2. Spaß-WT der Working Mudpaws

Ist es nicht gemein, dass lange herbeigesehnte Ereignisse so schnell wieder vorbei sind? Wir haben uns schon lange auf den gestrigen Tag gefreut – schwupps – vorbei…

(für weitere Infos auf das Bild klicken)

Ivonne hatte vom Schlafplatz über Sponsoren, Richter und Helfer, Versorgung im Gelände und Tombola am Tagesende alles perfekt durchorganisiert. Nur auf das Wetter hatte sie leider keinen Einfluss. Wer rechnet auch im Oktober mit diesem Anblick?

Nachdem sich alle angemeldet hatten, gab Ivonne den Startschuss…

…und die Starter tingelten zu Fuß gemeinsam ins Gelände. Die erste Aufgabe fand auf freiem Feld statt und zum Schneegestöber gesellte sich ein fieser Wind. Egal – nur die Harten kommen in den Garten!

Aufgabe 1 – Angelika Evans

Man stand auf einem Feldweg, die Markierung fiel rechts in ein leicht ansteigendes Feld, welches hinter einem Graben mit hohem Bewuchs lag. Danach ging man ohne Hund ein paar Schritte nach vorn, rief den Hund zu sich und schickte ihn von dort auf die Markierung.

Da gab´s fast nichts zu meckern. Biscuit landete zwar etwas unterhalb der Markierung, suchte sich dann aber sehr schön heran. Auf dem Rückweg verschwand sie für einen kurzen Moment im Graben, kämpfte sich wieder heraus und gab ab. Premiere: Keksis erstes Schneedummy! Im Gegensatz zu Muffin hat Biscuit damit keine Probleme *freu*.

Nachdem alle Anfänger durch waren, ging es gemeinsam in den Wald, wo die restlichen Aufgaben stattfanden. Wie sagte Uschi so nett? „Jetzt schon Schnee… dabei liegt noch soviel Laub auf den Blättern!“ Aaaahja *ggg*

Wartezone:

Kaffee, Tee, Kuchen, Muffins, Likörchen… (was es mit dem TABU-Spiel auf sich hatte, erfahrt ihr später)

Aufgabe 2 – Angelika Evans

Vom Waldweg aus wurde eine Markierung nach links geworfen; auf dem Rückweg von dieser Markierung warf Angelika eine Verleitung nach rechts; die Verleitung sollte anschließend geholt werden.

Biscuit hatte gut angefangen und dann stark nachgelassen. Sie hatte gut markiert und suchte im 1m-Radius die Fallstelle ab. Biscuits Rückweg führte über den Waldweg und ich ahnte schon, dass eine Verleitung in 2m Entfernung nicht gutgehen würde. Kurz bevor sie auf Angelikas Höhe war, tütete ich meinen Hier-Pfiff … erfolglos. Verleitung fiel, Keks spuckte aus und wollte nach rechts entschwinden.

Anke: „NEIN!“
Biscuit: *brems, verständnislos guck* *wiesodennnich?*
Anke fuchtelt in Richtung des ausgepuckten Dummys: *Apport!*
Biscuit: *oller Spielverderber oller*
Die Verleitung hat ihren Zweck erfüllt…

Auf dem Weg zu mir spuckte die das Dummy zwei weitere Male aus *aber JETZT darf ich das andere holen, oder?*. Sehr witzig, denn als ich sie schließlich mit „apport“ zur Verleitung schickte, hatte sie diese nicht mehr auf dem Schirm.

Ich pfiff sie wieder raus und hielt Rücksprache mit Angelika, ob ich Biscuit besser mit „such“ schicken sollte? „Wie du den Hund bei einem WT schickst, ist egal. Hauptsache, du bekommst am Ende das Dummy!“ Es dauerte eine Weile bis Biscuit das Dummy gefunden hatte bzw. laut Angelika war sie vorher schonmal am Dummy gewesen, hatte aber weitergesucht. Diese Kröte, ehrlich!

Aufgabe 3 – Heike Rohm

Man ging mit dem Hund bei Fuß ein Stück den Weg entlang, bis links eine Markierung im Wald fiel; man drehte sich um und schickte den Hund in eine kleine Suche;  danach durfte die Markierung geholt werden.

Kleine Suche direkt vor uns, wieder war ich mir unsicher, wie ich Biscuit schicken sollte. Ich entschied mich für ein leises „such-such“ und trotzdem hatte Biscuit zuviel Schwung, sprang über den Graben und verschwand außer Sicht. Ich pfiff sie zurück und setzte nochmal an. Diesmal noch leiser „such-such-such“, woraufhin Biscuit den Bereich zwischen mir und Graben absuchte. Meine „helfende“ Handbewegung verstand sie falsch und begann über sich die Äste abzusuchen. Schwieeeeeriges Unterfangen!

Als Biscuit das Dummy auf der gegenüberliegenden Grabenseite entdeckte, tat sich eine neue Herausforderung auf: das Dummy hing fest! Es hatte sich mit dem Wurfgriff im Gestrüpp verhakt und wollte nicht apportiert werden. Heike und ich feuerten Biscuit gemeinsam an *zieh, zieh, zieh!* Leider war sie zu zaghaft und Heike meinte „Zur Not mußt du halt mal mit rüber gehen“. Gesagt – getan. Ich räumte einen Ast zur Seite und überlegte, wie ich über den recht tiefen Graben kommen sollte. Das Erdreich nahm mir die Entscheidung ab und gab nach. Rutsch-flutsch, schon stand ich unten. Aus meiner neuen Position heraus animierte ich Biscuit weiter „los, zieeeeeeeeeeeeh“ und endlich löste sich das Dummy. Noch im Graben stehend nahm ich das Dummy in Empfang und ließ mich anschließend von einer sehr gut gelaunten Richterin bergen „Ich finde, ihr habt das sehr schön gemacht!“. Ja, man tut was man kann, gell? Schmunzel.

Da war doch noch was? Ach ja, die Markierung. Ich verzichtete trotz des Graben-Trubels auf ein nochmaliges Werfen, weil ich wissen wollte ob Biscuits Merkfähigkeit inzwischen besser geworden ist. Scheinbar schon, raus – rein – fertig. Sehr schön!

Wartezonengebibber…

Aufgabe 4 – Heike Rohm

Hangaufwärts fiel eine Markierung; man drehte sich um 180°, der Helfer entfernte sich und ging außer Sicht; wieder zurückdrehen und schicken.

Hier war ich wirklich gespannt, denn sowas hatten wir bisher nicht trainiert. Es begann sehr vielversprechend: Biscuit ließ sich problemlos weg- und wieder zurückdrehen und obwohl der Helfer als Orientierungspunkt fehlte, hatte sie punktgenau markiert. Biscuit kam an der Fallstelle an und dachte sich *Ok, da ist das Dummy, aber wo is der Helfer hin? Ich geh mal nachsehen…*. Woooaaaah! „NEEEEIN!!!!! tüt-tüt“. Wenn sie wenigstens das Dummy mitgenommen hätte. Hmpf. Das war Blinken mit Fernlicht! Zweiter Versuch: raus, aufnehmen, rein. Danach scherzten Heike und ich darüber, welche Optionen ich hätte. Aussetzen an der Autobahn, im Wald vergessen, verschenken… Späßchen hin oder her, die Aufgabe ärgert mich richtig, ich versteh diesen Hund momentan einfach nicht. Schulterzuck.

Nachdem alle Teams die vier Aufgaben bewältigt hatten, zog die Karawane weiter…

…zur letzten Aufgabe.

Aufgabe 5 – Spaßaufgabe

Alle 23 Teams stellten sich auf einem Feldweg auf und bildeten die längste Praline Line der Welt. Richter & Helfer standen auf dem Feld und wurden mit Karten aus dem Tabu-Spiel ausgerüstet. Die Teilnehmer mußten raten und für jeden richtigen Begriff wurde eine Markierung geworfen.

Biscuit war mit der Leine gesichert und schaffte es dennoch mir zu entwischen. Sie hatte Härry und Muffin entdeckt und ging Hallo sagen. Einspringen mal anders. Ich fing sie wieder ein und postierte Härry und Muffin neben uns. Als die Markierung für uns fiel, preschte sie zu weit über´s Ziel hinaus. Der Helfer wollte helfen, doch als er sich nach dem Dummy bückte ahnte ich schon was passieren würde. Biscuit machte auf dem Absatz kehrt und kam zu mir zurück. In ihren Augen logisch – im Training bückt sich der Helfer nur nach dem Dummy, wenn sie es nicht nehmen soll. War trotzdem ordentlich peinlich. Tüdeldü.

Wir wanderten zurück zu Ivonnes Haus, wo wir im warmen Wohnzimmer zum gemütlichen Teil übergingen. Es gab Essen, eine Tombola, Siegerehrung und geniale Urkunden:

Es war wirklich ein schöner und lustiger Tag! Ivonne und ihre Helferlein haben sich mit der Organisation selbst übertroffen und ich kann gar nicht oft genug Danke sagen! Danke an Angelika und Heike samt Helfer, die trotzdes miesen Wetters immer gut gelaunt waren. Danke an Stefan, der uns non-stop mit heißen Getränken versorgte. Danke an Jens für die schönen Urkunden. Danke an alle Teilnehmer für die gute Stimmung! Danke an alle Sponsoren, die etwas für die Tombola gespendet haben. DANKE!

Insgesamt kamen über 800,- Euro zusammen,
die in vollem Umfang an VITA gespendet werden.
Genial!

Schade, dass es so schnell vorbei war. Aber: nach dem Spaß-WT ist vor dem Spaß-WT! Ich fang schonmal damit an, mich auf nächstes Jahr zu freuen…

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Kategorien: Prüfungen/Workingtests, Working Mudpaws | 12 Kommentare

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12 Gedanken zu „2. Spaß-WT der Working Mudpaws

  1. Super geschrieben! Auch mir hat dieser (mein 1. WT) SpaßWT richtig Laune gemacht. Morgen gibt´s von mir dann „Ein Helferlein stand im Walde…“ 🙂

  2. Wow, das ist ja ein toller Spendenbetrag! Und wie schön, dass trotz des nicht ganz so schönen Wetters die Stimmung so gut war; bis nächstes Jahr findet Ivonne auch noch einen Weg, wie sie das Wetter herrichtet 🙂

  3. Schee wars! Trotz des Wetters. Wieder schön geschrieben. Blinken mit Fernlicht *gröhl
    Deine Grafiken werd ich mir dann mal für meinen Bericht mopsen!

  4. ähm, ohja, grafiken mopsen. 🙂 ich evtl. auch?

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