließ den Keks einige Sekündchen sitzen, um Ruhe rein- und ihre komische Idee rauszubringen. Der Wind kam von links und Biscuit nahm den Nüschel hoch *schnupper*. Ich konnte sehen, dass sie das Dummy in der Nase hatte. Perfekt. Linker Arm „Rüber“. Biscuit glotzte konsterniert *Mmmmmh, näää* und lief nach rechts weg. Ab da war es mir nicht mehr möglich, sie auch nur annähernd in die Nähe der Locktauben zu bekommen. Mir schwante, dass ihr die Plastikdinger nicht geheuer waren und sie alles versuchte, um nicht in deren Nähe zu müssen. Nachdem auch unsere letzte Chance vertan war, holte ich sie zurück.

→ 0 Punkte

Motto der dritten Null des Tages: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!

Aufgabe 6 – Guy Matter

Leider ebenfalls kein Foto, sondern nur Google-Grafik. Startpunkt auf einer knochelhöhen langgezogenen Wiese. Direkt vor uns am Ende der Wiese war ein organener Schafszaun als geschlossener Kreis aufgestellt. In diesem Kreis befand sich das Vollblind B.

Etwa auf der Hälfte der Strecke zum Zaun standen rechts die Helfer und warfen die Markierung M1 nach rechts ins Wasser. Fallstelle wegen der Bäume am Uferrand nicht zu sehen, aber ein deutliches Platsch zu hören. Danach liefen die Helfer nach links zum Waldrand, wo M2 in den Wald fiel. Beide Marks wurden nicht sehr weit geworfen und befanden sich nah am Uferrand bzw. Waldrand.

Die Dummies sollten wie folgt gearbeitet werden: zuerst das unbeschossene Blind aus dem Zaun, danach M1 aus dem Wasser, zum Schluss M2 aus dem Wald.

Entfernungen: keine Ahnung, war aber moderat.

A6

Ein Vollblind im Zaun. Ja, is klar. Unsere bisher einzige Zaunerfahrung liegt 3 Jahre zurück und sah damals so aus (es darf gelacht werden, weder Biscuit noch mir ist etwas passiert):

Anke turnt vor…

Bild 394a

Biscuit macht es nach…

Bild 392a

Mit diesen Bildern im Kopf kam unweigerlich der Gedanke: „Scheiß drauf, ob nun 3 oder 4 Nullen ist auch schon egal“. Ich stellte mich in Blickrichtung der ersten Markierung auf. Schuss, platsch. Während die Helferinnen sich nach links bewegten, drehte ich uns zum Wald. Schuss, Wurf. Nach Freigabe richtete ich uns mittig Richtung Zaun aus. Zumindest dachte ich das. Später wurde mir gesagt, dass Biscuit immer noch leicht schräg Richtung Wald saß. Dazu der knappe Winkel, da kann Keks schonmal auf Abwege kommen. Auf mein „Voran“ zog es sie auf den Wald zu. Stopp. Rechter Arm + Back. Sie drehte über die richtige Schulter, wurde aber wieder magisch vom Wald angezogen. Stopp. Wieder rechter Arm + Back mit – sursprise, surprise – dem gleichen Ergebnis wie vorher. Stopp. Ich überlegte. Nach rechts Richtung Wasser schicken war zwar heikel, aber ich musste sie irgendwie vom Wald wegbekommen. Erstaunlicherweise klappte es sehr gut und Biscuit war auf Kurs.

Am Zaun angekommen drehte sie eine Kontrollrunde *is hier irgendwo ein Eingang*, was ich auch zuließ. Es zeigte mir, dass sie verstanden hatte, worum es ging. Unterwegs bekam sie Wind vom Dummy, was die Ausgangslage weiter verbesserte (auch wenn es bei den Tauben nichts genutzt hatte). Nachdem sie die Runde beendet hatte, lief sie trotzdem weiter. Eine zweite Ehrenrunde wollte ich nicht zulassen, also pfiff ich sie ins Stopp – genau in dem Moment, als sie zum Sprung ansetzte *Kopfklatsch*. Biscuit saß und sah mich an. Ich improvisierte, nahm den Arm hoch als wollte ich sie back schicken und gab das Kommando „hopp“! Sie zuckte und der Richter raunte hinter mir leise „hopp“, also ich auch nochmal aufmunternd „hopp“. Klingt nicht so elegant wie das von vielen verwendete Kommando „over“, ist aber nunmal unser Alltags-Hüpf-Kommando und geht mir leichter über die Lippen.

Apropopel elegant… Biscuit sprang tatsächlich, nur leider nicht hoch genug. Sie merkte, dass sie sich verschätzt hatte und wollte sich mit den Hinterbeinen vom Zaun abstoßen. Der Zaun ging leicht in die Knie und die Aktion endete mit einem gekeksten Purzelbaum. Grobmotoriker eben. Plumps, drin, olé-olé. Keksi rappelte sich auf, Suchenpfiff. Kreisel-kreisel, gefunden. Ich grinste in mich rein und war äußerst gespannt auf den Rückweg. Biscuit nahm Maß, erinnerte sich an die eben gemachte Erfahrung *scheißhoch und scheißinstabil* und segelte unfallfrei zurück. Mir entwich ein Freudenjubel *ups*, für den ich mich sofort beim Richter entschuldigte. Guy lachte nur „Schon ok“! Biscuit kam zurück und war furchtbar stolz auf sich. Die beiden Marks waren Formsache.

→ 16 Punkte

Ich nutzte die Gelegenheit und fragte Guy, ob ich Biscuit auf dem Rückweg die Locktauben mal aus der Nähe zeigen dürfte. Ich bekam nicht nur die Erlaubnis, sondern auch ein Dummy und einige Tipps dazu. Genial! Hier auch nochmal vielen Dank dafür!

So absolvierten wir auf dem Rückweg noch ein kleines Locktauben-sind-gar-nicht-gruselig-Training. Das erste Dummy flog in die Tauben, das nächste hinter die Tauben. Thema erledigt. Ich bin sicher, dass Locktauben künftig kein Problem mehr sein werden.

Der DWT war mit Abstand einer abwechlsungsreichsten WTs, die ich bisher erlebt habe. Das gilt für die Aufgaben und leider auch für unsere Leistung. Aber was solls, Schwamm drüber. Der Keks hat den Zaun gerockt – allein das war es wert! Mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen im Gepäck kamen wir nach 16 h endlich wieder zuhause an.

Nullen-Schrullen-Mitternachts-Selfie:

selfie2

Vielen Dank an die SL, Richter und Helfer für den tollen WT!

Danke an Rita für die angenehme Gesellschaft auf der Fahrt inkl. Rundum-Fahrer-Betreuung. Jederzeit gerne wieder!

Das Keksi und ich haben nun erstmal WT-Pause bis Ende Juni und werden diese nutzen, um die Basics (Richtungen, Pfiffe) wieder aufzupolieren. Read us later, Alligator!

 

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Bavarian Lions Cup 2016 (O)

Der Bavarian Lions Cup ist definitiv einer meiner Lieblings-WTs. Zum einen, weil es einfach ein tolles und abwechslungsreiches Gelände ist. Zum anderen, weil wird dort vor fast genau 3 Jahren unseren ersten A-WT bestritten haben. Deshalb ist der BLC natürlich per se was Besonderes für mich.

Vorteil, wenn man in der O startet: man muss nicht so elend früh aufstehen. Nachteil: Autobahn voll. Wir kamen trotzdem pünktlich an. Da die F noch nicht fertig war und vor der Begrüßung der O noch die Siegerehrung der F stattfand, hieß es erstmal warten. Es wurde immer wärmer und Biscuits anfängliche Begeisterung schlug in müdes Gehechel um. Daher war ich gar nicht böse, dass meine Gruppe mit einer Wasseraufgabe – und somit einem „Angstfach“ – begann.

Aufgabe 5 – Stefano Martinoli

Der Helfer H stand auf einer Landzunge des gegenüberligenden Ufers und warf die Markierung M auf eine kleine Insel vor sich; danach ging er 2-3m und schoss nach hinten in Richtung Blind B. Das Blind lag ein paar Meter hinter dem Uferrand.

Auf Freigabe war das Mark zu arbeiten, danach selbständig das Blind.

Entfernungen: Mark ca. 40m, Blind ca. 60m (gemessen mit Google Earth und wie immer ohne Gewähr)

Aufgabe4

Aufgabe4a

Die Flugbahn des Dummies war für mich gut zu sehen, die Fallstelle eher nicht. Allerdings war der Aufschlag gut zu hören und ich denke, dass Biscuit dort unten eine bessere Sicht hatte. Freigabe, „Apport!“. Biscuit stürzte zielstrebig los, hüpfte durch die Binsen am Uferrand, schwamm los, kämpfte unterwegs noch kurz mit anderem Wassergemüse und erreichte die Insel. Die war auf unserer Seite am Ufer mit Gestrüpp und anderem Kram bewachsen, trotzdem hielt Biscuit die Linie und legte eine Punktlandung hin.

Ich sah Biscuit aufnehmen und dachte „Geil!“ dicht gefolgt von „Shit!“. Biscuit kam einen Meter in meine Richtung, drehte ab und lief nach rechts weg. Ich vermutete, dass sie sich nach einem anderen Einstieg umsehen wollte und pfiff. Klar war, dass diese Aktion eine Null bedeutete. Der Richter hatte sich neben mir in sekundenschnelle in Rumpelstilzchen verwandelt „Nooooooooo. Oh nonono!“. Er erklärte mir, dass ihm das wirklich leid täte, aber es müsse das als „hunting with game“ (weiterjagen) auslegen (wir blieben damit nicht die einzigen an diesem Tag). Biscuit hatte sich inzwischen auf meinen Pfiff ein Herz gefasst und war direkt zurückgekommen.

→ 0 Punkte

Egal. Ich konzentrierte mich und wollte die Aufgabe wie gewohnt zuende arbeiten, doch Stefano bremste mich aus „No Blind. Next dog!“. Ich war etwas verdattert, wollte das Blind aber unbedingt noch arbeiten und warf schnell ein „But there´s no one left“. Stefano warf einen prüfenden Blick in die leere Wartezone „Ok, you can do it for training“. Schwein gehabt. Ich richtete uns aus und schon als ich den Fuß nach vorne stellte, nahm Biscuits Körperspannung zu. Sehr schön. Hand raus… „Voran!“. Biscuit platschte durch die Binsen und schwamm zunächst zielstrebig auf das andere Ufer zu. Auf halbem Weg zog es sie langsam in Richtung der Landzunge, auf der sich der Helfer befand. Ohne die vorherige Null hätte ich hier zumindest 1x versucht, sie davon weg auf direktem Weg zum Blind zu handlen. So wollte ich jedoch nicht unnötig rumrödeln und ließ sie anlanden. Stopp-Pfiff. Rechter Arm raus „Rüber!“. Da ich ein wenig gepennt hatte, sauste sie über´s Ziel raus und ich musste nochmal stoppen und mittels linken Arm und Suchenpfiff korrigieren. Zack, gefunden UND direkter Rückweg. Tschakka!

Von Stefano gab es den Tipp, im Training darauf zu achten, dass der Hund direkt durchschwimmt. Das war es letztlich auch, was er in dieser Aufgabe eigentlich sehen wollte. Ich war einfach nur happy, dass Biscuit überhaupt so problemlos über´s Wasser vorangegangen ist. Pfeif auf die Null, diese positive Erfahrung war für uns viel wichtiger als alle Punkte der Welt.

Aufgabe 1 – Stefania Gandolfi

Helfer H1 veranstaltete ein Mini-Treiben auf der Stelle (schoss, warf ein Dummy, hob es wieder auf, schoss, warf, hob auf); danach schoss Helfer H2 und warf die Markierung M nach links in die Wiese, Fallstelle etwas außer Sicht (die Wiese steigt erst an und fällt dann wieder leicht nach hinten ab).

Nach Freigabe sollte zuerst das Blind B geholt werden, welches sich 20-30 Meter tief im Wald befand, danach ohne weitere Freigabe das Mark.

Auf dem Bild nicht zusehen: der Geländeübergang = ein ausgefahrener Feldweg.

Entfernungen: Blind ca. 80m, Mark 100m (gemessen mit Google Earth und wie immer ohne Gewähr)

Aufgabe1

Aufgabe1a

Mir war klar, dass die Schwierigkeit hauptsächlich in diesem Mini-Treiben so nah an der Ideallinie zum Blind lag. Zumal die Waldkante schräg verlief und zusätzlich verleitete. Ich hatte uns vor dem Ableinen in Richtung der zu erwartenden Fallstelle des Marks ausgerichtet. Nach Freigabe drehte ich uns in Richtung Wald. Konzentration, „Voran!“. Zuerst sah es so aus, als würde Biscuit die Linie halten, doch kurz vor dem Waldrand bog sie doch nach links auf die Fallstellen des Treibens ab. Stopp-Pfiff + ein hektisches „Rüber!“. Anke + Hektik + Keks = nix gut. Biscuit setzte ihren eigenen Plan fort. Nochmal Stopp-Pfiff, Biscuit saß. Ich zählte innerlich bis 3. Arm raus + „Rüber!“. Kaum macht man was richtig, klappt´s auch mit dem Keks. Sie verschwand im Wald und ich gab ihr ein „Suuuuuch“ mit auf den Weg. Kurz darauf war sie mit dem Dummy schon wieder auf dem Rückweg.

Ich konzentrierte lange auf die Fallstelle des Marks + „Apport!“. Kurz nachdem sie über dem Hügel außer Sicht gelaufen war, gab ich den Suchenpfiff. Es folgte eine gefühlt eeeeeewige Wartezeit, während der ich immer wieder überlegte, ob ich eingreifen sollte. Aber was sollte ich schon tun? Die Fallstelle lag außer Sicht, ich konnte sowieso nicht helfen. Biscuit hatte die korrekte Linie auf dem Hinweg und den Rest musste sie einfach selbst machen. Ich konzentrierte mich darauf, wo die beiden Helferinnen hinsahen. Da diese den Blick kaum von der Höhe der Fallstelle abwandten, wartete ich einfach ab. Das Gras war hoch, es ging kaum Wind… trust your dog. Und dann – endlich – kam Keksi mit dem Dummy wieder. Uffza!

→ 9 Punkte

Aufgabe 2 und 3 – Rainer Scesny

Der Hund wurde beim Steward abgesetzt und man ging zunächst alleine zum Richter, Aufgabe wurde erklärt, der Hund abgerufen und man durfte sich in einem bestimmten Radius selbst positionieren (im Idealfall so, dass auch der Hund gute Sicht hatte… tüdeldü).

Zuerst fand ein hörbares, aber nicht sichtbares Treiben hinter den eingekreisten Bäumen statt. Danach schoss der Helfer H und warf Markierung M1, ein weiterer Schuß und M2 fiel. Auf einmalige Freigabe sollten die beiden Marks gearbeitet werden. Reihenfolge durfte selbst gewählt werden; Ansage war nicht nötig („Ich seh ja, wo ihr hinschickt“), man musste allerdings bei seiner Wahl bleiben.

Wenn beide Marks drin waren, gab es eine weitere Freigabe und das Blind wurde gearbeitet. Schwierigkeit natürlich der schmale Korridor, in dem der Hund in Sicht war. Wenn Hund weg, dann weg. Zusätzlich schien auf halbem Weg eine Senke zu sein, in welcher die Hunde außer Sicht waren.

Die beiden Marks wurden als eine Aufgabe gewertet, das Blind als zweite Aufgabe.

Entfernungen: keinen Schimmer. Leider sieht man auf dem Foto nicht viel (wer stellt auch immer diese vielen Bäume in den Wald?), aber es ging nicht besser + Google Earth gibt nix her außer Wald.

Aufgabe23

Eine Aufgabe, die gleich 3 sichere K.O.-Kriterien für das Grobmotoriker-Team beinhaltete:
1. Hund absetzen
2. Mitdenken
3. Schnell reagieren
Das konnte heiter werden…

Ich setzte Biscuit ab und versuchte (im Gegensatz zum Spessart-Cup) möglichst viel Sicherheit auszustrahlen. Der Richter erläuterte die Aufgabe und ich nickte brav „Ok, kann losgehen“. Rainer erwiderte „Erst den Hund holen“. Jo, keine schlechte Idee. Ich wollte schon losmarschieren, als Rainer meinte „Kannst sie auch abrufen“. Huch, ok. „Biscuit, hier!“. Ich suchte nach einer möglichst guten Position. Der Gedanke „Biscuit muss auch was sehen können“ ging so schnell wie er gekommen war. Die Marks fielen und wir wurden freigegeben. Ich entschied, dass wir die rechte Markierung zuerst holen würden, weil diese zuletzt gefallen war und auch die Fallstelle schwieriger einzuprägen war.

Keine Sekunde kam ich auf die Idee, mal auf meinen Hund zu gucken. Sonst hätte ich vermutlich bemerkt, dass sie keinen Furz markiert hatte (war auch schwierig, so direkt hinter einem Baum). Stattdessen verließ ich mich darauf, dass sie gewohnt gut markiert hatte und schickte sie salopp mit einer ungefähren Handbewegung in Richtung der rechten Markierung. „Apport!“ Biscuit verschwand daraufhin in einer Gruppe junger Fichten und knockte mich damit völlig aus. Ich starrte rat- und tatenlos auf den Bewuchs, bis Rainer mich wachrüttelte „Entweder du holst sie jetzt da raus, oder ich nehm euch raus“. Erschrocken klaubte ich meine 3 verbliebenen Gehirnzellen und die Pfeife zusammen *TÜT-TÜT*. Biscuit kam links aus dem Bewuchs und lunste in meine Richtung. Immerhin war das eine gute Ausgangsposition. Linker Arm + „Back“ + Suchenpfiff im Fallbereich. Gefunden. Hallelulja. Auf das linke Mark konzentrierte ich sie ordentlich mit genauer Richtungsanzeige. „Apport!“ Im Fallbereich musste ich noch etwas nachkorrigieren, gefunden.

Mein lieber Herr Gesangsverein, was für ein Klopps!

→ 8 Punkte

Wir bekamen unsere Freigabe für das Blind. „Voran!“ und kurz vor dem Bereich des Treibens nochmal „Voran!“. Biscuit verschwand und tauchte kurz danach wieder auf – immer noch auf der Ideallinie, um schließlich kurz vor dem Ziel überrschend eine scharfe Linkskurve hinzulegen. Natürlich war ich darauf überhaupt nicht mehr vorbereitet und schwupps – weg war der Keks. Isjetztnichwahroder? Ich bekam sie mit einem Hier-Pfiff wieder in Sicht, schickte sie „Back“ und verlor unterwegs komplett den Faden. Gerade als ich wieder einen Hier-Pfiff absetzte, schmunzelte Rainer hinter mir „Sie wollte eh grad zurückkommen“. Mir hat´s daraufhin erstmal die Fragezeichen aus dem Gesicht gehauen, bis ich raffte: Biscuit hatte gefunden und war mit Dummy auf dem Rückweg.

→ 10 Punkte

Netterweise gab´s von Rainer ein kurzes Fazit: „Die Marks waren dein Fehler. Hättest du ihr gleich gesagt, was sie machen soll… Hast ja gesehen – als du endlich eingegriffen hast, hat es auch geklappt. Das Blind sah super aus, leider warst du zu langsam. Am Ende war es Glück.“

Aufgabe 4 – Betty Schwieren

Zuerst warf Helfer H1 die Markierung M1; Fallstelle etwas von der Insel verdeckt, aber deutliches Platsch zu sehen/hören. Danach warf Helfer H2 die Markierung M2.

Reihenfolge durfte selbst gewählt werden; nachdem man seine Entscheidung mitgeteilt hatte, durfte man schicken.

Entfernungen: M1 ca. 60m, M2 ca. 75m (gemessen mit Google Earth, ohne Gewähr)

Aufgabe5

Aufgabe5a

Bei dieser Aufgabe staute es sich, was mir nach dem Krimi in Rainers Aufgabe ganz gelegen kam. Erstmal runterfahren. Dachte ich. Pustekuchen! In der Wartezone wurde heiß diskutiert, welche Reihenfolge wohl die richtige wäre. Holla die Waldfee! Es hatte bei beiden Varianten schon Nullen gehagelt, weil die Hunde letztlich doch mit dem falschen Dummy wiederkamen. Da keine Einigung in Sicht war, klinkte ich mich gedanklich aus und beschloss: wenn wir dran sind, würde ich anhand von Biscuits Reaktion entscheiden.

Die beiden Marks fielen und Biscuit war eindeutig auf das rechte Mark eingeloggt. „Rechts zuerst“ teilte ich Betty mit. „Ok, dann los“. Ich zeigte Biscuit deutlich das rechte Mark an „Apport!“. Der Keks stürzte sich in die Fluten und schwamm auf das Mark zu. Unterwegs kam ihr das rechts ins Wasser ragende Ufer gelegen (es gab nur eine handvoll Hunde, die den kompletten Weg durchgeschwommen sind). Sie landete dort an, sauste am Ufer nach hinten, bekam Wind und fischte das Dummy aus dem Wasser. Den Rückweg nahm sie komplett über Land, immer eng an der Wasserkante entlang. Sie überlegte zwar an der Ausstiegsstelle des Hinwegs, ob sie hier auch wieder einsteigen sollte, aber letztlich fehlte der Mumm oder die Kraft. Oder beides.

Nun kam der heikle Teil. Würde sie auf das Memory sofort ins Wasser gehen oder rändern? Ich baute ordentlich Spannung auf und ließ auch in meiner Stimme keine Zweifel aufkommen. „Apport!“ Sie ging und ich jubelte innerlich. Sie steuerte die Insel an, krabbelte raus und spähte unsicher über die Schulter in meine Richtung. Lange Schwimmstrecke = Festplatte gelöscht. Ich nahm schnell den rechten Arm hoch „Voran!“. Das genügte letztlich, um Biscuit bis nach Timbuktu zu schicken. Sie sauste über die Insel, durchs Wasser und am anderen Ufer wieder raus iiiiiiiiimmer weiter nach hinten. Ich hab ehrlich keine Ahnung, wo zum Geier sie hinwollte.

TÜT-TÜT
Biscuit blieb stehen und sah sich fragend um.
TÜT-TÜT
*aber ich hab doch noch gar nicht gefunden?*
TÜT-TÜT!!!
Biscuit stand verständnislos in der Gegend herum.
TÜÜÜÜÜÜÜT-TÜÜÜÜÜÜÜT!!!!!!!
???????????????????????

Keine Chance. Betty wies mich an: „Sorry. Hol sie zurück, jetzt ist sie ungehorsam.“ SEUFZ. Mit einem gequält-geflöteten „B-I-S-C-U-I-T… HIIIIIIIIAAAAAAAA!!!!“ holte ich den Fernaufklärer-Keks wieder in mein Universum zurück. Während sie auf dem Rückweg war, fischte der Helfer das Dummy aus dem Wasser und ich stellte zwei Dinge fest:
a) ich hatte nicht ordentlich markiert und hätte Biscuit niemals korrekt ans Stück bringen können (möööp)
b) Biscuit muss auf ihrem Weg nach Neverland ganz knapp am Dummy vorbeigeplatscht sein (doppelmöööp)

→ 0 Punkte

Somit hatten wir an beiden Wasseraufgaben genullt, was ich zugegebenermaßen vorher einkalkuliert hatte. Allerdings aus anderen Gründen. Ich hatte Angst, dass Biscuit die langen Schwimmstrecken bei einem Blind/Memory nicht annehmen würde. Manch einer wird sich fragen, warum ich dann überhaupt gemeldet habe. Ganz einfach: Ich habe an dieser Schwachstelle fleißig gearbeitet und wollte nun den Ernstfall proben. Trotz der Nullen mit Erfolg! Der WT hat gezeigt, dass ich im Training am Wasser wieder einen Schritt weitergehen kann und wir nun an den Feinheiten feilen müssen.

Insgesamt bin ich hochzufrieden. Biscuit hat fein gearbeitet und über meine Qualitäten als Hundeführer sprechen wir einfach nicht. Die Aufgaben haben richtig viel Spaß gemacht. Überall gab es kleine Tücken, die ich mal erkannt habe und mal nicht. Genau diese Erfahrungen sind es, die mir kein Training der Welt geben kann.

Wir bleiben dran!

Keks

Vielen Dank an die LG Süd für diesen schönen WT, an die Richter für die abwechslungsreichen Aufgaben und natürlich vor allem an Sonderleitung und die vielen Helferlein für die Mühe! CU 2017!

 

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O-weh!

Vor vieeeelen, vieeeelen Monden war ich mal Helferlein bei einer Dummy O. Ich weiß noch, wie ich damals dachte „Wenn ich mal groß bin, will ich das auch!“ Heute bin ich zwar nicht größer als annodunnedings, aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

Nun ist das mit der Dummy O so ne Sache… kann man machen, muss man aber nicht. Brauchen tut man sie nicht, deshalb macht sie auch kaum jemand. Es sei denn, man ist ein Adrenalinjunkie und hat sich das vor Jahren mal in den Kopf gesetzt. Wenns dann noch um die Ecke ist, kann man schonmal melden. Nebenbei noch zwei Trainingskollegen angefixt, damit die Prüfung auch stattfinden kann. Richterin Marianne Walheim. Perfekt! Bis dahin lief alles nach Plan. Die obligatorische Panikattacke am Vortag inklusive. Herrgott-Margot, ob das irgendwann mal aufhört?

Der Prüfungsmorgen begann relativ entspannt. Nicht viel geschlafen, aber ausnahmsweise kein Bedürfnis den Wecker zu schrotten. Die Nervosität schlug erst zu, als ich am Suchenlokal auf den Parkplatz fuhr. Einige nette Schwätzchen später ging´s wieder und wir machten uns auf ins Gelände, wo es auch direkt los ging…

Doppelmarkierung

Startpunkt auf einer weiten Wiese, rechts von uns ein groooooooooßer Sandhaufen (musste ich einzeichnen, den gab´s damals bei Google noch nicht in dem Ausmaß). Zuerst warf Helfer W1 die Markierung M1 hinter die äußere Ecke des Sandhaufens, danach Helfer W2 die Markierung M2 auf die leicht hügelige Wiese. Nach Freigabe sollte M1 zuerst geholt werden, M2 danach selbständig.

Doppelmark

M1 fiel, ich drehte uns um, M2 fiel und ich merkte mir für die Linie ein Häuschen am Horizont. Nach Freigabe drehte ich uns zurück zu M1, konzentrierte Biscuit mit der Hand nach vorne. „Apport“. Anhand der Richtung, die Biscuit einschlug, wusste ich – das wird so nix. Sie lief zu weit links vom Mark in Richtung Helfer. Bevor sie an der Geländekante zum verlockenden Wasser verschwinden konnte, stoppte ich sie. Keksi saß nun 10-15m links vom Mark und ich hätte uns vermutlich einigen Kummer erpart, wenn ich sie mit Suchenpfiff nach rechts geschickt hätte. Stattdessen…

…“Rüber!“ Dadurch semmelte Biscuit natürlich übers Ziel hinaus. Wieder Stopp. Linker Arm. „Rüber!“. Damit hatte ich sie wieder am Punkt von vorher. Grandiose Leistung. Muss mir erstmal einer nachmachen. Stopp. „Rüber“. Keks kämpfte sich nach rechts AUF den Sandhaufen und ich holte sie wieder runter. Stopp. Trockener Kommentar von Marianne „Anke, du bist einfach zu langsam.“ Jo. Läuft bei uns! Ich spürte Hektik aufkommen und schaltete einen Gang zurück. Biscuit saß und ich nahm mir endlich die Zeit, ordentlich die Lage zu peilen. Linker Arm, „Back“, Suchenpfiff, gefunden.

Theoretisch hatte ich bereits genug Adrenalin ausgeschüttet, praktisch war noch M2 übrig. Konzentration. Immer locker durch die Hose atmen. „Apport“. Die Linie hatte ich noch (Häuschen sei Dank), aber von der Tiefe keinen Schimmer. Biscuit lief und lief und lief. Anke gucke und guckte und guckte, bis eine freundliche Stimme aus dem Hintergrund anmerkte „Vieeel zu weit!“. Hier-Pfiff. Biscuit drehte ab und schwenkte auf die Helfer/Geländekante/das Wasser zu. Örghs, so war das nicht gedacht. Nochmal Hier-Pfiff, diesmal zur Unterstützung den linken Arm raus. Die Hilfe kam an und kurz drauf hatte Biscuit gefunden und war auf dem Rückweg.

Was dann folgte, wäre mir in meinen kühnsten Träumen nicht eingefallen. Biscuit kam näher, wurde plötzlich extrem langsam und immer kleiner, bis sie schließlich etwa 10m vor mir das Dummy ablegte und mit eingezogenem Kopf zu mir schlich. WTF?!?!? Ich war vollkommen fassungslos und so überrascht, dass mir die Kinnlade gefühlt bis auf den Boden klappte. Wär ich nicht dabei gewesen – ich würds nicht glauben.

Ich liebe dieses kleine braune Köterchen wirklich über alles, aber in dem Moment hätte ich ihr am liebsten die Löffel langezogen und daraus eine hübsche Schleife gebunden. Allerdings war für diese Art von Umstyling keine Zeit, denn es ging nahtlos weiter…

Einweisen

Kürzeste Aufgabenbeschreibung ever: Das Vollblind lag mittig auf dem Sandhaufen.

Blind

Gut, das konnte so direkt im Anschluss nur in die Buchse gehen. Ich war noch in Schockstarre und Biscuit spürte natürlich, dass ich not amused war. Ich schickte sehr unkonzentriert, zusätzlich zog die alte M1-Fallstelle und das Wasser. Biscuit überhörte meinen Hier-Pfiff und auf eine Einweisediskussion „Not gegen Elend“ konnte ich getrost verzichten. Beine in die Hand genommen, Keks abgeholt, Blind eingesammelt und nix wie in die Wartezone. Erstmal eine Runde Versöhnungsknuddeln, bevor es weiterging…

Walk-Up

Wir waren 4 Starter, davon liefen je 2 links und rechts von Marianne. Zu arbeiten war je Hund ein Mark und ein Blind, Reihenfolge wurde von Marianne vorgegeben. Die Marks fielen vor uns auf die Wiese, die Blinds lagen hinter uns am rechten Ende des Sandhaufens in einem Schlehenbusch. Nachdem das Mark gefallen war, wurde zuerst ein Hund auf das Blind geschickt, danach ein anderer auf das Memory.

WalkUp

Ich hab es schon oft gesagt und auch diesmal: wenn wir NIX können, aber DAS können wir. Obwohl während des Walk-Ups deutlich wurde: irgendetwas stimmt mit Keksi nicht. Sie war nur am hecheln und sobald ein anderer Hund geschickt wurde, legte sie sich ab. Wirklich seltsam. Trotzdem musste ich sie beim Blind nur 1x weiterschicken und das Mark hatte sie auf den Punkt. Zwar mit gedrosselter Geschwindigkeit, aber HEY – beide Dummies schafften es in meine Hände. Da kann man schonmal klatschen, nech?

Anschließend setzten wir um in den Wald, wo noch das letzte Prüfungsfach anstand…

Standtreiben

Kein/e Foto/Grafik, dafür ein kurzer Reim:
6 kleine Treiberlein lärmten durch den Wald,
warfen viele Dummies rum und haben laut geknallt.

Ja, richtig gelesen. Sechs (!) Treiber. Zwei 9mm-Pistolen. Zehn Dummies, wovon zwei wirklich direkt vor der Nase der Hunde landeten. Laubwald mit Totholz. Es traten jeweils zwei Gespanne an, die Hunde wurden auf Anweisung von Marianne abwechselnd in die Suche geschickt (wenn ein Hund gepickt hatte, sofort der andere usw).

Biscuit saß wie angetacktert, betrachtete das Spektakel und sah immer wieder mal zu mir hoch. *Jetzt?*…*Jetzt?*…*Jetzt?*. Nach dem 4. oder 5. Dummy sah sie nur noch mich an. *Sag Bescheid, wenns losgeht*. Da wird die niedrigere Startnummer hatten, durfte Biscuit zuerst. Das Dummy direkt vor ihr hatte sie entweder nicht mitgeschnitten oder als Verleitung deklariert. Wie gewohnt rollte sie das Feld von hinten auf, hatte aber schnell gefunden.

Während Biscuit sich zurückmühte (das Suchengebiet war leicht abschüssig), bekam Claudi ihre Freigabe und schickte Emma. Die wiederum pickte in Windeseile das Dummy, was vor Biscuits Pfoten gefallen war. Emma hatte schon längst wieder eingeparkt, als der Keks die Ziellinie überquerte. Ich schickte sie sofort wieder in die Suche, sie ging erneut in die Tiefe, fand… und Emma pickte fix das Dummy, was vor ihre eigenen Pfoten gefallen war. Biscuits angestrengter Blick und Emmas 9xkluger Gesichtsausdruck – das war an Situationskomik nicht zu überbieten und ich musste herzhaft lachen.

Es blieb nicht der letzte Lacher an diesem Tag. Wer Galgenhumor säät, wird freundschaftlich-liebevollen Hohn und Spott ernten…

Nach und nach trudelten die A-ler ein und absolvierten zuerst die Suche, anschließend wurde wieder auf die Wiese umgesetzt. Biscuit und ich genossen das herrliche Wetter und hatten längst unseren Frieden mit dem seltsamen Vormittag gemacht.

Dem Knutschemuggel kann ich eh nicht böse sein…

4

3

Das Leben – vor allem ein Hundeleben – ist zu kurz, um sich allzu lange über eine verpatzte Prüfung zu ärgern. Dies wurde durch die Absage eines A-Starters deutlich, dessen Hund am Vortag leider überfahren wurde…

Farewell, treue Seele

Freilich geht es im Hundesport nicht ohne einen gewissen Ehrgeiz. Aber in erster Linie haben wir unsere Hunde doch, damit Sie uns im Alltag begleiten und uns täglich zum Lächeln zu bringen!? Würden wir für jedes Lächeln einen Euro bekommen, wären wir alle längst Milliardäre. Genießt es!

2

Es war ein sehr schöner Prüfungstag! Vielen Dank @ Petra für die Organisation @ Marianne, die fair und pro Hund gerichtet hat @ alle für die nette und lockere Atmosphäre und vor allem @ den Revierinhaber und die vielen fleißigen Helfer!

 

 

 

 

 

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Spessart-Cup 2016 ~ Team F/O

Wieder einmal hat das *pling* des Facebook-Messengers meine Wochenendplanung gepflegt über den Haufen geworfen. So trudelte am Freitag eine Nachricht von Anna ein: „Hey du, was machst du denn Sonntag? Hättest du Lust auf einen lustigen Teamstart mit uns im Spessart?“

Spontan sein? Kann ich, wenn ich will. Ob ich Lust hatte? Aber sowas von! Anna, Malte und ich hatten mit unseren Mädels beim Biber-Cup letztes Jahr so viel Spaß – das schrie förmlich nach einer Team-Powerwurst-Reunion!

Allerdings bin ich definitiv nicht auf die Welt gekommen, um morgens um 5 schon motiviert zu sein. Der Wecker überlebte nur knapp und das übliche Gefluche begann. „Im nächsten Leben such ich mir ein anderes Hobby. Irgendwas mit ausschlafen und den ganzen Tag faul rumliegen.“ 2 Stunden später war das morgendliche Geschwätz schon wieder vergessen. Wo viele nette Menschen und tolle Hunde zusammenkommen, kann man gar nicht falsch sein – egal um welche Uhrzeit.

Schon die Begrüßung versprach einen großartigen Tag. Sonderleitung und Richter extrem gut gelaunt, Wetter perfekt, Gelände sowieso der Wahnsinn. Mit Wahnsinn meine ich in erster Linie wahnsinnig schön… aber auch wahnsinnig anstrengend und weitläufig. Deshalb muss ich euch leider sagen *HeidiKlumStimmeaufsetz*: „Ich habe heute leider kein Foto für euch“, d.h. es gibt keine ausführlichen Aufgabenbeschreibungen. Google Earth ist nicht hilfreich (man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht) und für Grafiken fehlt mir momentan die Zeit.

Der Team-WT war für F/O ausgeschrieben und die insgesamt 6 Aufgaben waren entsprechend angepasst, sodass sie für unser Team (Julie und Malte als „gerademal F“, Biscuit und ich als „gerademal O“, Josie und Anna als „gestanden O“) gut lösbar waren. Für jeden Leistungsstand was dabei. In allen Aufgaben durften wir selbst setzen, was uns rückblickend ganz gut gelungen ist. Wir durften während der Arbeit jederzeit miteinander reden und uns gegenseitig unterstützen. Top!

Detlef Henrich hat mit seiner Aufgabe bewiesen, dass man manche Starter auch mit geringem Aufwand vor Probleme stellen kann:

Die Hunde wurden in einer Art Kuhle (tiefergelegener Wald“weg“) abgesetzt. Danach gingen die Hundeführer zusammen mit Detlef außer Sicht und es fielen (mit Schuss) 3 Markierungen. Nach jeder Markierung hatten wir ca. 10 Sekunden Zeit, uns die Fallstelle einzuprägen. Anschließend wurden die Hunde abgeholt und arbeiteten die Markierungen logischerweise als Blinds. Knackpunkt: Wenn ein Hund unaufgefordert den Wartebereich verließ, gab es eine Null. Basics. Hust.

Die Aufgabe hatte sich rasend schnell herumgesprochen. Es gab einige Nullen, weil die Hunde nicht sitzen blieben. Mir wurde sofort ein wenig blümerant. Ich überlegte fieberhaft, wann ich Biscuit zuletzt außer Sicht abgesetzt hatte. Mir fiel nichts ein, also war es wohl beim Training für die Begleithundeprüfung vor geschätzten 3 Mio. Jahren. Abgesehen davon ist Biscuit sowieso eher so das Modell „Klette“. Eine Freundin von mir sagte mal „Die wurde schon bei Fuß geboren“. Wenn ich noch länger drüber nachdenke, fallen mir sicher noch mehr Ausreden ein…

Malte war sich bei Julie auch nicht 100%ig sicher und so nutzten wir die Wartezeit zum „Extrem-hocken-bleib-Training“. Bei der Gelegenheit kann man auch mal ein Foto knipsen:

♥ Julie ♥ Biscuit ♥ Josie ♥

Spessart2

Für die Aufgabe hatten wir uns allerdings eine andere Sitzordnung überlegt und pflanzten Josie als Rettungsanker zwischen die beiden Risikofaktoren. Ich gab dem Keks deutlich zu verstehen „Sitz!“ und schob mittels erhobender Hand noch ein „Bleeeeeeeib!“ hinterher. Trotzdem war ich mehr als unsicher, als wir mit dem Richter weggingen. Wir hatten den angepeilten Startpunkt nichtmal zur Hälfte erreicht, als ich im Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Ich drehte mich um und sah das braune Schmidtchen Schleicher vorsichtig über den Wall in unsere Richtung schlumpfen. Mööööööp.

Keksi wurde zurückgebracht und blieb diesmal auf ihrem Pöppes sitzen, bis wir die Mädels wieder abholten. Das Blind selbst hat sie super gearbeitet. Die wohl schönste Null, die wir je gerissen haben!

Zeitsprung… unsere letzte Aufgabe bei Heike Bülhoff:

In geringer Entfernung fand entlang eines Bachlaufs von links nach rechts ein Ein-Mann-Treiben statt, danach fielen hinter dem Bach ein kurzes und ein langes Mark. Zuerst sollte das Blind geholt werden, danach das kurze Mark, am Schluss das lange Mark. Wer macht was? Kurze Beratung, Keks Blind, Julie kurz, Josie lang. Ok, los geht´s. Der Treiber setzte sich in Bewegung und mir kam plötzlich ein Gedanke: Wo liegt das Blind eigentlich? Gedacht, gefragt. Antwort: Auf das Teiben achten! Da stand ich erstmal wie Hein Blöd, bis mir das Dummy in der Hand des Treibers auffiel. Aaaaah!!! Ich beobachtete angestrengt den Helfer, der kurz von einem Baum verdeckt war und ohne Dummy wieder auftauchte.

Ich war so mit meiner Blind-Hypnose beschäfigt, dass die Fallstellen der beiden Marks leider völlig an mir vorbeigingen. Team-technischer Totalausfall meinerseits. Wenn ich mir wenigstens den richtigen Baum für mein Blind gemerkt hätte *pfeif*. Aber: wir haben alle Dummies reinbekommen. Tschakka!

Wir hatten viel Spaß zusammen und waren hochzufrieden mit unseren Mäusen, die wunderbar miteinander harmonieren. Obwohl sie sich kaum kennen gab es keinen Stress, kein Gezicke, keinen Beuteneid, einfach klasse! Am Ende freuten wir uns wie die Schnitzel über unseren 8. Platz!

Anna, Malte – vielen Dank für den schönen gemeinsamen Tag! Jederzeit wieder 😉

Spessart0

Vielen Dank natürlich auch an die Organisatoren und Richter UND ein EXTRA DICKES Danke an alle Helfer!

(hier geht es zu den Ergebnissen: klick)

 

 

 

 

 

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